Zuchtjahr 2018

Der Januar beginnt ruhig und recht warm. Der erste Wurf wird am 5. Januar geboren. Es ist ein rein blauer Wurf. Im Winter fallen manchmal die Ohren nicht richtig, dies hängst mir der Kälte zusammen. Später ist es bei Tiere allerdings schwer zu beurteilen, ob der Behang wegen der Kälte nicht schön ist oder ob es Vererbt wurde.

Einen kleinen Neuzugang in blau weisgranne RT NHD 1.0 habe ich von einer Züchterin aus Tietz übernommen. Der Kleine hat am 14.02.2018 seine erste Impfung erhalten und wurde vom Tierarzt untersucht.
Es folgen noch zwei weitere Arzttermine bevor er in die Zucht aufgenommen wird. Der nächste Termin ist am 14.03.2018 und dann nochmal am 11.4.2018. Ein Bild von ihm folgt noch. Er soll sich erst einmal einleben und mich kennen lernen. So ist es viel einfacher schöne Fotos zu machen.

 

Ende Februar wurde es dann kalt. Richtig kalt, bis zu minus 9 Grad und dies fast eine Woche lang.
Meine Damen haben Jungtiere in dieser Zeit bekommen. Dank der Fußbodenheizung in den Schlafkammern sind alle Jungtiere gut geborgen.

 

 

 

Wenn man draußen nicht viel machen kann, fängt man an zu planen und dies wird meistens teuer.
Zwei neue Außengehege gehören zu meiner Planung und ich freue mich, wenn es wärmer wird und ich die zusätzlich die schon vorhandenen Freiläufe auffrischen kann. Als nächstes plane ich noch zwei Stallhäuser selbst zu bauen, als Schlafmöglichkeit für die Tiere in den Wiesenfreiläufen.

 

 


Was ist schlimmer? Die Hitze im Sommer oder die Kälte im Winter?

Ist es im Winter teilweise zu kalt um Zwergkaninchen im Garten zu halten?
Da es sich um heimische Tiere handelt, sie nicht in exotischen Gebieten aufgewachsen sind, haben sie mit Kälte erst einmal wenig Probleme. Natürlich muss der Stall wetterfest, sauber und trocken sein. Extra Isolierungen sind teuer und unnötig, denn die Kälte kommt durch die Gittertür und diese darf auf keinen Fall zugehangen werden. Die Tiere müssen nicht vor der kalten Luft geschützt werden.
Durch das Zuhängen der Tür, steigt der Azetongehalt in der Luft und die Tiere vertragen dies nicht gut. Also sauber, trocken, viel Stoh in einer geschützten Kammer und frische Luft, und die Tiere schaffen es sehr gut durch die kalte Zeit.

Viel frisches Gemüse und zweimal täglich frisches Wasser anbieten, dann haben die Tiere genug Flüssigkeit, falls die Tränken eingefrohren sind.
Dies ist dann auch schon der unangenