Zuchtjahre 2005-2016

Zuchtjahr 2005

Dieses Jahr sind mir mehrere Jungtiere, die bis Mitte März geboren wurden, erfroren. Es war unglaublich kalt. Ich habe die Mütter mit Ihren Würfen in den Ställen im Gartenhaus gehalten. Obwohl dort die Tränken nicht einfrieren, hatten die Neugeborenen keine Chance.
Ich kann in diesem Jahr nur mit Häsinnen, die in 2004 geboren wurden, züchten. Im letzten Jahr sind einige meiner besten Tiere an Kaninchenschnupfen erkrankt und ich musste sie töten lassen. Den restlichen Bestand habe ich impfen lassen und hoffe, damit meine Tiere ausreichend geschützt zu haben.
Die Häsinnen, die zum ersten mal Junge bekommen, müssen noch lernen diese zu versorgen. Manchmal sterben die ersten Würfe, weil die Mütter die Nester verwerfen. Dies ist dieses Jahr leider auch schon vorgekommen. Ende April ging es dann besser weiter. Drei Häsinnen haben insgesamt 13 Jungtiere bekommen. Die NHD Damen fressen Heu wie Geld und bekommen bald ihre ersten Babys.

Zwei junge NHD Kaninchen werden bei der Mutter angelegt

Jetzt haben wir Juni und ein einzelnes Junges von einer NHD Häsin ohne Nest habe ich einer erfahrenen Farbenzwerg havanna Häsin (hat am gleichen Tag geworfen) untergeschoben. Zu oft habe ich erlebt, dass ein einzelnes Jungtier von einer unerfahrenen Häsin nicht gesäugt wurde.

Im Juli habe ich zum dritten Mal versucht, mit einer NHD-Häsin Junge zu ziehen. Zwei ihrer Würfe sind in der ersten Woche verhungert. Nach Rücksprache mit meinem Tierarzt wollten wir jetzt schauen, ob sie vielleicht zu wenig Milch hat. Vorsorglich habe ich eine andere, erfahrene Häsin zeitgleich decken lassen.
Die Jungen wurden geboren und sie hatte genug Milch, ging jedoch nicht zum Nest. Also habe ich zwei Junge der anderen Häsin untergeschoben. Die beiden Kräftigeren lege ich jetzt zweimal täglich an... bei der Mutter, nicht bei mir. Es klappt gut, die Jungen sind jetzt vier Tage alt und haben dicke Bäuche.

Handaufzucht von Zwergkaninchen

Auf den Fotos ist gut zu erkennen, wie ich die Jungen bei der Mutter anlege. Danach werden sie mit einem feuchten Tuch "abgeleckt" und der Bauch wird massiert. Wenn ich richtig massiere, werde ich zum Dank angepinkelt. Dann tun sie das, was alle satten Babys machen: schlafen.
Anfang September sind die "Kleinen" schon groß. Leider hat sich herausgestellt, dass das Anlegen doch nicht so leicht ist.
Wenn die Jungen überfüttert werden, können sie schwer krank werden. Nun hat einer Spreizbeine bekommen. Dies kommt von zuviel Muttermilch. Das wusste ich nicht. Falls ich nochmal Jungtiere anlegen muss, werden sie vor und nach jeder Mahlzeit gewogen. Ich bräuchte jetzt noch Angaben über die Gewichtszunahme von Jungtieren in den ersten 14 Lebentagen. Also... Kanichenzucht ist eine Wissenschaft.

Zwergkaninchen brauchen nicht lange um sich bei der Mutter satt zu trinken

Der kleine dicke Otto mit den Spreizbeinen hat ein tolles Zuhause bei einer Physiotherapeutin gefunden. Ich bin supefroh, jemanden gefunden zu haben, der sich auf ein behindertes Kaninchen einlässt.
Der andere NHD Wurf hat eine große Überraschung gebracht: Unter dem Dreierwurf ist ein Cashmere-Bock. Ich bin ganz platt. Ich hab noch nie etwas mit Cashmeretieren am Hut gehabt.
Jetzt muss ich erst einmal überlegen wie es weiter geht. Ursprünglich wollte ich ihn abgeben, aber er ist sehr schön. Ich behalte ihn und nenne ihn Frodo — wegen der Locken.
Im September habe ich zum ersten mal an einer Ausstellung teilgenommen. Leider waren meine Farbenzwerge havanna bei der ersten Ausstellung in Dormagen etwas zu leicht. Meine Zuchtgruppe erhielt 379,5 Punkte. Bei der Kreisschau in Krefeld hatten die Zwergkaninchen dann das Mindesgewicht erreicht.

Bei der Handaufzucht von Zwergkaninchen müssen regelmäßig die Bäuche massiert werden.

Die Gruppe wurde dort mit 383,0 Punkten bewertet. Ich hatte bei beiden Ausstellungen die gleichen Tiere ausgestellt. Vier Geschwister aus einem Wurf (2.2).
Nachdem Ende September die Zuchtpause begonnen hatte, wurden alle Tiere vorsorglich entwurmt und die Ställe auf den Winter vorbereitet. Jetzt Ende Dezember ist die Zuchtpause fast vorbei, an wärmeren Tagen räumen die Häsinnen schon mal ihre Box um, eine hat eine Höhle eingerichtet. Daran merke ich immer, wie gut es den Häsinnen geht... und was die so vorhaben. Ein wenig Geduld müssen sie noch haben.

Hier sehen sie ein sattes, schlafendes Kaninchenbaby

Ich möchte nicht, dass die jungen Zwergkaninchen erfrieren, und mein Badezimmer soll auch nicht zur Säuglingsstation werden weil es draußen plötzlich zu kalt ist.
Im nächsten Jahr werde ich diese "Geschichteseite" fortführen. Es hat mir Spaß gemacht.
Ich möchte mich für die regelmäßigen Besuche und netten Rückmeldungen bedanken und wünsche allen Züchtern ein GUT ZUCHT für 2006, und allen Kaninchenfreunden wünsche ich Ausdauer beim Saubermachen der Ställe und viel Glück.
Gott segne uns alle und jeden besonders.

Den Kaninchen tut eine Massage nach der Malzeit gut.

 

Frohe Weihnachten

 

Sabine Kühl

Junges Zwergkaninchen havanna im Außenstall
   

Zuchtjahr 2006

In diesem Januar habe ich vorgesorgt damit mir kein Wurf mehr erfriert. In vier Boxen habe ich Heizplatten installiert. Drei haben 18 Watt Heizleistung die vierte wird mit 30 Watt schon richtig schön warm. Auf den Platten habe ich Wurfkisten stehen. Ist auch toll wenn mal ein Tier krank ist, wärme tut immer gut. Ich bin sehr froh eine Möglichkeit gefunden zu haben Strom in meinen Stall zu legen. Das war das Hauptproblem, jetzt habe ich sogar Licht im Stall. Am 6. Februar hat Wanda (Fbzw. rot) den erster Wurf geboren. Zwei kleine rote Farbenzwerge. Hermine (Fbzw. Hav.) hat einen Tag später drei Junge bekommen, leider sind zwei direkt nach der Geburt gestorben. Aber dem dritten kleinen “Dickwanz” gehts prima, klar wenn seine erfahrene Mutter ein riesiges Nest baut und sich nur um ihn kümmert.

Minna und Mona sind zwei NHD - Schwestern (Bild rechts). Ich habe sie den Winter über zusammen gelassen und als sie gedeckt wurden wollte ich sie trennen. Aber beide haben nichts mehr gefressen. Natürlich habe ich sie wieder zusammen gesetzt. Mona hat
Ende Februar dann ihren ersten Wurf geboren. Drei Babys in einem schönen Nest. Zehn Tage später hat Minna in einer zweiten Wurfkiste drei Junge geboren, wovon eins leider gestorben ist. Beide Häsinnen kümmern sich um beide Würfe. Es ist fantastisch. Mit einer Heizplatte unter den beiden Wurfkisten war es für beide Würfe sehr schön warm und selbst die minus 9 Grad vom 13. März waren kein Problem.
Ich bin allerdings um 1 Uhr nachts auch zu den Ställen gegangen um zu schauen ob auch jeder seinen Hintern über einer Wärmquelle geparkt hat. Ich werde diese beiden unzertrennlichen Schwestern natürlich zusammen lassen.

sechs junge NHD Kaninchen - Babys

Sie bekommen noch einen Durchbruch zu einer dritten Box und haben dann richtig viel Wohnraum.
Jetzt im April habe ich die Heizungen demontiert weil es ja wärmer wird. Die ersten richtig warmen Tage, mit bis zu 20 Grad, haben mich dazu gebracht einen Ventilator im Stall zu montieren der in ca. 30 Min. die gesamte Raumluft austauscht. Wenn erst einmal Strom im Stall liegt wird es erst richtig gut. Nachts und Mittags wird jetzt regelmäßig die Luft ausgetauscht.
Nun zu den Jungtieren: Mona hat im zweiten Wurf sechs Jungtiere bekommen. Alle bunt gemisch und sehr lebendig. Tonks wird neuerdings liebevoll “die Milchkuh von den Dickmoppeln” genannt. Ihre Jungen im zweiten Wurf sind kugelrund und natürlich verschlafen bis zum geht nicht mehr. Jetzt ist die schönste Zeit im Zuchtjahr. Ich habe zwei Dauerfreigehege neu gebaut mit Boxen. Blue hat es sofort getestet: ganze 48 Stunden hat sie gebraucht um mir die Schwachstelle im System frei - zu - buddeln (ich hatte eigentlich überall Maschendraht in ca. 20 cm Tiefe verlegt). Jetzt muss ich nochmal nacharbeiten....

Mein Garten im Eingangsbereich

Juli: es ist heiß.. man komme ich ins schwitzen beim ausmisten. Nur die Tränken auffüllen und ich bin schon platt.
Leider habe ich dieses Jahr kein Glück mit meinen Farbenzwergen havanna. Bisher nur drei Würfe. Jeder Wurf hatte ein Jungtier, bei einem war ein Zweites dabei und dies lag morgens tot in der falschen Ecke. Also kann ich dieses Jahr keine Zuchtgruppe stellen.
Alice hat leider zwei Todwürfe gehabt und eine andere Häsin ist gestorben (bevor es so heiß wurde). Nun gehe ich auf die Suche nach einer guten Häsin, mal sehen was ich finde. Im August habe ich zwei Tiere von Sabine Leve bekommen. Wunderschöne NHD satin. Leider ist mir der kleine Bock nach drei Wochen gestorben. Ich konnte keinen Grund für den plötzlichen Tod erkennen. Er war so ein lieber Kerl.

Zwergkaninchen aus holländischer Linie gezogen

Die Häsin heißt Engel und ist ebenfalls ausgesprochen lieb.
Das Kaninchenhaus im Garten mit den sechs Boxen habe ich ausrangiert weil es jetzt zu alt war und ich lieber alle Ställe auf Kotschubladen umstellen möchte.
Pünktlich zum Jahreszeitenwechsel sind die neuen Ställe fertig geworden. Sie sind ein Traum.
Alle sechs Boxen haben Kotschub-landen. Eine Box hat die Größe 1,80 x 0,60 m (dies ist unser Penthouse mit insgesamt drei Räumen). Die übrigen vier Boxen haben jeweils eine Größe von 0,70 x 0,60 m. Drei Boxen haben in der Mitte eine 0,30 x 0,50 m große Nestkammer die dank einer 18 Watt Wärmeplatte sogar eine Fußbodenheizung besitz. Diese Kammern haben eine eigene Tür damit die Nestkontrolle ohne großen Aufwand erfolgen kann.

Das warme Oktoberwetter lässt bei meinen Häsinnen Frühlingsgefühle aufkommen.
In den letzten vier Jahren habe ich immer ab September eine Zuchtpause von fünf Monaten eingelegt. Meine Häsinnen haben diesen Zeitraum bisher vorgegeben. Sie wurden nicht hitzig, also auch nicht gedeckt.
In diesem Jahr sind sie, zu so später Jahreszeit, sehr umtriebig. Der vorerst letzte Wurf wurde am 13.10. geboren, das ist der bisher späteste Wurf bei mir. Somit wurde der bisherige”Rekord” 30.09. im Jahr 2005 eingestellt. Sollten Minna und Dottie in der letzten Woche tatsächlich hitzig gewesen sein wird das Datum noch in diesem Jahr überboten...ich werde es abwarten.
In der Zwischenzeit bereite ich alles entgültig auf den Winter vor.
Die Außenställe habe ich schon im September winterfest gemacht, d.h. abgeschrubbt und neuen Rasen fürs nächste Jahr gesäht. Sie bleiben im Winter leer. Die Rammler die dort im Sommer buddeln werden im Winter in 60 x 60 cm Boxen auf Stroh gehalten. Das Stroh-, Heu und Futterlager ist aufgefüllt. Alle Tränken und Näpfe von den 15 Boxen, die im Winter nicht besetzt sind, wurden gespült und verpackt fürs nächste Jahr. Ich werde mit 6 Häsinnen und 3 Rammlern aus diesem Jahr durch den Winter gehen.

Im Winter bekomme ich noch zwei NHD Satin 1.1 von befreundeten Züchtern. Vieleicht finde ich noch das ein oder andere Tier auf einer Ausstellung.
Eine Farbenzwerg havanna Häsin ist mir auch noch versprochen. Somit wird es auch im Herbst / Winter nicht langweilig. Ich achte darauf im Winter nicht mehr als 12-15 Boxen zu belegen, denn die Stallpflege im Winter ist doppelte Arbeit wegen des vielen Strohs und der einfrierenden Tränken. Insgesamt habe ich 26 Boxen, davon 17 in einem Schuppen mit durchsichtigem Dach und 9 Boxen draussen im Garten, davon haben 3 Boxen ein angeschlossenes Freigehege. Der neue Stall hat Anfang November ein zusätzliches Vordach aus einer wetterfesten Plane bekommen.

Wenn mir der Regen in den Nacken tropft bekomme ich jedemal eine Krise. Jetzt sind die Boxen auch bei Wind & Regen besser geschützt. Der Stall ist wirklich hervoragend. Ich werde im nächsten Jahr drei weitere Boxen mit Nistkästen anbauen.
Es war recht leicht meinen Mann von dieser Notwenigkeit zu überzeugen, ich musste ihn nur mit meinen “Kaninchen- blick” anschauen. Ja, ich gebe es zu, auch ich stehe in ständiger Diskussion mit meiner Familie wieviel Garten ich mit meinen Kaninchenboxen belegen darf. Mitte des Monats gehen die jährlichen Impfungen los. Normalerweise wollte ich schon im Oktober meine Tiere impfen lassen, aber der war ja so schnell um.
Jetzt im Dezember brauchen meine Kaninchen die Heizungen nicht mehr.

Wahrscheinlich aus diesem Grund wurde meine Unachtsamkeit bestraft und Minna und Mona haben sich ein Kabel angeln können und es glatt durchgebissen. Somit hat ihnen der außergewöhnlich warme Winter das Leben gerettet, denn es war kein Strom angeschlossen.

Ein lehrreiches Zuchtjahr geht zu Ende und mit den besten Wünschen für 2007 und einem Gut Zucht bedanke ich mich bei allen die meine Internetseite besucht haben.
Herzliche Grüße

Sabine Kühl

 

Zuchtjahr 2007

Der Januar ist bisher noch wärmer als der Dezember. Heute, beim Säubern der Ställe, haben die Vögel gesungen, die Geranien blühen und die jungen Rosentriebe haben Blattläuse. Die Erde riecht nach Frühling.
Bei mir im Garten waren es heute, am 7. Januar 2007, 11°C.
Der Besuch der Landesschau Rheinberg gehörte auch dieses Jahr zum Pflichtprogramm. Dort habe ich einen Züchter aus den Niederlanden kennen gelernt. Spontan bin ich der Einladung gefolgt und habe am nächsten Tag mit meiner Familie einen Ausflug in die Nähe von Eindhoven gemacht. Eine Zucht, die seit 40 Jahren auf Farbenzwerge weisgrannen spezialisiert ist, kann sich wirklich sehen lassen. Es war toll. Ich habe viel gelernt. Obwohl der niederländische und der deutsche Standard in manchen Dingen unterschiedlich sind, ergänzen sich Zuchttiere aus beiden Ländern hervorragend. Besonders gefiel mir die Farbe weisgrannen havanna (wgr.hav).

Diese Farbe ist bei uns recht selten. Eine Junghäsin und einen erfahrenen Bock durfte ich mitnehmen. Herzlichen Dank in die Niederlande!

Eine Woche später wurden die neuen Stallboxen geliefert. Ich habe mich kurzfristig entschlossen, den Holzstall mit drei Boxen zu erweitern, bevor mein Mann sich ernsthaft dagegen wehren könnte. Geplant war diese Erweiterung von Anfang an.
Bei den ersten Minusgraden in diesem Winter habe ich die wichtigste Bauetappe am späten Nachmittag des 23.1., total durchgefroren, überstanden. Meine Fingernägel haben es freilich nicht überstanden.
Nachdem die Stallelemente stehen, werden diese mit einer Plane abgedeckt und ich warte auf besseres Wetter.

Auf den Bildern ist die Kammer für die Nistboxen gut zu erkennen. Solz darauf, die zusätzlichen Bretter richtig berechnet und montiert zu haben, trete ich den Rückzug an. Ach ja, die Geranien sind erfroren, die Blattläuse an den Rosen nicht.
Eine liebe Züchterin, aus der Nähe von München, bietet mir Anfang Februar eine kleine nette Farbenzwerghäsin in havanna an. Ich habe Glück mit dem Transport und bekomme ein prächtiges Tier. Herzlichen Dank an Sabine B. aus W. Meine lustige Kollegin Ute mag es, wenn Tiere nach ihr benannt werden.
Da meine Kollegin Andrea eine Katze aus Spanien mit dem Namen Ute bekommen hat, ist es nur allzu logisch, meine Häsin aus Bayern auch Ute zu nennen. Ute wird sich freuen!

Farbenzwerg havana - Häsin Ute

Jetzt im März tollen die wenige Wochen alten Jungetiere durch die Ställe. Leider sind zwei Jungtiere von Dottie im Alter von drei Wochen gestorben. Der Satinwurf von Engel wächst kräftig, und auch die kleine Häsin aus den Niederlanden hat ihre ersten drei Babys hervoragend betreut. Es sind drei Mädels, die mir natürlich sehr gelegen kommen.
Bis Mitte April haben fünf meiner Häsinnen Junge bekommen.
Ich werde aus drei Würfen jeweils ein Jungtier behalten. Davon 1.1 NHD Satinträger in blau (von verschiedenen Verpaarungen) und ein weisgrannen havanna Mädel. Die kleine Häsin aus Bayern hat zum zweiten mal tote Jungtiere bekommen. Ich habe eine Familie gefunden, die sich sehr gefreut hat, ein so liebes Tier zu bekommen.

Bis zum Juni ging es gemächlich weiter. Eine erste Zuchtpause bei einigen Häsinnen wurde im April / Mai gemacht.
Im Juni haben Minna und Mona zusammen sieben Jungtiere geworfen, alle liegen in einem Nest. Das ist ein ganz niedlicher "Kaninchenberg".
Engel hat drei Satinbabys, die schrecklich niedlich sind.
Dieser Sommer bereitet einer Kaninchenzucht wenig Probleme, denn es gibt kaum zu heißeTage. Für Häsinnen mit Jungtieren ist dies ja ideal, für die Ferien von Menschenkindern weniger unterhaltsam...
Dottie hat Mitte Juli sieben Junge bekommen. Der bisher größte Wurf bei einer NHD Häsin in meiner Zucht. Leider ist ein Junges schon nach wenigen Stunden gestorben.

Die anderen sind jetzt schon recht mobil und der ganze Wurf ist sehr farbenfroh ausgefallen: sallanderfarben, japaner in hell und dunkel. Dottie ist eine sehr gute Mutter, geduldig und fürsorglich geht es den Kleinen hervorragend.

Seit drei Wochen schauen regelmäßig unsere drei neuen "Gartenbewohner" in die Stallboxen und lassen sich auch manchmal von meinem Zuchtrammler Caruso jagen. Es sind Agate, Trudie und Prillan, unsere Welsumer Zwerghühner. Manchmal brauche ich eine kleine Beschäftigung nebenbei.

Ende August hat mich wieder einmal der Akkuschrauber dazu gebracht, die Ställe weiter auszubauen. Drei vorhandene Boxen werden durch Nistkammern erweitert. Somit wurden diese Boxen von 60 x 60 cm auf 100 x 60 cm vergrößert.

In einem Wurf von Mona und Caruso ist eine Häsin gefallen, deren Farbe ich nicht bestimmen konnte. Mit Hilfe von Tanja Hach konnte ich dann 1 + 1 = 2 zusammenrechnen und dies ergab die Farbe blau marder. Sie ist recht selten und daher hatte ich nicht mit ihr gerechnet.

Mitte September hatte ich noch zwei Würfe bei den Weisgrannen havanna bevor die jährliche Zuchtpause anfing. Im September haben die Hühner angefangen Eier zu legen, nicht ins Nest, sondern irgendwo ins Blumenbeet. Mein tägliches Eiersuchen entspricht so gar nicht dieser Jahreszeit. Mein Akkuschrauber ist kaputt. Ich muss mir einen neuen zu Weihnachten wünschen.

Ende Oktober ist es nebelig und kalt. Die richtige Jahreszeit um eine Doppel - Runde Stroh auszugeben.
Alle Tiere wurden bis Ende Oktober geimpft. Dieses Jahr — wie üblich — gegen RHD und zum ersten Mal auch gegen Myxomatose.
Im Sommer sind einige Zuchten im Rheinland durch Myxomatose arg gebeutelt worden. Ich selbst hatte zum Glück keine Erkrankungen, und falls der Winter wieder so warm sein sollte, möchte ich meine Tiere vor der Übertragung dieser Krankheit durch Mücken schützen.

Ich behalte einige Jungtiere aus diesem Jahr:
0.2 Wgr. havanna und 1.4 NHD ST.
Von Marion Otto habe ich eine 0.1 NHD thüringer bekommen (Tochter von Tonks) und von Tanja Hach eine erfahrene Zuchthäsin in braun marderfarben.
Herzliche Dank Ihr Lieben.
Ich habe mir einen neuen Zuchtrammler dazu gekauft. Er ist braun marderfarben und ein schöner kleiner Kerl. Zwei weitere Hühner sind ebenfalls dazu gekommen. Sie sollen auf den Namen Coco (Zwerg-Welsumer) und Grete (Zwerg New Hampshire) hören.

Im Dezember habe ich noch einen Stall mit drei Boxen dazu bekommen. Die Boxen sind 70 x 60 cm groß und stehen jetzt in einer Ecke und warten auf den Frühling. Erst wenn der Garten trocken genug ist und sich mein Geschenkwunsch zu Weihnachten (einen neuen Akkuschrauber) erfüllt, kann ich wieder loslegen mit der Bauerei.

Die Hühner sollen dann auch ein eigenes Freigehege bekommen, der Rasen leidet doch sehr im Winter.
Bei den weisgrannen havanna Nachzuchten habe ich ein Tier mit einer weissen Pfote entdeckt. Ist mir bis jetzt absolut nicht aufgefallen. Leider habe ich jetzt ein Tier zu wenig für meine Zuchtplanung im nächsten Jahr.

Mitte Dezember haben mir die Heizplatten zwei Würfe gerettet. Es wurde sehr kalt. Heute, am 18.12., haben wir sogar Dauerfrost. Sogar die Heizplatte für die Hühnertränke wird bei den Kaninchen eingesetzt. Bei den Hühnern ist es warm genug. Wenn es so kalt bleibt, habe ich bald wieder jeden Tag die Tränken zum Auftauen in der Badewanne liegen.

Ein Zuchtjahr geht zu Ende und ich habe mal unsere Tiere gezählt:

20 Kaninchen (5.15)
5 Hühner (0.5)
2 Katzen (0.2)
Das Aquarium im Kinderzimmer lass ich jetzt mal weg, darum muss ich mich nicht kümmern, das machen die Jungs.

Einige Besucher dieser Seite wissen von der geistigen Behinderung meines jüngsten Sohnes. In unserem Bemühen, ihn ganzheitlich zu fördern, haben unsere Tiere mittlerweile ihren eigenen Platz.

Mit meiner Hilfe kümmert er sich um unsere Hühner. So werden natürlich seinen Lieblingshühnern (Agate und Coco, die sich gerne von ihm streicheln lassen) jedes gelegte Ei zugeordnet. Die anderen Hühner legen also niemals Eier.

Drei Häsinnen aus meiner Zucht steht schon fast das Prädikat "Therapiekaninchen" zu.
Somit herzlichen Dank an Minna, Mona und Dottie.
Auch andere behinderte Kinder erfreuen sich an eurem Charakter.
Und natürlich, Olivia (Britisch Kurzhaar) und Lilly Pola (Orientalisch Kurzhaar), unsere Katzen. Sie helfen ihm ebensfalls die Welt zu begreifen.

Ein Gutes Jahr 2008 wünsche ich allen Besuchern dieser Seite. Mögen Eure Wünsche wahr werden.

Eure Sabine Kühl

 

Zuchtjahr 2008

Am 12. Januar 2008 fing das Züchter-Jahr mit dem Besuch der Landesschau in Rheinberg an. Dort habe ich mich mit einem Zuchtkollegen aus den Niederlanden getroffen. Wie schon im Sommer besprochen, habe ich zwei sehr schöne Häsinnen von ihm bekommen. Ich nenne sie Luna und Kitty und freue mich sehr über die beiden. Es sind zwei sehr schöne Farbenzwerge weisgrannen havanna.

Im sehr kalten Februar habe ich am Laptop (vorm Kaminofen) gesessen und in Excel eine Datenbank angelegt. Ich bin teilweise ziemlich verzweifelt, weil ich so etwas vorher noch nie gemacht habe. Aber es funktioniert. Nun kann ich zu jedem Tier das bei mir gezogen wurde (oder wird) auf Knopfdruck einen Stammbaum abrufen.
Kleinere Excel-Probleme habe ich mit meiner unschlagbaren PC-Bauernschläue kompensiert und ein Fachmann lacht sich wahrscheinlich schlapp. Egal, es zählt der Ausdruck und der stimmt erstaunlicherweise.

Die ersten Würfe liegen im Februar in den Nestern und ich bin sehr stolz auf meinen Kaninchendamen. Sie machen es alle sehr gut. Auch Delilah hat ihren ersten Wurf großgezogen und macht es toll. Ich brauche nur regelmäßig die dicken Bäuche der Babys zu kontrollieren.
Im Frühling wurden so viele Kaninchen geboren, dass ich schon Mitte Mai vier Häsinnen für das Zuchtjahr 2009 ausgesucht habe. Die Nachzuchten sind einfach wunderschön. Delilah hat eine sehr schöne Satin-Häsin in blau von Otto II bekommen. Marion Otto hat mir Aragon, einen tollen NHD in sallander ausgeliehen. Gleichzeitig konnte ich eine meiner Häsinnen von ihrem Joda decken lassen. Vielen Dank.

Das Hagelunwetter Ende Mai hat zwar mein Auto demoliert, das Dach vom Stall hat zum Glück nichts abbekommen. Das Unwetter ist von Süd-Ost gekommen, und da steht nunmal unser Wohnhaus vor dem Stall. Ansonsten wäre das Dach ziemlich gelöchert gewesen, so wie die Rollladen unserer Nachbarn.
Meine Mitgliedschaft im Kaninchenzuchtverein Anfang Juni habe ich aufgegeben. Die Erwartungen des Vereins kann ich zeitlich nicht erfüllen und mein schlechtes Gewissen gegenüber dem Verein wurde immer größer.
Ich werde nur wenige Farbenzwerge behalten. An dem Farbschlag weisgrannen weiter zu arbeiten und im Verein aktiv zu sein muss leider etwas verschoben werden. Die vielen Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte mit meinen Söhnen lassen mir leider nicht die Zeit.

Ich werde auch einige NHD-Zuchttiere abgeben. Mit der Zucht ganz aufhören werde ich nicht, 50% der Ställe bleiben besetzt.
Im Juni habe ich Besuch aus den Niederlanden bekommen. Ein befreundeter Züchter hat sich einige von meinen Farbenzwergen für seine Zucht ausgesucht. Anstelle von Blumen hat er mir eine wunderschöne kleine NHD Häsin mitgebracht. Ich werde Sie Vita nennen, nach der englischen Schriftstellerin Vita Sackville-West. Zum Glück ist da noch ein Ställchen frei...

Marcy hat im Ende Juni wunderschöne Babys von Joda bekommen. Zwei Häsinnen werde ich behalten. Ich werde sie Jackie und Joon nennen.

Im September habe ich drei Häsinnen aus anderen Zuchten dazu genommen. Andie (blau-weiss VST Schecke) Sally (sallander VST) aus der Zucht von Marion Otto und Lizzie (separator) aus der Zucht von Damian Otte. Somit gehe ich mit 3.10 Nachzuchten aus diesem Jahr in den Winter. Es sind alles wunderschöne und sehr liebe Tiere. Dieses Jahr habe ich schon jetzt mein Zuchtziel erreicht: Ich wollte meine Linie ausdünnen und mehr auf die Körperform bei den Tieren achten.
Dieses Jahr wird mein ganzer Bestand schon Ende September geimft, da einige Häsinnen Zuchtpause haben und bei so vielen Jungtieren möchte ich auch nicht unnötig warten.

In den Herbstferien habe ich eine so große Nachfrage nach Ferienpflegeplätzen, dass einige Kaninchen ihren eigenen Stall mitbringen müssen.

Der Oktober steht im Zeichen der Wintervorbereitung. Die Ställe erhalten ein Grundreinigung, die Heizplatten werden überprüft und repariert, Stroh wird großzügig verteilt. Ein einzelnes Jungtier ist in der ersten Woche gestorben, den anderen Würfen geht es trotz der späten Jahreszeit sehr gut.

Jetzt im November ist es kalt und es schneit. Die Tiere bekommen zusätzlich Möhren und Äpfel. Der zweite Strohballen ist schon fast alle. Füttern und Versorgen der Tiere bei der Kälte ist genau so doof wie Ausmisten bei Affenhitze. Mir kann man es beim Thema Wetter und Temparaturen leider nur bedingt recht machen.
Ein Teil meiner Häsinnen ist von September bis Januar in der Zuchtpause. Die anderen Häsinnen bekommen von Dezember bis März keine Jungen. Mal sehen wie der Winter wird...

Mitte Dezember habe ich 1.2 NHD satin Jungtiere von Familie Gilges übernommen. Sie stammen aus einer Verpaarung von zwei Zuchttieren, die ich 2007 und 2008 abgegeben habe. Es sind niedliche Jungtiere und ich habe sie jetzt erstmal im Alter von sechs Wochen bekommen. Jetzt ist Geduld gefragt wie sie sich entwickeln.
Das Wetter ist etwas wärmer geworden, wie jedes Jahr vor Weihnachten. Jetzt ist es nicht mehr kalt beim Versorgen der Tiere sondern nass. Führterlich, wenn einem der Regen in den Nacken tropft. Falls ich dies an dieser Stelle schon einmal erwähnt haben sollte, sorry. Im nächsten Jahr wird es bestimmt besser — oder auch nicht.

 

Ich wünsche allen Freunden und Besuchern tolle Weihnachtsgeschenke, ruhige Weihnachtstage und ein gesundes Jahr 2009.

Eure Sabine Kühl

 

Zuchtjahr 2009

Das Jahr 2009 beginnt mit eisigem Frost. Meine neue Aufgabe, zweimal täglich: Tränken auftauen. Meine Familie freut sich zwischendurch wenn die Dusche mal frei ist. Am Außenstall waren es in der Nacht vom 6.1 auf den 7.1.2009 -13,5 Grad.

Am 6. Januar habe ich meinen Zuchtkollegen in der Nähe von Eindhoven besucht. Zurück gekommen bin ich mit wunderschönen Rammlern. Ich hatte geplant nach Utrecht zur Kleintierexpo zu fahren um gute NHD Rammler zu bekommen. Das kann ich mir jetzt zum Glück sparen.

Die Kaninchentränken tauen in der Dusche schnell auf

Am 11. Januar war wieder Landesschau in Rheinberg. Leider hatte ich nur kurz Zeit da ich an diesem Tag noch arbeiten musste. Also bin ich sehr früh gefahren, habe mir die Tiere angeschaut und Zubehör gekauft. Es lohnt sich wirtklich auf solch eine große Schau zu fahren. Allein die Farben der Kaninchen mal live zu sehen ist super.

Heute am 17.01.2009 lag sogar etwas Frühlingsluft in meinem Garten. Ich habe die Chance genutzt um die Ställe gründlich zu reinigen. Habe Jungtiere die langsam geschlechtsreif werden getrennt und nochmals sämtliche Tränken und Näpfe gespült. Da ich einen doppelten Besatz für Tränken und Futternäpfe habe war dies ziemlich viel Arbeit.

Eisblöcke aus den Kaninchentränken

Von Ende Januar bis zum 21. Februar war ich mit unserem jüngsten Sohn zur Kur in Monschau. In dieser Zeit hat sich mein Mann um die Kaninchen gekümmert. Er hat dies super gemacht. Ohne seine Hilfe hätte ich nicht fahren können. Jetzt bin ich erholt und ausgeruht und freue mich schon darauf in den nächsten Tagen neue Fotos von den Jungtieren zu machen.

Im März habe ich mich entschlossen die letzten Farbenzwerge abzugeben.
Nun habe ich meinen gesamten Bestand auf rein gezogene NHDs umgestellt. Der Niederländische NHD - Club (Nederlandse Hangoor Dwergen Club) hat mich als Mitglied aufgenommen.

Eine Häsin, (Joon, thüringerfarben) die im letzten Jahr geboren wurde, hat ihren ersten Wurf bekommen. Leider hat sie kein richtige Nest gebaut und ich musste den Wurf einer anderen Häsin unterschieben. Es ist immer wichtig unerfahrene und erfahrene Häsinen zeitgleich decken zu lassen. Somit hat man eine Amme wenn es nicht gut klappt.
Es ist sehr kalt im März und ich hoffe ich kann die Heizungen bald abbauen.

Im April ist dann kein Aprilwetter mehr sondern fast schon Sommer. Wann bitte war Frühling?
Da es im März so kalt war habe ich mit dem nächsten Würfen gewartet. Ich habe in dieser Zeit den Bestand impfen lassen und die Häsinen wurden erst wieder Ende März gedeckt.

Es sind zwei Häsinen dabei die zum ersten mal Junge erwarten.

Anfang Mai war es dann soweit, 24 Jungtiere wurden geboren. Ich bin mit der Arbeit gar nicht mehr nachgekommen. Ich habe einige der Nachzuchten behalten, dafür gehen drei NHD Damen in den Ruhestand.

Auch Zuchtkolleginnen haben Jungtiere übernommen bzw. mit mir getauscht. Ein solches wunderschönes "Tauschobjekt" ist Violet. Ein Häsin von der ich mir im nächsten Jahr viel verspreche.

Im Juni habe ich mich entschlossen weitere Zuchttiere abzugeben. Ich werde auf 4.8 reduzieren müssen. Wieviel Nachzuchten ich behalten werde muss ich noch schauen, bis jetzt sind es 1.4 Jungtiere. Für die zweite Jahreshälfte plane ich nur noch wenige Würfe, denn die bisherigen Nachzuchten sind sehr schön.

Am 25. Juli 09 wurde der 100.000 Besucher auf meiner Internetseite gezählt!
Wie ich aus verschiedenen Gesprächen erfahren habe sind einige davon sehr regelmäßige Besucher. Genau diese Besucher grüße ich jetzt hier.
Herzlichen Dank!

Ende Juli habe ich erfahren das Bert Gerrits aus Eindhoven am 13.7.09 verstorben ist. Ich habe ihn im Januar getroffen als ich mir den Zuchtrammler Tipps (NHD 1.0 madagascar /thüringer) aus seiner Zucht aussuchen durfte. Damals hatte ich die Gelegenheit eine über Jahre aufgebaute, hervoragende NHD - Zucht anzuschauen. Die Nachricht von seinem Tod hat mich bewegt.

 

Diese kleine NHD Häsin ist eine Tochter von Tipps.

Im August habe ich keine Verpaarungen vorgenommen. Wegen den anstehenden Impfungen habe ich eine Zuchtpause eingelegt. Laut Impftsoff - Beipackzettel macht es zwar nicht aus wenn eine Häsin trächtig ist oder gerade Junge säugt, aber ich halte nichts davon in diese Zeit hinein zu impfen. Da ja alles geplant werden kann verhindere ich dies immer. Die Belastungen für meine Tiere -falls doch mal eine Impfreaktion sein sollte- sind mir zu groß.

Umfangreiche Umbauarbeiten an meinen Ställen haben mich Anfang September zur Stichsäge greifen lassen. Da ich einige Tiere aus der Zucht abgegeben habe sind nun die Boxen frei geworden. Ich habe jeweils zwei Boxen miteinander verbunden und teilweise noch Kammern angebaut. Somit hat jedes Tier jetzt eine Mindesstallgröße von 100 x 60. Die Maximalgröße besträgt 170 x 60 cm. Dadurch habe ich jetzt "nur" noch 19 Boxen aber es ist eine ganz andere Qualität. Dies hat natürlich Auswirkungen auf die Möglichkeit Feriengäste aufzunehmen, denn die ist jetzt arg begrenzt. Ich habe dadurch auch meine Notfall- und Karantäneboxen von 6 auf 3 reduziert.

Von Zeit zu Zeit machen mir handwerklich Aktivitäten sehr viel Spaß und da ich, bei diesem schönen Spätsommerwetter, gar nicht aufhören kann zu werkeln wird der Stall im Garten angestrichen.

Auf meiner letzten Gartenreise in England (diesmal war es East Anglia) habe ich darauf geachtet wie schön mit lackierten Elementen im Garten gearbeitet werden kann. Als Mutter von drei Kindern kann ich natürlich so viel Fläche nicht auf einmal pinseln, also wird alles in meiner geduldigen "Stop and Go" - Manier etwas dauern. Nebenan zeigen Bilder den Fortschritt, jeweils nach fünf Tagen.

Im Oktober bin ich mit meiner Zuchfreundin Marion Otto in die Niederlande gefahren. Dort haben wir uns zwei Zuchten angeschaut.
Wir waren bei Piet van Beers. Er hat sich sehr viel Zeit genommen und uns seine Zucht ausführlich gezeigt. Es entstand eine offene und herzlich Diskussion über die NHD Zucht in den Niederlanden. Dies war natürlich interessant und sehr lehrreich. Es zeigte sich deutlich wo der Unterschied zwischen unseren NHD und denen der Niederländer liegt. Für mich habe ich folgende wichtigen Informationen gewonnen:

1.) In Deutschland sind NHD oft zu leicht im Gewicht und zu lang im Rücken. Ein kurzer, runder Rücken und dann ein Gewicht von 1.400 - 1.600g sind anzustreben.
2.) Der Brustbereich muss breiter werden. Ebenso muss die hintere Partie breiter ausfallen (wenn man von oben auf den Rücken schaut).

Der ganze Ausflug hat 12 Stunden gedauert und ist mit einem Kurs in Sachen NHD zu vergleichen.

Das Wetter im Dezember erinnert an den Anfang des Jahres: Kälte und Schnee. Zum Glück liegen keine Jungtiere in den Nestern denn die jahreszeitliche Zuchtpause hat schon Anfang September begonnen.

Alle Tränken sind eingefrohren. Dafür bekommen die Tiere reichlich Äpfel, Möhren und Rote Beete. Damit ist eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme gewährleistet. Die ersten Strohballen sind schon verbraucht. Bei minus -13 wird immer nur sauberes Stroh obenauf gelegt, wenn es taut wird dann der Stall komplett gemistet.

Die Stille die der Schneefall verursacht lässt mich nachdenklich auf das Jahr zurück blicken. Es hat sich einiges geändert, die Ställe sind wesentlich größer geworden. Die Nachzuchten aus diesem Jahr sind vielversprechend.

Das Jahr 2010 wird bestimmt interessant und ich freue mich darauf.

Doch vorher feiern wir das Weihnachtsfest und ich Grüße alle Besucher.

"Ehre sei Gott in der Höhe und
Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens."

Eure Sabine Kühl

 

 

 

 

 

Zuchtjahr 2010

Es ist so kalt, das fast alle Heizungen in den Nistkästen in Betrieb sind. Der Winter hält an und das Ausmisten der Ställe ist Knochenarbeit, denn das schmutzige Einstreu ist festgefroren.
Zum ersten Mal wurden bei mir Kaninchenbabys am 1. Januar geboren. Dottie hat einen Wurf mit vier Jungtieren bekommen.

Die Tiere bekommen im Winter besonders viel Möhren, Rote Beete und Äpfel. Die Tränken sind bei Dauerfrost keine Hilfe. Auf dem ersten Foto ist Bold, ein niedlicher Rammler in separator - weiss Mantelschecke. Hier kann man sehr gut die Färbung durch die Möhren erkennen. Rote Beete sieht auch toll aus, gab es aber nicht als das Foto gemacht wurde.

Dieses Jahr werde ich leider die Landsschau in Rheinberg nicht besuchen können. Es ist soviel Schnee gefallen das ich die weite Strecke nicht fahren möchte.

Am 6. Februar habe ich mir bei Peet van Geers in der Nähe von Tilburg einen sehr schönen isabellfarbenen Rammler abgeholt. Ich werde weiterhin die "alten" Farben züchten. Sie gefallen mir so gut.
O.k. der Winter ist kalt und lang, das wissen wir ja jetzt.
Dann kommt so ein blöder Sturm und zieht die Dachpappe vom Kaninchenstall ab. Die Hühner waren zum Glück im Hühnerstall eingesperrt.
Hätten die das mitbekommen, sie hätten bestimmt die Eierlegerei eingestellt.
Das Dach wurde vom Fachmann repariert. Bei dem (jetzt mal wieder saukaltem) Wetter hatte ich keine Lust diese Billig-Dachpappe aus dem Baumarkt zu verarbeiten. Sieht schön aus, wenn man drauf achtet.

Die Häsinen sind alle Frühlingswild und ich bin froh, dass ich vor einigen Jahren Heizungen eingebaut habe. Zwei Böckchen sind schon im Fellwechsel und ich hoffe dies bedeutet: Frühling! Ich schau jeden Tag bei www.dwd.de nach, aber dadurch wird es auch nicht wärmer. Die sagen auch nix genaues dazu.

Na nun ist es im April doch noch wärmer geworden und meine Häsinen haben viele Junge bekommen. Maggie hat sogar acht Babys im Nest liegen. Ein Jungtier habe ich einer anderen Häsin untergeschoben und ich hoffe die sieben verbliebenen Tierchen bekommen genug Milch.
Am 15. Lebenstag des großen 8er Wurfes habe ich mich entschlossen bei einem der Babys (isabell weiss) zuzufüttern. Es ist kleiner und magerer als die anderen und auch nicht so aktiv.
Ich fütter mit Katzenmilch 2 x 1 ml pro Tag zu. Es nimmt die Milch gierig an. Leider ist es jedoch am nächsten Tag gestorben.

Die anderen Jungtiere entwickeln sich sehr schön.

Erstmals haben wir auch junge Kücken. Eine Hennen fing an zu brüten und am 17./18. April schlüpften 2 Kücken. Zwei Eier liegen noch im Nest, mal schauen ob es noch mehr werden. Da ich selbst keinen Hahn halten kann, habe ich mir Eier von einer Freundin geholt und sie der Henne untergeschoben. Das wird lustig, meine Zwerg - Australorpshenne zieht jetzt riesige Hühner groß (Rasse kenne ich nicht, muss ich nochmal nachfragen, wahrscheinlich Hybrid-Geflügel).

Am 2. Mai habe ich Dottie abgegeben, sie ist nun im Ruhestand. Sie hat ein wunderbares Zuhause gefunden und wird mit einem kastriertem Böckchen und ganz viel Platz leben.

Die Nachzuchten dieses Jahr sind besonders schön, ich kann mich gar nicht entscheiden wieviele ich behalten soll. Zur Zeit sind es erstmal 11 Jungtiere die bleiben werden. Der kalte Mai sorgt allerdings dafür das die Ohren nicht so schön fallen. Dabei gibt es doch schon genug Tiere mit "Winterohren".

Um im Juli meine Tiere vor der Hizte zu schützen gab es jeden Tag zwischen 11 und 17 Uhr Auslauf satt. Unter einer großen Hortensie lässt es sich gut entspannnen.

Ende Juli haben wir ein wenig die Ställe umgebaut. Nun sind drei Boxen durch zusätzliche Nisträume noch größer geworden.

Wie viele andere Züchter auch, hatte auch ich Besuch vom Kreisveterinäramt. Es wurde nichts beanstandet. Einige Dinge, wie z.B. die Sitzbretter in jeder Box, die Nistkästen zwischen den Boxen, usw., haben der Amtstierärztin gefallen.

Bis September habe ich meinen Bestand für das nächste Zuchtjahr auf 4.9 Tiere reduziert.
Die Futterkosten sind dieses Jahr enorm. Noch gibt es keine Futtermöhren bei meinem Händler und ich kaufe täglich bei unserem Supermarkt für die Kaninchen Frischfutter ein.

 

Im November habe ich die letzten Jungtiere abgegeben und natürlich auch welche für mich behalten. Einen jungen Bock in havanna weiss Mantelschecke habe ich von Tanja Hach bekommen. Vielen Dank.

Ich habe auch eine Nachricht von Dottie, meiner Lieblingshäsin die ich dieses Jahr aus der Zucht genommen habe, bekommen. Unter


http://www.youtube.com/watch?v=LTqQzgukpKM

kann man sehen was eine NHD Häsin so drauf hat. Das andere Kaninchen im Film ist Moppel, ein Löwenköpfchen, der sie zuhause aufgenommen hat.

 



 

Der Schnee und die Kälte fangen dieses Jahr schon sehr früh an zu nerven, obwohl..... es ja nichts lustigeres gibt, als Hühner die im Schnee unterwegs sind. Wenn die Küken hinter der Mutter versinken und immer wieder hopsen müssen um weiter zu kommen sieht das arg komisch aus. Manchmal hält der Schnee, manchmal bricht er halt ein. Aber im Stall, der sauber und trocken ist, wollen sie ja nicht bleiben.

Ich habe einfach allen Kaninchen die einzeln sitzen eine Heizplatte angemacht, die anderen müssen kuscheln damit es warm wird.

Ich wünsche allen Besuchern meiner Internetseite ruhige Festtage, einen guten Übergang ins neue Jahr und Viel Glück

herzliche Grüße

Eure

Sabine Kühl

Zuchtjahr 2011

Der erste Wurf in diesem Jahr wurde am 19. Februar geboren. Es ist eine reine Hollandimportverpaarung in isabell/isabell mantelschecke. Ich erhoffe mir aus dieser Verpaarung sehr typvolle Tiere, denn beide Eltern haben ihre guten Eigenschaften sehr gut weiter vererbt.

Zwei Tage vor dem offiziellen Frühlingsanfang wurde dieses Fotos in meinem Blumenbeet aufgenommen. Die Sonne wärmt die Erde und alle Stauden treiben aus, sofern kein Kaninchen rumbuddelt...

Im April haben einige Häsinnen Junge in den Netsern, es ist sogar ein Wurf mit sechs Jungtiere dabei! Solch einen großen Wurf habe ich nur selten. Zum Glück habe ich genug freie Boxen. Da alle Boxen aus einer Reihe miteinander verbunden werden können, wird es nicht zu eng. Wenn die Jungen das Nest verlassen und schon mutig umher springen, öffne ich einfach eine weitere Box und verdoppel auf die Weise das Platzangebot.

Durch die verschiedenen Sitzbretter in den Boxen lernen die Jungtiere auch zu springen. Das Rauf- und Runterspringen ist wichtig für die Entwicklung der Muskulatur.
Es macht soviel Spaß die Jungtiere zu betreuen. Wenn ich die Box öffne kommen einige Jungen angerannt und wollen gestreichelt werden. Dies sind die schönsten Momente in einem Züchterleben.
Wie die Natur spielt, wird diesmal an der Verteilung der Geschlechter deutlich: alles Mädels! Himmel, die Männer gehen dabei total unter!

Auf dem Bild rechts ist deutlich der Fellglanz eines Jungtieres mit Satinfell zu erkennen. Dieses Fell ist in meiner Zucht sehr selten.
Meine reinen Hollandimporttiere (HI) tragen dieses Gen nicht. Ich gönne mir den Luxus einige Trägertiere zu halten und freue mich immer wieder wenn ein "Satin - Tierchen" dabei ist.
Es sieht schon edel aus.
Manchmal ist die eigentliche Farbe schwer zu erkennen, den der Satinglanz verändert sie Ursprungsfarbe und macht sie etwas dunkler.
Ich dachte zuerst dieses Tierchen wäre separatorfarben, die Eltern könnten separator tragen (es steht noch nicht fest, die Großeltern tragen separator). Es fehlen jedoch die Feueraugen und der Bauch ist sehr hell. Die Fellfarbe ist also gelb.

Auf diesem Fotos rechts sind zwei Nachzuchten von Hollandimporttieren zu sehen. Sehr typvolle Tiere (auf diesem Bild sind die Tiere fünf Wochen alt). Die Ohren sind perfekt und die Köpfe sind rund. Die Tiere haben einen kurzen Rücken.
Mein Zuchtziel besteht darin, diesen Typ in satin bzw. in seltenen Farben zu ziehen. Vor allem die Farbe separator sallander ist mein Ziel. Dafür werde ich noch etwas länger brauchen.
Dies ist auch der Grund warum ich Tiere, die mich meinem Zuchtziel näher bringen, nicht bzw. nur sehr selten an fremde Zuchten abgebe. Es sind auf das Jahr gesehen einfach zuwenig Tiere, da meine Zucht sehr klein ist.
Ich arbeite nur mit wenigen Züchtern zusammen. Diese Züchter garantieren ein hohes Maß an Qualität und Verantwortung. Die Links zu diesen Zuchten finden Sie hier auf meiner Internetseite und der Rubrik "Links".
Ich freue mich sehr, so gute Zuchfreunde zu haben.

Wurf von Dido: Nachzuchten von original NHD hollandimporten. Es sind sehr typvolle Tiere. Auf dem Foto sind sie sechs Wochen alt.

Auf dem Bild rechts ist ein schöne Beispiel wie sehr sich die Farbe durch das Satinfell verändert.

Beide Tiere sind orange weisse Mantelschecken, einmal satin (das untere Tier) und einmal das normale Fell (das obere Tier). Das Satinfell lässt die Farben dunkler erscheinen und dass Fell glänzt wunderschön.

Ende September habe ich die Ställe Winterfest gemacht. Die Boxen wurden grundgereinigt (das kärchern übernimmt immer mein Mann) und es wurde ein zusätzlicher Ballen Stroh verteilt. Die Tiere sitzen im Winter in einer anderen Aufteilung bzw. in Gruppen zusammen. Wenn Die Zucht in 2012 wieder beginnt, werden die Tiere wieder auf die Sommerboxen verteilt.

Anfang November war der Tierarzt zum Impfen bei uns. Einige meiner Zuchttiere sind in Rente gegangen und ich freue mich immer wieder gute Hände zu finden die sich freuen.

Im Dezember habe ich meine Internetseite der Tiervermittlung zu Verfügung gestellt. Da ich selbst keine Tiere zur Weihnachtszeit abgebe ist dies vieleicht eine gute Alternative.

Wir haben zum Ende des Jahres

1.1 Katzen
0.7 Hühner
3.9 Kaninchen

Ich wünschen allen Besuchern meiner Internetseite ein gutes Jahr 2012.

Viele Grüße Eure

Sabine Kühl

 

 

Zuchtjahr 2012

An den ersten richtig kalten Tagen im Jahr 2012 wird der erste Wurf geboren.
Dank einer 30 Watt Fußbodenheizung in der Wurfbox geht es den Kaninchenbabys bei minus 9 Grad Celsius prima.

Meine Nistkästen können von vorne geöffnet werden. Der Eingang liegt weiter im hinteren Bereich.
Auf diese Weise ist eine tägliche Nestkontrolle möglich, ohne das Nest auseinander nehmen zu müssen und dadurch die Mutter zu irritieren.
Ich hoffe es läuft weiter so gut.

 

Allerdings kann ich bei diesem Dauerfrost die Ställe nicht ausmisten, da die Kotecken steinhart sind. Das störrt mich sehr. Bei den Tränken habe ich einen doppelten Satz, diese können täglich aufgetaut werden. Aber die Kotwannen kann ich nicht auftauen. Bei dem Versuch eine Wanne mit "Kawumm" zu reinigen ist eine Ecke herausgebrochen.
Das lass ich jetzt bleiben. Das ist zu teuer.

Viele Kaninchenhalter rufen jetzt an und fragen nach Schutzmaßnahmen für Ihre Tiere im Gartenstall. Grundsätzlich sollte der Stall sauer und trocken sein.

 

Im zweiten Wurf des Jahres waren die Jungtiere richtige Farbüberraschungen. Jetzt beginnt die schönste Zeit im Zuchtjahr. In meinem Schuppen haben Rotkelchen erfolgreich gebrütet und kaum sind die Jungen aus dem "Haus" fangen die Eltern mit der zweiten Brut an. Mein Schuppen hat also das Prädikat "Rotkelchengeeignet" bekommen.

Meine wilde Susanne Paisley hat auch angefangen zu brüten. Drei kleine Welsumerkücken sind Anfang Mai geschlüpft.

Mein NHD satin Rammler Eugen ist ein Spätzünder. Erst mit zehn Monaten hat er zum ersten Mal gedeckt. Durch die Zeitverzögerung hatte ich einen Engpass in meiner Zucht. Der aber Dank meiner supernetten Zuchkolleginnen, Marion vom Ellerschloß und Silke von den Sunny Bunnys, überhaupt nicht schlimm war. Marion hat mir Peet (marburger feh) geliehen und Silke hat mit Cody (separator weiss mantelschecke) ausgeholfen. Vielen Dank!

 

Anfang Juni hat Valesca von Cody Babys bekommen und ich habe in der Folgezeit eine wochenlange Farblehre gemacht. Ein wunderschöner kleiner Rammler in separator weiss Mantelschecke satin lag mit im Nest. Als das Fell besser zu erkennen war, ging der separatorfarbton doch eher in Richtung orange. Als die Augen geöffnet wurden, fehlte das für separator und orange (viele kennen es auch vom havanna und feh) typische Feuer in den Augen. Also doch ein rotes Tier?
Mit 12 Wochen habe ich das Böckchen dann mit zu einer Zuchtkollegin genommen um mit Ihr die Farbe zu diskutieren. Ich liebe solche Nachmittage. Außenstehende die uns vieleicht hören, denken bestimmt, wir haben nicht mehr alle Tassen im Regal!
Das Resultat: er ist thüringerfarben, hell und eindeutig.
Das ist das perfekte Beispiel für die Farbverfälschung vom Satinfell und die eigene Betriebsblindheit wenn es um die Beurteilung von Nachzuchten geht.
Das Bild rechts habe ich extra in der Sonne gemacht, damit die dunkel Färbung um die Nase herum besser auffällt.

 

Ende August habe ich mich wieder mehr um die Kennzeichnungsliste auf meiner Seite gekümmert und konnte drei neue Züchter eintragen.
Ich trage dort jeden Züchter ein, egal welche Kaninchenrasse gezüchtet wird. Natürlich immer nur nach Rücksprache.
Nicht mehr bestehende Zuchten bleiben auf der Liste, da es eventuell noch Tiere mit dieser Kennung gibt.

Ich musste jetzt auch Informationen für Reservierungen auf meiner Internetseite hinterlegen. Leider gibt es sehr unterschiedliche Auffassungen von Zuverlässigkeit.

 

Am 22. September war ich mit meiner Freundin Antje auf einer Hausmesse für Zuchtbedarf. Antje beginnt mit der Kaninchenzucht und brauchte Zuchtställe. So ein Autoanhänger ist echt toll, da passte zufällig noch ein 3er Stall - Schrank für mich mit hinein. Der Grundstall ist 60 x 60 cm und wird von mir auf 90 x 60 cm erweitert. Ich baue immer gerne Schlafkammern an die Boxen. Diese Kammern bekommen eine separate Tür und sind nicht ganz so hoch wie die großen Boxen. Auf dem Bild sind noch nicht alle Abteilungen eingebaut. Der Akkuschrauber war dann irgendwann leer, es fing an zu regnen und meine Kinder wollten Abendbrot haben.

Zwischen den Böden entstehen Fächer, dort können saubere Näpfe, Trinkflaschen und sonstige Zubehör gelagert werden. Im Winter packe ich manchmal nur Stroh hinein damit es als Isolierung dient. Diese drei zusätzlichen Boxen sind für meine Rammler, denn ich habe die Anzahl der Rammler deutlich erhöht.

Zur Zeit habe ich acht Rammler und zehn Häsinen.

Ach ja, ein neuer Wiesenkäfig in der Größe 1.40 x 1 m passte auch noch in den Anhänger. Normalerweise ist mein ganzer Garten ein einziger Auslauf, aber für Jungtiere mit Mami ist so ein Käfig schon etwas feines.

Am 25.10.2012 war der zweite Tierarztbesuch in diesem Jahr fällig. Allen Tieren wurden die Backenzähne kontrolliert und sie wurden gegen RHD und Myxomatose geimfpt. Ich freue mich sehr, einen Tierarzt zu haben der Hausbesuche macht.

 

 

 

Anfang November habe ich auch wieder die Ställe auf den Winter vorbereitet. Die Nistkisten wurden grundgereinigt und mit viel Stoh wieder aufgefüllt. Die Ställe wurden von außen abgewaschen, das Heulager wurde ausgefegt und aufgefüllt.

Ende Oktober fand der zweite Tierarztbesuch in diesem Jahr statt. Ich bin sehr froh einen sehr engagierten Tierarzt gefunden zu haben, den der Arzt kommt zu meinen Tieren raus.
Neben den regulären Imfpungen gegen RHD und Myxo wurden bei jedem Tier die Backenzähne kontrolliert.
Es muss ausdrücklich darauf hingewiesen werden: Es war scheinekalt.
Meine Erleichterung am Abend, es gut erledigt zu haben, wäre sonst nur halb nachvollziehbar.

Mitte November hatte ich Besuch von Frau Sarah Stief von der Neuss Grevenbroicher Zeitung.

Im Rahmen des NGZ Adventskalenders "Bürger öffnen ihre Türen" wurde auch meine Zucht besucht.

Ein Bericht über meine Zucht erschien dann am Samstag, den 15. Dezember 2012.
Es ist ein sehr schöner Artikel.
Vielen Dank an Frau Stief und an die NGZ!

Pressespiegel: siehe Bild rechts!

Im Dezember wurde es dann kalt.
Ich dachte es wird kein harter Winter. Andererseits, ein Tag Schnee macht natürlich noch keinen Winter und acht Tage vor Weihnachten ist es richtig warm, die Sonne scheint und die Jungtiere treten zum Fototermin an...

Das Jahr 2012 war ein sehr schönes Jahr.
Es entsprach unserem Weihnachstfest:
Wir sind Alle satt geworden!

In der Hoffnung auf ein glückliches Jahr 2013 schließe ich diesen Bericht um im nächsten Jahr einfach weiter zu machen.

Alle guten Wünsche für die Besucher meiner Seite,
herzlichen Dank für die vielen Rückmeldungen,

Ihre Sabine Kühl
Kaarst, den 26.12.2012

 

   

Zuchtjahr 2013

Der erste Wurf im Jahr wurde am 06 Januar geboren.
Phoebie hat drei Junge bekommen. Leider lag heute eins tod in der Ecke.
Da es ihr erster Wurf ist, gehe ich ständig und schaue ob alles in Ordnung ist.

Sie hat ein ganz dickes Nest gebaut, das ist schonmal gut.
Sie zickt aber ziemlich rum, das ist nicht gut.

Das muss sich ändern, denn eine Häsin soll zutraulich sein.
Im ersten Lebensjahr einer Häsin akzeptiere ich noch ein gewisses Maß an Unruhe. Zum Glück werden die Damen im Alter meistens ruhiger.

Es hat sich gelohnt die 59. Landsschau in Rheinberg zu besuchen. Diesmal war meine Zuchtfreundin Antje mit dabei.
Fast hätten wir unsere Zuchten auf Helle Großsilber umgestellt.
Wenn diese Tiere einen anschauen, fängt man an, von den eigenen Sorgen zu erzählen.
Haben wir natürlich auch gemacht. Leider haben sie nur zurück geschaut und nicht wirklich geantwortet.
Aber sie haben uns verstanden, ganz bestimmt.

Vollgepackt mit einem neuen Satz Tränken, neuen Näpfen, aktuellen Katalogen und allerhand Kräuter- und Zusatzfutter sind wir nach knapp drei Stunden zurück gefahren.

 

Ich möchte hier einmal von meinen Erfahrungen mit dem Thema Heu berichten. Ohne Heu kann man keine Kaninchen halten oder züchten. Das Heu aus der Tierhandlung ist toll aber leider zu teuer. Ich brauche für ca. 20 Tiere einen Ballen Heu für zehn Tage.

In Kaarst ist es richtig schwer gutes Heu zu bekommen. Ein Ballen kostet zwischen 4-5 Euro.
Es gibt bei uns auch Bauern die verlangen 10 Euro.
Für Kaninchen muss das Heu trocken sein. Feuchtigkeit von der Ernte darf nicht mehr vorhanden sein. Gutes Heu erkennt man zuerst am Geruch. Aber auch Heu, das zuerst gut riecht, kann böse sein. Ich rede jetzt nicht von toten Ratten die in einem Ballen verschimmeln, sonder nur von Erde, Staub und Diesteln. Die nerven ebenfalls schrecklich. Dann gibt es noch die Ballen, die in der Scheune als Katzenkloh herhalten mussten. O.k. das riecht man, aber manche Bauern sind so dreist und verkaufen die zuerst. Immer wenn mir ein Ballen direkt ins Auto gelanden werden soll -wie nett-, ist manchmal im warsten Sinne des Wortes etwas faul. Manche Landwirte besprühen das Heu aus Brandschutzgründen mit einer Salzlake, dadurch ziehen die Ballen Feuchtigkeit und das Heu kann sich nicht so schnell entzünden. Für Kaninchen ist es dann nicht mehr zu verwenden.

Gestern auf meiner Einkaufstour hatte ich richtig Glück. Mein Heulager fasst zwei Ballen und ich freue mich, im Februar meine Tiere mit hervoragendem Heu zu beglücken.
Im letzten Jahr habe ich in zweimal einen Golfball gefunden, die sind zum Glück geschmacksneutral für den Ballen.

 

Der Frühling ist Mitte April dann doch noch gekommen. Ich hoffe er hällt sich etwas länger und der Sommer wartet, wie es die Höflichkeit jetzt verlangt.
Die Heizungen in den Nistkisten habe ich ausgeschaltet und es sind schon drei Würfe im neuen Zuchtjahr gefallen. Dieses Jahr möchte ich mich hauptsächlich um die klassischen Farben bei den Tieren kümmern. Blau ist eine echt schöne Farbe.

 

In einem Wurf von Mattie habe ich dann glatt ein chinchillafarbenes Jungtier gefunden. Da ich hauptsächlich mit den Linien aus gut durchgezüchteten Farben wie blau, isabell und thüringer arbeite, ist es natürlich toll, nach einigen Jahren dabei seltenere Farben zu erhalten. Mattie vererbt ihre Farbe nur selten weiter, eigentlich hat sie es noch nie getan! Da musste ich echt Geduld haben und bin belohnt worden. Wenn jetzt der Typ noch stimmt und alles gut geht, freue ich mich riesig. Ende April hat sich herausgestellt, dass die Schwester chinchilla satin ist. Das ist mal wieder ein gutes Beispiel, wie das Satinfell die Farbe verdunkelt.

 

Am 23. Mai wurden alle Tiere tierärztlich untersucht und gegen RHD und Myxomatose geimpft. Wegen Verdachstfällen im Rheinkreis Neuss habe ich -entgegen meiner Gewohnheit- diesmal alle Tiere ab der 6. Lw. impfen lassen. Sie haben es gut vertragen.

Ich freu mich immer wenn Dr. Wilmering vorbei kommt und ich ihm meine Tiere zeigen kann.

Nach einem spontanen Züchtertreffen mit Gurdrun und Marion habe ich wieder einiges von den Genetikfachfrauen gelernt. Ermutigt von Gudrun werde ich dieser "Erbformel-erstellen-Sache" noch mal Aufmerksamkeit zuwenden und nach und nach die sicheren Erbformelanteile meiner Zuchttiere auf dieser Seite eintragen. Ich fange zuerst mit dem Zwergengen an. Bei Zuchttieren die diese Gen sicher tragen, wurde die Formel (Dw/dw) hinter der Farbnennung zugefügt.

Ende Mai habe ich mir einem weiteren Stall gebaut. Es ist ein Doppelstall und er ist nicht ganz so hoch. Da er ein Aluminiumdach hat, habe ich nun einen wunderbaren, schneckensicheren Anzuchtplatz für meine Aussaaten im Frühjahr. Einen alten Trixiestall werde ich nach dem Sommer entsorgen und somit habe ich dann alle Boxen auf Zuchtställe umgestellt. Sie sind am einfachsten zu reinigen.

Im Sommer habe ich einige schöne Würfe mit reizenden Häsinnen bekommen. Ich behalte immer lieber das ein oder andere Tier zuviel, dann hab ich später die Wahl welches in meinen Zuchtstamm aufgenommen wird.
In diesem Jahr habe ich auch einige Zuchthäsinnen in Rente geschickt. Kein Zuchttier bleibt länger als 3,5 Jahre in der Zucht. Meine Tiere sollen auch noch ein langes Streichelleben haben und wenn ich Nachfrgaen nach ausgewachsenen Tieren habe, gebe ich nach und nach die älteren Häsinnen in Streichelhände. Meistens wartet im neuen Zuhause ein Tier dessen Partnerin gestorben ist.

Im Juli hat mich meine Zuchtfreundin Melanie aus Baden Würtenberg mit ihrer Familie besucht. Es war ein schöner Tag und nach so häufigen Telefongesprächen ist es super, sich auch persönlich kennen zu lernen.

Ebenso habe ich mich über den Besuch von Frauke aus Niedersachen gefreud. Wir hatten sogar einige Abende zur Verfügung an denen wir, bis spät abends, über Kaninchen fachsimpeln konnten.

Im August hatten meine Tiere keine Würfe. In dieser Hitze ist es eine zu große Belastung für die Tiere.

Vor der Winterzuchtpause von November bis Januar haben im September / Oktober fast alle Häsinnen nochmal Baby bekommen. Die Ställe sind voll und ich werde mir auch aus diesen Würfen großzügig Jungtiere behalten. Ich hab doch recht viele Zuchttiere in Rente geschickt und muss schauen, dass ich fürs nächste Jahr etwas behalte.

Anfang November habe ich ausreichend Stroh verteilt und schleppe ständig Möhren in 20 kg Säcken an. Ist schon nett, wenn alle Tiere die Möhren knurpsen, ein richtiges Konzert.

Am 25. November ist der nächste Tierarztbesuch geplant. Die Tiere müssen geimpft werden und bei allen Tieren werden die Zähne kontrolliert. Ich wollte auch noch Frauke besuchen, mal sehen wann ich das alles schaffe.

Der Tierarztbesuch ist super gelaufen. Alle Nachzuchten wurde gegen RHD und Myxo geimpft. Die Anderen haben eine Myxo - Auffrischung erhalten. Ich bin sehr froh, dass alle Tiere die Backenzahnbeurteilung bestanden haben.
Es zahlt sich wirklich aus, konsequent auf die Backenzähne zu achten. Ich kann nur jedem Züchter dazu raten.
Noch eine Ladung extra Stroh für die Schlafkästen und alles ist fitt für den Winter.

NHD havanna jungtier

Im Dezember habe ich Frauke in Göttingen besucht. Leider nicht nur wegen unserem gemeinsamen Hobby. Einer meiner Söhne war dort im Krankenhaus. Dank ihrer Gastfreundschaft musste in nicht ins Kloster!

Das Jahr 2013 war ein gutes Zuchtjahr.

Ganz besonders bedanke ich mich für die Freundschaft bei meinen Zuchtkolleginnen:

Antje L. aus Kaarst
Frauke F. aus Göttingen
Marion O. Niederkrüchten
Marion O. Abtsgemünd und
Tanja H. aus Potzbach

Mit Euch macht dieses Hobby noch viel mehr Spaß! Danke.

Alles Gute für 2014 und flauschige Weihnachten wünsche ich auch den Besuchern meiner Internetseite und auch hier einen herzlichen Dank für das Interesse an meiner Zucht.

Eure Sabine Kühl
24.12.2013

P.S.: Das Bild von unserem Kater Flomo im Weihnachstbaum hat Stan gemacht!

 

Zuchtjahr 2014

Morgen, am 11.01.2014 fahre ich zur Kaninchenschau nach Rheinberg.

Es geht schon um 6.30 Uhr morgens los, denn um 9.30 Uhr muss ich auf einer Fortbildung zum Thema Tierzucht in Neuss sein.

Die Fortbildung der ViVe Stadtgruppe Neuss (vive-neuss.de) war außerodentlich interessant. Auch wenn hauptsächlich Reptilienzüchter anwesend waren, so habe ich viel gelernt. Es gibt eben Sachverhalte über die jeder Hobbyzüchter bescheid wissen sollte.
Unter anderem hat eine Tierärztin vom Veterinäramt einen sehr interessanten Vortrag gehalten.

Ende Januar ist die Winterzuchtpause fast beendet.
Es ist wirklich ein Glück, dass das Wetter an einem Samstag so schön ist, deswegen habe ich das "große Programm" durchgezogen:

Ställe ausmisten,
Spinnweben entfernen (ja das sieht man morgen schon nicht mehr, ich weiss es),
Nistkammern auswaschen,
Tränken und Näpfe durch die Spülmaschine jagen,
Tränken reparierten,
Stroh in die getrockneten Nistkästen füllen,
den zweiten Tränkensatz trocknen und sauber wegpacken,
Heulager ausfegen und die
Tränkenwasserkanne schrubben.

Da ich einen doppelten Satz Tränken habe, reicht es aus, wenn ich einmal im Monat die Tränken in der Spülmaschine säubere. Zwischendruch wird bei Bedarf mit der Hand gespült.

Das Geheimnis gesunder Tiere ist eine gute Stallhygiene.

Es gibt bei mir mehrere Stufen der Stallsäuberung:
Zweimal pro Woche wird die Kotecke sauber geschaufelt und neues Streu aufgefüllt.
Alle 14 Tage werden die Ställe grundgereinigt.
Ich desinfiziere nie. Ich fege nur jede Box aus. Wenn in den Kotecken nasser Schmutz klebt, verwende ich etwas Spülmittel zum auswaschen. Dies geht, dank der Kotwannen, ohne großen Aufwand.
Bei dieser Gelegenheit werden die Tränken ausgetauscht und die Nistkästen bekommen frisches Stroh.
Die einzigen Medikamente, die meine Tiere in den letzten Jahren brauchten, waren prophylaktisch: Panakur und RHD- und Myxomatose - Impfmittel.

Ich expimentiere auch nicht mit Nahrungsergänzungsmitteln oder ähnlichem rum. Ich füttere ein gutes, ausgewogenens Standardfutter, Heu und zwischendurch Möhren, Äpfel, Kohlrabiblätter, Fenchel, Sellerie oder Giersch.

 

Im letzten Sommer habe ich unsere beiden Zwerghühner abgegeben. Ein Nachbar bat mich, das Gackern der Hühner zu verhindern. Nach längerem hin und her habe ich mich entschieden, den Tierchen ein neues Zuhause zu suchen.

Wir wohnen im ländlichen Außenbereich und rechtlich hätte ich die Hühner behalten dürfen. Eine freundliche Stimmung in der Nachbarschaft ist wichtig.

Naja, der Hühnerstall wird erstmal zurückgebaut. Ich werde mir ein kleines, offenes Gewächshaus an dieses sonnige Plätzchen bauen.

Die geplante großzügige Kaninchenbox ist leider nicht möglich, da der Platz nicht ausreicht, um eine leichte Reinigung der Boxen zu ermöglichen.

Nach einigen Unterbrechungen geht der Umbau weiter. Heute ist Sonntag und ich werde nur schrauben, die Sägearbeiten wären zu laut. Gestern habe ich also das Holz vorgesägt und hoffentlich habe ich kein Teil vergessen.

Im Mai erreicht das Zuchtjahr seinen Höhepunkt. Es liegen einige sehr schöne Jungtiere in den Nestern mit ganz tollen Farben.

Auch eine kleine separatorfarbene satin Häsin hat ihren ersten Wurf bekommen. Wie viele andere Züchter, bevorzuge ich etwas größere Zuchthäsinen von kleinen Müttern. Jetzt war es mal wieder an der Zeit eine kleine Häsin zu behalten. Nach der alten Regel: "Ausstellungstiere sind keine guten Zuchttiere", habe ich es jetzt aber mal versucht. Im ersten Wurf hat sie vier Jungtiere geboren. Sie macht das ganz toll. Es gab überhaupt keine Schwierigkeiten, tolles Nest, gute Geburt und die Jungen haben immer pralle Bäuche.

Meine Zuchtfreundin Marion aus Abstgmünd kam nochmal zu Besuch. Es macht Spaß mit anderen Züchtern zusammen zu sitzen, Tee zu trinken, Erdbeerkuchen zu futtern und über die Zucht zu quatschen.

 

Wenn eine Familie sich Tiere anschaffen möchte geht es zuerst um die Art: Hund, Katze, Maus....

Nun lauten die Standartfragen:
Stall kaufen oder selbst bauen?
Welchen und wieviel Platz können wir den Tieren bieten?
Wieviel Tiere sollen es sein?
Welche Rasse wollen wir halten bzw. welche Eigenschaften sollen die Tierchen rassebedingt mitbringen?
Woher bekommen wir zutrauliche und möglichst gesunde Tiere?
Wer kümmert sich um die Tiere wenn wir nicht da sind?

Diese Fragen sollten beantwortet sein BEVOR ein Tier gekauft wird! Ein guter Züchter spricht die Fragen auch vor Abgabe der Tiere an.

Solch ein Vorgespräch kann beim ersten Besuch bis zu einer Stunde dauern. Werden Tiere ausgesucht und einige Tage später abgeholt, ist ein weiteres, ausführliches Gespräch über Tierverhalten, Gesundheit und Fürsorge selbstverständlich.

Schon seit langer Zeit hätte ich gerne ein Waschbecken im Garten. Als ich das Gartenhaus vor zwei Jahren in ein Teehaus umgebaut habe, kam der Gedanke auf.

Es sollte natürlich nicht irgendein Waschbecken sein. Es sollte ein altes Becken sein, so ein altes Werkstattbecken schwebte mir vor. Ganz unerwartet habe ich nun von Freunden ein Becken geschenkt bekommen. Es ist aber nicht irgend ein Werkstattbecken. Es ist ein Traumbecken von 1961! Ein fettes Dankeschön an unseren Käpten!

 

Anfang August habe ich einen Züchter in der Nähe von Antwerpen besucht. Dort habe ich einen jungen Rammler in havanna otter und eine ausgewachsene Häsin (havanna weiss /geb. 2/2013) bekommen.

Direkt am nächsten Tag habe ich die beiden meinem Tierarzt vorgestellt. Die Backenzähne stehen sehr gut und die Tiere machen einen gesunden Eindruck.

Laut Züchter ist die Häsin eine gute Mutter, die ohne Probleme bereits einmal im April Junge großgezogen hat. Der Grund der Abgabe ist ein Fehler in der Fellzeichnung. Nun, damit kann ich leben.

Nun bin ich gespannt ob ich mit den Tieren Glück habe. Ich werde berichten.

Beide Tiere werden jetzt 3 Monate in Quarantäne gehalten und sollen meine Zucht im nächsten Jahr bereichern. Bei Tieren, aus Zuchten die ich überhaupt nicht kenne, ist eine Quarantänehaltung obligat.

Es ist nicht leicht Züchter zu finden die 100 Prozent ehrlich sind und es sich leisten, vernünftig und verantwortungsvoll, Tiere weiter zu geben. Es gibt immer mal wieder Tiere die nicht zur Zucht geeigent sind. Dies muss nicht immer etwas gesundheitliches sein. Es kann auch schlicht das Alter sein oder bestimmte Verhaltensweisen. Eine Häsin die älter als vier Jahre ist, soll z.B. meiner Meinung nach, lieber ein schönes Streichelleben haben.

Manchen Züchter geben aber wissentlich ungeeigenete Tiere in andere Zuchten und sind nicht ehrlich wenn man nach "Problemen in der Vorgeschichte" fragt. Sie sind halt einfach froh das Tier los zu sein.

Dies ist extrem ärgerlich und der Hauptgrund warum ich nur mit sehr wenigen Züchtern einen sehr guten, weil verantwortungsvollen, Kontakt pflege.

Es ist auch einer der Gründe warum ich meine Zuchthäsinnen gerne selber ziehe.
Rammler -und ganz selten auch Mädels- übernehme ich auch lieber als Jungtiere und ziehe sie selbst auf.

Seit Jahren habe ich keine ausgewachsene Zuchthäsin aus einer mir fremden Zucht übernommen. Meine früheren Erfahrungen waren einfach nicht die besten.
Von fünf ausgewachsenen Zuchttieren hatten vier irgendein Problem. Die Eine nahm nicht auf, die Andere kümmerte sich nicht um die Jungen.
Ganz gemein sind Krankheiten, die von manchen Züchtern mit Medikamenten unterdrückt werden, davon hatte ich auch zwei.
Frei nach dem Motto: Wer gibt schon eine gute Zuchthäsin ab?

Völlig außer Acht gelassen sind dabei Probleme mit der Vererbung von Krankheiten. Da gibt es einiges, z.B. Zahnfehlstellungen, Spaltbildungen (Spaltpenis) oder Probleme mit der Nickhaut am Auge usw..
Manches hat für einige Züchter nicht unbedingt einen Krankheitswert und wurde lange Zeit bei Schauen auch nur mit einem Punktabzug gewertet!
Es kann auch nicht immer geklärt werden ob etwas spontan aufgetaucht ist oder regelmäßig Probleme bereitet hat.
Da liegt es in der Verantwortung des Züchters seine Linien zu beobachten, Tiere manchmal aus der Zucht zu nehmen und bei einer Abgabe an eine andere Zucht ehrlich zu sein.

Diese Ehrlichkeit erfordert einigen Mut. Denn ein Shitstorm im Internet von manchen "Teilzeitzüchtern" ist schrecklich und kommt recht häufig vor.
Dadurch wird Vertrauen zerstörrt. Sogar mehr noch, als durch die Abgabe eines Tieres, welches sich vieleicht als "nicht - zuchttauglich" erwiesen hat.

Hier hilft nur ein Gedanke: Es ist mein Hobby. Ich muss nicht züchten. Ich muss meine Tiere nicht Jedem geben. Ich muss auch nicht ständig Tiere einkaufen. Jedes Tier findet ein gutes Zuhause. Ich muss Geduld haben und darf mir meine Ställe nicht voll packen.
Habe ich Bedenken mit einer Linie, bricht mir kein Zacken aus der Krone, es vorher zu sagen. Punkt!

Im September wurden die Meldungen über Myxomatoseerkrankungen im Rheinkreis Neuss immer häufiger. Meine Tiere sind im Juni untersucht und geimpft worden. Dennoch habe ich die zweite Imfpung im Jahr auf Mitte September vorgezogen. Sicher ist sicher:

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kaarst/kaninchen-virus-grassiert-in-kaarst-aid-1.4585833

Die Häsin mit dem "Zeichnungsfehler" kann ich leider nicht in meine Zucht aufnehmen. Ich habe mich im August ausführlichst darüber ausgelassen, deswegen schreib ich jetzt hier nix mehr darüber.

Im Oktober ist es nochmal richtig warm geworden. Der Rammler ist vielversprechend. Nach drei Monaten beende ich jetzt die Quaratäne. Er wurde zweimal vom Tierarzt untersucht, geimpft, entwurmt und für den Winter hat er jetzt eine Freundin.

Den neuen Quaratänestall im ehemaligen Hühnerstall habe ich zurück gebaut. Das war nix. Zu eng um ihn gut reinigen zu können und wegen der Sonnenlage im Juli/August total unnütz.
Da der Akkuschrauber außergewöhnlich schön drehte, habe ich dann doch noch etwas feines gebaut: zwei übereinander liegende Kaninchenboxen haben jetzt ein Kaninchentreppenhaus!

Die Tiere lieben diese Treppe. Sie besteht aus vier Stufen. Die erste Stufe ist auf dem Bild nicht zu erkennen, sie wird durch die zweite Stufe verdeckt. Seitlich zu diesem Treppenhaus gehen die Durchgänge zu den Boxen ab. Leider ist das Bild nicht so schön geworden, ich werde versuchen ein besseres zu machen....wenn es trocken ist. Es regnet die ganze Zeit.

So richtig kalt wurde im November und Dezember nicht mehr und mir bleiben eingefrorene Tränker erspart. Für die Tiere ist dieses milde Winterwetter natürlich auch schön, sie toben durch den Garten und fressen die Blätter die von den Bäumen fallen.

Ich gehe mit neun Häsinnen, zwei Böckchen, sechs Jungtieren und zwei Gästen ins neue Jahr.

In 2014 hatte ich Glück mit meiner Zucht.

Zusätzliches Glück ist es, dass die Myxomatosewelle im Sommer meine Tiere nicht getroffen hat und ich wurde nicht von den wilden Bienen unter meinem Kaninchenstall gestochen.

Jetzt fehlt noch ein weihnachtlicher Spruch und wegen der sich deutlich entwickelnden Fremdenfeindlichkeit in Deutschland, muss ich -zum ersten Mal auf meiner Seite- politisch werden:

Vergesst die Gastfreundschaft nicht;
denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen,
Engel beherbergt“ (Hebr 13,2).

Alles Gute für 2015!

Eure Sabine Kühl

Zuchtjahr 2015

Am 15.01.15 wurde es zum ersten mal schön warm.
11 Grad habe ich in meinem Garten gemessen.
Im laufe der letzten Woche habe ich einige Tiere paarweise zusammen laufen lassen und nach deren Verhalten kann der Frühling nicht mehr weit sein. Meine "Kaninchen - Jahreszeiten - Prognosen" haben in den letzten Jahren immer zugetroffen, es muss nur noch etwas länger hell bleiben, dann beginnt die schönste Jahreszeit.

Der Winter hat den rechten Flügel meines Gartentörchens geschrottet. Somit steht der erste Akku - Schrauber - Einstaz fest, ich muss nur noch den "Spaß am Bauen" irgendwo finden, dann gehts los. Hoffentlich habe ich noch diese Farbe, sie war extra angemischt. Das Bild ist im Frühling 2014 entstanden, da war meine Gartentorwelt noch in Ordnung. Den aktuellen Zustand wollt Ihr nicht sehen.

Nach dem Gartentor ist dann mitte Januar auch noch mein Zuchtprogramm zusammen gebrochen. O.k. es war eine EXEL Tabelle die ich als Datenbank missbraucht habe und ab einer gewissen Tierzahl in der Stamm - Liste hat es leider nicht mehr funktioniert. Nun wusel ich mich durch verschiedene Demo-Versionen von Zuchtprogrammen und prüfe mit welchem ich am besten zurecht komme.

havanna otter

 

Ich habe meine eigenen Ansprüche. Bei mir hat jedes Tier einen Namen. Da fallen dann schon die Programme raus, bei denen jedes Tier nur eine Nummer ist.
Ende Februar habe ich mich für dieses Programm entschieden:
http://www.exopet.de/wordpress/?cat=5

Ganz lieben Dank an Gundi Rudat die es mir empfohlen hat. Nach einem Wochenende am PC und der Eingabe von meinen Linien komme ich sehr gut damit zurecht. Wie bei jedem umfangreichen Programm verwendet man es erst nach einiger Zeit vollständig und ich freue mich darauf es nach und nach zu erobern.

feh otter

Mitte Februar wurde die ersten Jungtiere geboren.
Mein neuer Rammler Rio aus Belgien ist der Vater von zwei Würfen und ich kann es kaum erwarten die Jungtiere zu bewerten. Bisher gefallen sie mir im Bezug auf die Vitalität sehr gut und wenn sie jetzt noch typvoll werden, dann fällt mir die Entscheidung, welche Tiere in der Zucht bleiben, bestimmt nicht leicht.

Dieser kleine Weissohrrammler bleibt mit seiner Schwester ist der Zucht. Es ist mein erstes WO - Zuchttier mit sehr guten Ohren. Zum Glück sind meine Linien breit aufgestellt und daher kann ich es mir erlauben, einen Rammler aus der eigenen Nachzucht zu behalten.


 



Alle Besucher meiner Zucht im März/April haben von dem Leben eines besonderen Jungtieres erfahren. Wegen den vielen Nachfragen erzähle ich hier nun:

Die Geschichte der kleinen Kampfmaus

Im März habe ich der Natur ist Handwerk gepfuscht und bin nicht sicher ob dies gut war. Eines Abends, bei der Stallkontrolle, hatte eine Häsin zwei Tage zu früh, ihre Jungen geboren ohne ein Nest gebaut zu haben.
Eines der Jungen war beretis gestorben und im anderen Jungtier war noch ein kleiner Funken leben. Es war stark unterkühlt und hat nur ganz leicht ein Beinchen bewegt. Ich habe das Tier aufgewärmt und ein Nest mit einer Wärmeplatte gebaut. Zwei Tage später lebte es immer noch und die Mutter bekam ein weiteres Tierchen. Das Zweite wuchs und entwickelte sich normal. Der kleine Eiszapfen bliebt klein und entwickelte Ödeme am Rücken und im Nacken. Ich habe leider nur ein verschwommenes Foto aus dieser Zeit.

Davon ausgehend, dass dieses Tierchen nicht lange überlebt, habe ich es gepflegt. Ein Leben, egal wie lange und unter welchen Voraussetztungen, muss gepflegt gelebt werden. Es hat mehrmals täglich Lympdrainagen erhalten, denn die Ödeme ließen sich gut verstreichen. Die Augen hat sie erst mit 14 Tagen geöffnet.
Tja, und nun hat die kleine Kampfmaus es bis hierher geschafft. Sie ist von der Mutter entwöhnt, hat keine Ödeme mehr, frisst unglaublich viel und ist extrem zutraulich. Sie hat ein ganz dickes, kurzes Winterfell und ist immer noch viel zu klein für ihr Alter. Aber die Entwicklung schreitet voran und ich wage ein wenig Hoffnung zu haben, dass diese kleine Maus nicht wegen mir überlebt hat, sondern weil es so sein sollte.
Die Kleine Kampfmaus hat sich bis Juni so gut entwickelt und ist so lebhaft, dass ich sie am 12. Juni abgeben konnte. Sie zieht zu einem jungen Rammler, der nicht mehr allein sein soll.

Hier ist noch eine Geschichte:

Die Geschichte vom alten Early:

Am 10.07.2008 wurden kleine Fabenzwergbabys geboren. Es ging ihnen super. Sie waren so fitt, dass sie viel umhergewuselt sind. Eines Abends habe ich einen kleinen Bock aus diesem Wurf kopfüber hängend in der Heuraufe gefunden. Das rechte Hinterbeinchen hatte sich verfangen und das Tier konnte sich selbst nicht befreien. Er hatte sich so doll verletzt, dass der Muskel ganz hart war und das Bein konnte nicht mehr richtig an den Körper gezogen werden. Die ersten Tage konnte er gar nicht laufen, nach zwei Wochen konnte er etwas humpeln.
Eine junge Frau besuchte meine Zucht, als Begleitung ihrer Schwester, die sich Kaninchen anschauen wollte. Sie entschloss sich dem kleinen Kerl ein zuhause zu geben und sich um ihn zu kümmern. Von da an war sein Name: Earl Grey.

Zu Weihnachen bekam ich eine erste Rückmeldung: es ging ihm gut, er konnte laufen! Regelmäßig zur Weihnachtszeit erreichte mich ein Brief von Early, handgeschrieben und mit guten Nachrichten.
Dank der Urlaube der Familie habe ich Earl Grey dann jährlich zur Betreuung wieder gesehen. Er war auch nicht mehr alleine, eine Häsin war dazu gekommen.



 

Über die Jahre hat Earl Grey sich von seiner schlimmen Verletzung vollständig erholt, er hoppelte wie jedes andere Kaninchen auch, vieleicht etwas schief, aber er hoppelte.
Am 19.05.2015 ist Early nun gestorben, geborgen und geliebt im Kreis seiner Menschen. Er wurde fast 7 Jahre alt.

Ich habe mehrere Dinge aus dieser Geschichte gelernt:

1. Heu für Jungtiere gehört auf den Boden der Box und nicht in die Heuraufe.
2. Jedes Tier findet ein zuhause.
3. Egal wie kalt es ist, egal wie Müde ich bin: Abends wird nochmal nach den Kaninchen geschaut.

Vielen Dank an Mona und Thomas mit Emma und Hugo,
schön das wir uns durch Early kennen gelernt haben.

Foto von Earlys Grab: M.L.P



So, nun sind hier zwei Geschichten erzählt und die aktuelle Entwicklung meiner Zucht geht total unter.

Ende Mai habe ich den Megaumbau im kleinen Stallbereich durchgezogen. Das Nest der wilden Bienen aus den Jahren 2013 und 2014 (unter dem Stall bei der Futtertonne) bliebt unbewohnt und somit konnte ich die Ställe umrücken. Die Bienen hatten sich übrigens in leeren Wallnußschalen eingenistet. Der Nußbaum steht nicht gerade in der Nähe dieser Ställe und die Bienen haben sie bestimmt nicht.......... schon gut, keine weitere Geschichte.

Zum Umbau habe ich natürlich die Ställe gekärchert und die Wannen gereinigt. Keine Angst, das Wasser aus den Wannnen wurde nicht in den Rasen gekippt. Es ist auch nur BIO - Spüli und kein Chemiereiniger. Mit einer längeren Einweichzeit, einer schicken Spülbürste und der Sonne bekommt man diese Wannen super sauber.
Einige Scharniere an den Türen müssen noch ausgetauscht werden, dann ist wieder alles wie neu. Drei Tage habe ich für die Aktion gebraucht und nun ist alles sehr schön geworden. Jetzt mag ich nicht mehr bauen...

 

Am 24. Mai habe ich einen kleinen thüringer Bock aus der Zucht von Silke Mantwill bekommen und dabei mit Antje Lichters ihre kleine -sehr feine- Zucht besucht.
Am 27.06.2015 hat Silke Mantwill mich besucht und einen jungen havanna sallander Bock für ihre Zucht mitgenommen. Trotz Bauarbeiten an meinem Stalldach, habe ich die Zeit gefunden, ihrem vier Monate alten Sohn zu knuddeln. An diesem Tag habe ich auch den neuen Kindergarten - Stall gestrichen. Lila eine mutige Farbe für einen Stall im Garten, aber mit dem Digitalis im Vordergrund und der weissen Hortensie daneben sieht es toll aus.

Bei dem warem Sommerwetter war der Stall nach 24h trocken und konnte bezogen werden. Die beiden Ebenen sind miteinander verbunden und der Stall wird nur für meine Zuchtreserve bzw. Zuchttieraufzucht verwendet.

Auf dem Bild ist Marcy (NHD 0.1 chinchilla) aus meiner Zuchtreserve zu sehen.
Zuchtreserve! Was für ein Wort.
Viele Züchter behalten keine eigenen Jungtiere. Sie kaufen Zuchttiere, züchten damit und geben alle Jungtiere ab.
Das erreichen eines Zuchtziels ist so nicht möglich.
Es gibt aber auch Züchter, die behalten Jungtiere um später mit selbst gezogenen Tieren die Zucht weiter zu führen.
Dabei gilt es, nur die guten Eigenschaften zu verstärken. Wer seine Linien kennt, kommt somit Jahr für Jahr ein Stück weiter. Es lohnt sich. Als erstes reduzieren sich die teilweise frustrierenden Erfahrungen mit Häsinnen (wenn sie vom Verhalten her schlechte Mütter sind).
Das Vertrauen in die eigenen Linien ist eine wichtige Voraussetzung.
Ohne die Begleitung eines Tierarztes ist es nicht möglich die eigenen Linien zu kennen. Deswegen wird jedes Tier mind. zweimal meinem Tierarzt vorgestellt bevor ich es in die Zucht nehme.

 

Die Tiere sollen ja nicht nur vom Verhalten her top sein, die Gesundheit ist genauso wichtig. Ich beurteile das Verhalten, der Tierarzt den Gesundheitszustand.
Ich ziehe mir meine Häsinnen zum großen Teil selbst. Böckchen nehme ich meistens aus anderen Zuchten dazu. Alle Jungtiere, die mich weiter bringen, d.h. deren Eigenschaften ich verstärkt in meiner Zucht finden möchte, behalte ich. Dies ist meine Zuchtreserve.

 

 

Nicht jedes Tier ist dann aber auch noch für die Zucht geeignet. Manche bleiben vieleicht zu klein. Eine Zucht sollte nicht auf Mini - Zwergkaninchen aufgebaut sein, dies ist der Gesundheit abträglich.
Manche entwickeln nicht die Kopf- und/oder Körperform die man gerne in der Zucht hätte. Manche haben einen tollen Kopf, aber nicht die richtige Farbe. Ach, eine Zuchtreserve ist nicht so leicht zusammen zu stellen.
Ich behalte immer lieber ein Tier zuviel als zuwenig. Ende Juni habe ich 3.7 Tiere in meiner Reserve, d.h. 3 Böckchen und 7 Mädels.

 

Am 14.08.2015 erreichte mich der ersten Anruf der auf eine Infektionswelle von RHD V2 hindeutete.
Das wusste ich natürlich an diesem Tag noch nicht.
Die mich erreichenden Informationen an den foglenden Tagen waren dann so gravierend, dass ich mich entschloss, alle Züchter mit denen ich Kontakt halte anzuschreiben.
Wenige Tage später habe ich Informationen an alle Streichelleute gemailt, derem Emailanschrift ich hatte.
Diese Infektionswelle hat in meinem Zuchjahr viel Raum eingenommen.
Ich bin im September/Oktober fast wöchentlich in die Tierarztpraxis gefahren um Tiere nachimpfen zu lassen. Bis so eine Zucht doppelt durchgeimpft ist vergehen schonmal 4-6 Wochen.
Natürlich wurden auch alle Jungtiere die noch in den Nestern lagen direckt geimpft. Durch diese Infektionswelle startete die Winterpause bereits im August.
Weitere Informationen zum Verlauf der Infektionswelle RHD V2 finden Sie unten im eingefärbten Bereich.

Hier geht es jetzt weiter mit meinem Zuchtjahr:
Durch die vorgezogende Zuchtpause habe ich natürlich frühzeitig entscheiden müssen welche Tiere einen "Rentenbescheid" bekommen.
Ich gebe meine Zuchttiere zwischen dem dritten und vierten Lebensjahr in Streichelhände. Da sie meistens sehr zutraulich sind und immer zu einem übrig gebielebem Einzeltier ziehen, verlaufen solche Zusammenführungen meistens unproblematisch. Ich bin froh, wenn meine Tiere dann noch eine schöne Zeit als Sreicheltier, sozusagen "in Rente" erleben.

Allerdings fällt es mir leichter Jungtiere abzugeben. Meine Damen und Herren sind mir ans Herz gewachsen. Der eine lässt sich auf die Seite fallen wenn ich komme, denn so kann der Bauch besser gekrault werden. Ein Anderer dreht seinen Napf um wenn nix mehr drin ist. Ach, diese Vertrautheit ist einfach schön.

Zwei Rammler und vier Mädels haben diesen Herbst ein neues zuhause gefunden. Dadurch konnte ich eine größere Zuchtreserve behalten.

Während ich diese Zeilen schreibe erreicht mich Mitte November schon wieder eine Nachricht von RHD V2 - Verdachtsfällen....... s.u.

Der Dezember ist frühlingswarm und meine Häsinnen räumen ihre Ställe um. Bald geht es mit den ersten Würfen los.

An dieser Stelle möchte ich mich für die Besuche hier bedanken und wünsche Allen ein gutes Jahr 2016.
Ich hoffe sehr, dass die RHD - Welle vorüber ist und wir uns im nächsten Jahr darüber keine Sorgen machen müssen.

Herzliche Grüße

Eure Sabine

 

20.08.2015:
Ich möchte hier einige (meiner Meinung nach wichtige) Information zum Thema RHD V2 geben:

Da ich die Informationen durch Gespräche mit den betroffenen Haltern bekommen habe, gehe ich von einer sehr hohen Glaubwürdigkeit aus, kann aber natürlich keine Verantwortung übernehmen! Sie sind nicht repräsentativ!

In den letzten Tagen, seit dem 14.8.2015, häufen sie Anrufe von Kaninchenbesitzern deren Zwergkaninchen plötzlich tot im Stall liegen.

Die Tiere sind unterschiedlich alt gewesen.
Alle Tiere lebten in "Streichelhaltung".

Alle Tiere haben in den Stunden vorher keinen besonders kranken Eindruck gemacht (lediglich 1. Tier war ruhiger und hat weniger gefressen).
Teilweise ist das zweite Tier im Bestand innerhalb von 1-3 Tagen, ebenfalls symptomlos, gestorben.
Für alle Halter war der Tod der/des Tiere(s) überraschend.
Alle Tiere haben "wie schlafend, mit gestreckten Hinterbeinen" im Stall gelegen.

Kein Tier hatte eindeutige Zeichen einer Blutung oder Verletzung.
Kein Tier war besonderer Hitze oder anderen außergewöhnlichen Belastungen ausgesetzt.
Alle Tiere lebten in Außenhaltung.


Die Tiere waren gegen RHD und Myxomatose geimpft.
Die jüngeren Tiere hatten diese Imfpung 1 x in diesem Jahr erhalten.
Die älteren Tiere hatten z.T. keinen aktuellen oder lückenlosen Impfschutz.

Nach eigener Recherche habe ich folgende Internetseiten gefunden und möchte auf diese Informationen aufmerksam machen:

und

Kleintier - Notstation

Ich schließe mich der Empfehlung zur mehrfachen, halbjährlichen Imfpungen an.

Tiere aus meinem Bestand, die in 2015 zum ersten Mal geimpft wurden, werden kurzfrstig eine zweite Impfung erhalten. Meine anderen Tiere wurden schon mehrfach und sehr regelmäßig geimpft. Dort sehe ich keinen Handlungsbedarf.
Grundsätzlich muss mit solchen Informationen pragmatisch umgegangen werden und ich möchte keine Panik verbreiten.
Sollte es sich jedoch um das RHDV2 Virus handeln und sollten die RHDV2 - Medlungen in NRW stimmen, so könnte rechtzeitiges und häufiges Impfen jetzt sehr wichtig sein!

Die Schwierigkeit, aktuelle und zuverlässige Informationen zu diesem Thema im Internet zu finden, hat mich dazu veranlasst diese Informationen hier zu hinterlegen.

Nachtrag 22.08.2015:
Die Meldungen häufen sich weiter.
Auf weiteres gebe ich keine Tiere ab und nehme vorerst auch keine Tiere auf. Dies gilt sowohl für die Ferienpflege als auch für Zuchterweiterungen.
Ebenso werden in nächster Zeit keine Besuchstermine angeboten. Zum Schutz meiner Tiere schotte ich meine Zucht sofort konsequent ab. Ich habe genügend freie Ställe um alle Jungtiere auf weiteres zu behalten (35 Stallboxen bei 18 Zuchttieren).

Nachtrag 26.08.2015
Seit vier Tagen habe ich von keinem weiteren Fall gehört. Ich habe meine Zucht für 14 Tage unter Quaratäne gestellt (berechnet ab dem ersten Tag an dem keine Anrufe mehr kommen). Dies ist beim jetzigen Informationsstand der 5. September 2015.

Nachtrag 28.08.2015:
Mittlerweile haben alle meine Tiere (die in den letzten 12 Monaten nur einmal gegen RHD geimpft wurden) eine zweite Boosterimpfung mit dem Einzelimpfstoff erhalten. Ich habe meine Kaninchen schon immer mit dem Einzelimpfstoff impfen lassen.

Nachtrag 03.09.2015:
Seit dem 01.09.2015 haben sich zwei weitere Familien mit plötzlichen Todesfällen von einem oder beider Kaninchen bei mit gemeldet. Diesmal waren alle Fälle außerhalb des Rheinkreises Neuss, in Richtung Düsseldorf / Leverkusen. Signifikant ist der schnelle und scheinbar symptomlose Verlauf. Bei einem zweiten Tier einer Familie wurde einzig eine erhöhte Temparatur vom Tierarzt festgestellt. Dieses Tier ist innerhalb von 24h dann ebenfalls verstorben. Bei einer Familie waren beide Tiere zweimal (mit 4 Wochen Abstand) mit dem Kombiimpfstoff Nobivac RHD/Myxo geimpft. Ich bin ratlos.

Hier noch ein weiterer Link bzgl. Impfung und Impfstoff:

http://www.heimtierpraxis-berlin.de/kaninchen.php

Nachtrag 18.09.2015:
Leider hat die scheinbare Ruhe in den letzten zwei Wochen getrügt.
Seit Anfang der Woche gibt es weitere Todesfälle. Ich habe diese Meldung über eine Züchterin bekommen. Alle betroffenen Tiere aus dieser Woche wurden ebenfalls mit Gemüse /Grünfutter gefüttert. Ein Besitzer hat sein Tier im Institut in Krefeld wohl obduzieren lassen. Dabei bestätigte sich der Verdacht auf RHD V2. Das Tier hatte wohl eine gelblich verfärbte Leber und eine randvolle Blase. Ich möchte nochmal erwähnen: dies hier ist eine reine Datensammlung, sie ist nicht repräsentativ und ich habe keine Möglichkeit diese Angaben zu überprüfen. Bereits Ende August hatte ich alle Familien, die Tiere von mir haben, so weit möglich per email angeschrieben und auf diese Problematik hingewiesen. Somit hatten diese die Möglichkeit zur Boosterimpfung. Die vielen positiven Rückmeldungen und der enge Kontakt mit den Besitzern zeigt mir, dass ein offener und pragmatischer Umgang mit solch einer schlimmen Seuche wichtig ist. Das Gebiet der Meldungen hat sich in den Süden des Rhein Kreises Neuss verschoben.

Nachtrag 06.10.2015:
Nun kommen die Meldungen aus dem Raum Köln / Hürth / Bonn.
Auch dort hat es Streicheltiere von mehreren Familien getroffen.
Ich bekomme schon länger auch Anrufe und Emails von Familien, deren Tiere aus anderen Zuchten stammen.

Nachtrag 06.11.2015:
Nachdem ich Mitte August von der Infektionswelle erfahren habe, habe ich unverzüglich eine Zuchtpause. d.h.keine weiteren Verpaarungen, begonnen. Dies war nicht schwer, denn der Herbst stand vor der Tür und meine jährliche Zuchtpause, die sowieso immer im Oktober beginnt, wurde also nur vorgezogen. Ob es schon Grund zur Entwarnung vor dem RHD V2 Virus gibt, kann ich nicht sagen, aber die Lage schein sich entspannt zu haben. Ich hoffe es so sehr.

Nachtrag 20.11.2015:
Es geht wieder los. Nun gibt es Verdachtsfälle aus Meerbusch. Diesmal haben zwei Familien jeweils eines der verstorbenen Tiere zur Obduktion gegeben. Der jeweilige Befund steht noch aus. Ich werde berichten.
Ich bin den Familien sehr dankbar. Es ist sehr hilfreich ein Verdachtstier untersuchen zu lassen. Nur so werden die Impfstoffhersteller aktiv und nehmen den Kampf auf (sofern die bisherigen Impfstoffe nicht ausreichend schützen).

Nachtrag 25.12.2015:
Die Obduktionsbefunde von zwei Tieren aus zwei verschiedenen Familien sind da. Es ist jeweils RHD als Todesursache nachgewiesen worden. Die Tiere waren geimpft. Ein Tier wurde im August 2015 mit einem Kombiimpfstoff gegen RHD und Myxo geimpft. Das andere Tier wurde im Oktober 2015, ebenfalls mit diesem Impfstoff, geimpft. Ich bin sehr froh, dass meine Tiere immer mit den Einzelimpfstoffen geimpft wurden.

Zuchtjahr 2016

 

Das Zuchtjahr 2016 startet sehr gemächlich. Durch die Pensionierung meiner dreijährigen Damen im letzten Jahr, sind mehr als die Hälfte meiner Zuchttiere für dieses Jahr im Februar noch keine 8 Monate alt und somit noch nicht zuchtreif. Ich warte immer gerne 1-2 Monate länger als vorgeschrieben, habe dann aber auch Tiere, bei denen die Gefahr, dass etwas mit dem ersten Wurf schief geht, kaum noch besteht.

Über Karneval habe ich meine Zuchtfreundin Marion Opferkuch auf der Schwäbischen Alb besucht. An diese jährlichen Kurzurlaube im Februar könnte ich mich gewöhnen. Wir hatten aber auch ein tolles Hotel in Aalen und es war ein wunderbarer Besuch. Unsere Männer waren zwar bei unseren Zuchtgesprächen etwas außen vor, haben immer nur hingehört, wenn das "für und wider" einer Vergrößerung der Stallanlage diskutiert wurde.

Marion hat mir zwei kleine Rammler überlassen. Einen blauen (Leo) und einen havanna weissen (Paulchen). Sie haben die Fahrt zu mir gut überstanden und haben sich als äußerst knuddelfest erwiesen.

Mitte März hatte ich den ersten Impftermin in diesem Jahr.

Am Abend vorher bemerkte ich, dass mein blau weisses Mantelscheckenmädel Wilma den rechten Fuß nicht aufsetzt.
Also ist sie direkt mit zum Tierarzt gefahren und wurde geröngt. Die Tierärztin vermutete ein Problem mit der Hüfte.

Sehr schnell wurde klar, dass das Bein gebrochen ist. Die einzige Erklärung, wie es dazu kommen konnte, ist folgende:
Zwei Abende vorher bin ich in der Dämmerung nochmal zu den Tiere gegangen und habe nach dem Wurf in der Nachbarbox geschaut. Dort war ein Jungtier mit einem tränenden Auge und ich wollte schauen ob es nochmal gesäubert werden muss. Ich hatte vergessen den Tieren eine akustische Warnung zu geben, denn wenn sie wissen, wer da kommt, bleibt alles ruhig. Tja und da hat Wilma einen riesen Schreck bekommen und ist in der Box umher gesprungen. Dabei muss sie sich das Bein gebrochen haben.
Ich hatte schon davon gehört das so etwas passieren kann, aber konnte es mir nie vorstellen.

Die Ärztin hat ihr eine Sedierung gegeben, Schmerzmittel und eine Schiene angebracht.

Nun sitzt Wilma in der kleinsten Box mit ausgebautem Sitzbrett und verschlossener Schlafkammer damit die nirgends hängen bleibt.

Sie bekommt in den nächsten Tagen noch regelmäßig ein Schmerzmittel.
Der Verband ist ein richtiger Mädchenverband. Lila mit Punkten! Ich hoffe sie akzeptiert den Verband und wird wieder gesund. Sie muss den Verband immerhin drei Wochen tragen.

Leider musste ich Wilma 14 Tage später einschläfern lassen. Ich dachte wirklich sie wird wieder gesund.

Es wurden jetzt alle Tiere geimpft und die Backenzähne wurden kontrolliert. Zum Glück gab es hierbei keine weiteren Überraschungen.

Jetzt im April habe ich einige Würfe in den Nestern. Ich würde mich ja gerne auf die Farbe chinchilla konzentrieren, aber ohne ein weiteres chinchillafarbenes Tier aus eine anderen Zucht komme ich jetzt nicht weiter. Deswegen habe ich Kontakt zu Züchtern aufgenommen die zur Zeit Jungtiere in den Nestern haben.

Es ist nicht ganz leicht eine Fahrt zu einem Züchter zu planen der einige 100km entfernt wohnt. Reserviert man die Tiere fest bevor man die Zucht gesehen hat? Zweimal fahren, 1 x zum anschauen und das zweite Mal zu abholen ist ganz schön anstrengend.

Also ziehe ich es vor dem Züchter zu vertrauen. Wenn mir gesagt wird, dass die Tiere gesund sind, nicht zu klein und nicht zu groß, dann fahr ich los.
Ob ein Tier wirklich in die Zucht passt stellt sich sowieso erst heraus wenn es ausgewachsen ist und die ersten Jungtiere beurteilt werden können.
Diese Garantie kann kein Züchter geben und dies würde ich selbst nie tun.

Es macht sehr viel Spaß mit anderen Züchter zu sprechen, auch wenn man sich erst kennenlernen muss und mit einem Mix aus englisch, deutsch und niederländisch kommuniziert. Telefonieren ist da besonders lustig. Dies meint zumindest meine Familie. Tja, die Herren kennen auch nicht die Fachausdrücke in Kaninchenlatein.

Um die eigene Zucht zu schützen muss ein neues Tier natürlich in Quarantäne. Mindestens für drei Monate halte ich die Tiere getrennt und führe in dieser Zeit mit ihnen keine Verpaarung durch. In dieser Zeit sind mind. zwei Tierarztbesuche und natürlich die nötigen Imfpungen fällig.
Anfang Mai war es dann soweit die Kontakte durch Besuche kennen zu lernen.
Meine Zuchtfreundin Antje und ich hatten ein langes Wochenende geplant: An einem Donnerstag ging es zuerst nach Belgien zu Jill. Die kleine Hobbyzucht ist auf die Farben chinchilla und feh ausgerichtet.

Neben NHD konnte ich dort auch Franse hangoren bewundern. Die Zuchtanlange machte einen guten Eindruck und ich habe einen sieben Wochen alten chinchilla Bock übernommen. Mittlerweile ist er zweifach untersucht und geimpft. Er ist absolut Zuchttauglich und ich kann es kaum erwarten, noch vier Wochen und die Quarantäne ist geschafft. Er ist sehr zutraulich.
Am nächsten Tag ging es dann in die Niederlande. Der erste Tag stand aber meinem anderen Hobby zur Verfügung: Gärten! Zum Glück kann ich Antje regelmäßig zu solchen Abstechern überreden. Es war ein wunderschöner Tag auf dem Keukenhof

Nach dem Frühstück im Hotel ging es dann etwas weiter Richtung IJsselmeer. Dort haben wir Bianca besucht.
Sie hat eine wunderbare Zucht und es war ein richtig guter Tag. Eine Häsin in blau und einen Bock in havanna weiss durfte ich mitnehmen.
Die Zucht hat mir so gut gefallen, dass ich vier Wochen später in einer Tagestour nochmals hin gefahren bin. Diesmal hat mich Silke Mantwill begleitet. Ich habe mir eine chinchilla WO Häsin abgeholt, die nun das richtige Alter hatte um sie mit zu nehmen.
Auch für die Tiere von Bianca hat meine Tierärztin nur lobende Worte gefunden.



Mitte Juni häufen sich die RHD Meldungen.
Dies ist ja leider keine Überraschung.
Eine böse Nachricht ist leider, dass es im Juli in Deutschland keinen zugelassenen "Einzel RHD" - Impfstoff mehr gibt.
Die noch bösere Nachricht: Es sterben jetzt wohl auch Tiere, die mit Einzelimfpsoff geimpft wurden.

In solchen Zeiten ist ein engagierter Tierarzt pures Gold wert.
Mein Tierarzt hat einen Antrag beim zuständigen Ministerium gestellt und durfte dann den Einzelimpfstoff aus Spanien per Kühltransport importieren. Das ist genau so kompliziert wie es klingt!
Ganz herzlichen Dank an Die Praxis Dr. Wilmering, besonders Frau Dr. Nett und das tolle Team!


Meine Tiere haben somit
zwei RHD - Einzelimpfungen (Cunivac RHD),
zwei Myxo - Impfungen (Cunivac Myxo) und
zwei RHD V2 Impfungen (Cunipravac RHD Variant).
Auch meine Jungtiere aus diesem Jahr wurden mit dem Impfstoff geboostert bzw. erstgeimpft.
Eine Boosterung nach der Erstimpfung ist dringend empfohlen.

Ich hoffe sehr, dass diese Impfarie die Tiere schützt.

Dies hier ist ein LINK der sehr ausführlich über RHD informiert!


Ende Juli kommen auch noch Myxomatose - Fälle im Rhein - Kreis - Neuss dazu. Bei den vielen Mücken in 2016 ist dies nicht verwunderlich. Nun, meine Tiere sind geimpft und bei der Myxo - Infektionswelle in 2014 hat sich der Impfstoff bewährt.

Alle zwei Wochen geht es jetzt zum Tierarzt damit die Jungtiere früh geimpft und drei Wochen später geboostert werden. Aufgrund dieser zusätzlichen Belastung und der aktuen RHD - Gefahr, werde ich nur wenige, ausgewählte Verpaarungen für den Herbst planen und viele Tiere behalten bzw. an Zuchtfreunde abgeben.


Das Jahr geht zuende und vor lauter Impfterminen beim Tierarzt hat diese Infoseite etwas gelitten.

Ich wusste immer, dass eine Infektion das Ende einer Zucht bedeuten kann.
Das es letztentlich die Impfkosten sein könnten, hätte ich nicht gedacht.
Meine Hoffnung liegt auf dem neuen -und hoffentlich bald erhältlichen- deutschen RHD 2 Impfstoff im nächsten Jahr.
Wenn der nicht kommt, dann wird es eng. Ach Quatsch, es ist schon jetzt eng.

Eine weitere Reduzierung der Zuchttiere ist nicht mehr zu vermeiden.

Alle meine Tiere wurden dieses Jahr mehrfach geimpft. Teilweise sind es bis zu acht Impfungen gewesen. Unglaublich? Hier ein Beispiel:

Leo, mein kleiner NHD Rammler in blau, geb. im Herbst 2015:
Januar 2016: RHD und Myxo (Erstimpfung)
März 2016: RHD und Myxo (Boosterung)
Juni 2016: RHD 2 (Erstimpfung)
August 2016: RHD 2 (Boosterung)
Oktober 2016: RHD und Myxo (Auffrischung)

Hat es sich gelohnt: Ja! Alle Tiere sind gesund.

Ich werde dieses Jahr niemandem "Frohe Weihnachten" wünschen können.
"Wir müssen für die Menschheit beten, denn diese Weihnachtszeit - Kriegsverbrechen machen mir ein gesegnetes Weihnachtsfest in diesem Jahr unmöglich"

Bringt nix? Stimmt. Ich bin gezwungen zuzusehen.
Als politischer Mensch kann ich in diesem Fall nur den kleinsten, persöhnlichen Widerstand leisten: Nicht schweigen.

Ihre Sabine Kühl

Dezember 2016

Zuchtjahr 2017
 

Das Zuchjahr beginnt eisig und verfrohren. Ich habe die Ställe im vorderen Unterstand mit einer Plane vor dem Wind geschützt. Die Überwachungskameras musste dadurch neu ausgerichtet werden, denn die vielen Alarmmeldungen durch die Bewegungen der Folie ließen mich nicht mehr schlafen. Mein technisch begabter Sohn hat eine super Lösung gefunden.

Ich hatte völlig vergessen von der Einrichtung der ersten Überwachungskamera zu berichten. Diese ist im letzte Sommer erfolgt und hat sich wirklich bewährt:
Als ich bei der Arbeit einen Alarm mitgeteilt bekomme und Zeit hatte auf das Foto zu schauen, sehe ich doch glatt meine Joon wie sie lustig durch den Garten wandert. Da mein Arbeitsplatz um die Ecke ist und mein Chef lachend sagte, dass dies wahrlich ein Notfall ist, bin ich kurz los geflitz und habe die Ausbrecherin eingefangen.

 

Mit der App auf meinem Telefon kann ich die Anlage ausschalten wenn wir im Garten sind oder Besuch kommt.
Am 09. Januar fällt schon der erste Wurf. Und eine Woche später der Zweite.
Da ich nicht sicher bin, welche Häsinnen aufgenommen haben, sind bei diesem Wetter alle Heizplatten vorsorglich im Einsatz.

Mit den ersten warmen Tagen Ende Februar wird alles ordentlich aufgeräumt. Im Winter sammelt sich ganz schön viel an, gerade nach einer längeren Frostperiode. Die Heizplatten werden gesäubert und weggepackt.
Im Winter tausche ich die Näpfe/Tränken manchmal nur aus und spare mir das spülen bei der Kälte. Der Berg an schmutzigem Zubehör ist dann sehr schnell unangenehm hoch.
Aber auch wenn Teile nur im Regal liegen, müssen sie regelmäßig gespült werden
Wenn man so lange züchtet, muss nach einigen Jahren auch vieles ausgetauscht werden. Letztes Jahr hatte ich schon einige Kotwannen ausgetauscht. Dieses Jahr sind es die Tränken.


 

Ein Apfelbaum musste auf dem Nachbargrundstück gefällt werden, er hatte einen Pilz im Stamm und drohte umzukippen. Der Baum wurde erstmal liegengelassen, damit ich ihn abernten kann. Kaninchen lieben Apfelbaumäste und meine haben jetzt den ganzen Frühling was zu tun.

Der große Vorteil liegt auch darin, dass der Stall weniger angenagt wird.

 

Anfang April habe ich schon Jungtiere abzugeben. Wobei sich dies etwas schwierig gestalltet, denn zum ersten mal passen fast alle Jungtiere in meine Zucht und ich behalte mehr als sonst zu dieser frühen Jahreszeit.

Wie jedes Jahr findet am ersten richtig warmen Wochenende die Grundreinigung der Zuchtanlage statt. Dies war dieses Jahr schon am 09. April.

Dabei habe ich auch das Außengehege abgebaut und nun überlege ich, ein etwas größeres, neues Gehege zu bauen. Ansonsten gibt es dieses Jahr nix für mich zu bauen.

Der Mai 2017 geht in meine Zuchtgeschichte ein....noch zu keinem Zeitpunkt meiner Zucht hatte ich jemals so viele Jungtiere gleichzeitig.
Jede Häsin hat aufgenommen und ohne Probleme ihre Jungen geboren. Sie kümmern sich alle vorbildlich um die Babys. Es sind drei Würfe mit mehr vier Babys dabei. Dies kommt sonst nicht so oft vor. Ich mag es auch nicht besonders gerne. Am liebsten sind mir die 3er und 4er Würfe, denn es ist weniger Streß für die Mütter und die Jungtiere gedeihen gleichmäßiger. Aber ich jammere gerade auf hohem Niveau, das lass ich mal lieber bleiben.

Häufige Frage: Wassernapf oder eine Nippeltränke?

Der Wassernapf entspricht dem natürlichen Angebot für Kaninchen. Die Nachteile vom Wassernapf treten im Sommer auf. Da er schnell verschmutzt ist die Wasserverfügbarkeit nicht absolut garantiert. Er kann auch umkippen und wenn viel getrunken wird, muss er eine ensprechende Größe haben und nimmt dann im Stall einiges an Platz weg.
Die Nippeltränke hängt meistens außen an der Tür und die Tiere müssen erst lernen daraus zu trinken. Ob ein Tier dadurch im Alter Wirbelsäulenprobleme bekommen kann, kann ich nicht beurteilen.
Der Vorteil ist: Die Tränke nimmt keinen Platz im Stall weg und das Wasser bleibt über den Tag sauber.
Es können -gerade für Gruppen- ohne Probleme 2-3 Liter Wasser zur Verfügung gestellt werden.

Ein Nachteil ist allerdings: wenn es heiß wird, duschen manche Tiere. Sie lassen sich das Wasser über Stirn und Nasenrücken laufen und der Stall steht unter Wasser.
Ein auf diese Weise duschendes Tier sieht nicht besonders schön aus. Bei den "Dauerduschern" dünnt sich das Fell aus und sie sehen regerecht krank aus.

Das Beste daran: Der unglückliche Blick und die Erklärungen der Züchter wenn man in einer anderen Zucht einen "Duscher" erblickt.

Nicht alle Kaninchen lassen sich Wasser über die Rübe laufen, aber wenn sie es einmal raus haben, machen sie es jeden Sommer. Es spielt auch keine Rolle wie hoch oder niedrig die Tränke hängt. Diesen Tieren ist es völlig egal, die Hauptsache das Wasser läuft.

 

Für den Sommer habe ich zwei Dauerfreiläufe mit extra Stall - Häuschen eingerichtet. Die Tiere können Tag und Nacht draussen oder dinnen sein, wie es ihnen gefällt. So ist es möglich mehrere Tiere zusammen zu halten. Eine trächtige Häsin lasse ich aber nicht in der Gruppe, sie bekommt einen eigenen Rückzugsort um in Ruhe ihre Jungen auf zu ziehen.
Das Ter auf dem Bild ist nicht allein, ein weiteres sitzt im Häuschen und ein anderes ist gerade außerhalb des Geheges unterwegs. Mein ganzer Garten ist als Freilauf geeignet, jedoch mag ich keine Kaninchen in meinem Gemüsebeet. Die Freilaufgehege sind zum Schutz der Kaninchen auch von oben gesichert.

 

Das regelmäßige Entwurmen ist eine unangenehme Sache. Die Tiere mögen das Zeug einfach nicht. Meine liebsten Mädels sind danach mind. eine Woche sauer auf mich. Jetzt habe ich den Tipp bekommen es mit Oreganöl zu versuchen. Ich habe also dieses Zeug beim Futterhändler bestellt und weiche ein paar Pelletts damit ein. Tja, die Tiere sind völlig gaga nach diesen Pellets. In sofern erstmal ein Punkt für mich.
Nach der ersten Woche fällt mir ein wesentlich glänzenderes Fell bei den Tieren auf. So sehr, dass man wirklich den Unterschied sieht. Die Jungtiere vertragen es sehr gut und es duftet jetzt im Stall. Bisher alles positiv.
Ich werde dies jetzt einmal im Monat für fünf Tage füttern und dann im Feburar eine Stuhlprobensammlung beim Tierarzt abgeben.
Ich werde im Frühjahr berichten.

 

 

 

Mitte November findet hier in Kaarst ein erstes Züchtertreffen statt. Es treffen sich sechs Züchterinnen die reine NHD Lienien ziehen und die schon länger eng zusammenarbeiten, sich aber teilweise nicht persöhnlich kennen. Mit ein wenig Glück schafft auch eine siebte Züchterin die etwas weitere Anreise. Sollte sie es nicht schaffen, schalten wir sie online dazu. Ich freue mich sehr auf dieses Wochenende und werde dann hier berichten.

Dieser Bericht wir dann die letzte Änderung in diesem Jahr auf meiner Internetseite sein.

Meine Internetseite ist nun 15 Jahre online. Ich habe die letzten 14 Jahre mit Dreamweaver gearbeitet und mir ist dieses Programm wunderbar vertraut. Jedoch kann ich die Seite nicht auf meinem neuen PC bearbeiten.
Deswegen wird sie nun auf Contentful und Next.js umgeschrieben. Nun muss ich einiges dazu lernen und habe mir für diese Umstellung mal wieder den Winter ausgesucht.

Großartige Veränderungen wird es auf der Seite nicht geben. Es wird nur eine zusätzliche Kategorie für die örtlichen Beobachtungen zu RHD2 und Informationen zu den Impfeungen dazu kommen.

Deswegen ist die Seite in der Zeit vom 01.11.2017 bis zum 01.02.2018 nicht so aktuell gepflegt wie es meine Leser in den letzten Jahren gewohnt waren.

Bei Anfragen zu Tieren bitte einfach eine email schreiben.

Ich wünsche einen schönen Winter!

Eure Sabine Kühl

01.11.2017

 

   


 


 

 

 

 

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Wegen Erneuerung dieser Internetseite sind die Informationen bis zum 01.02.2018 nicht wöchentlich aktuell, so wie viele Besucher es in den letzten Jahren gewöhnt sind.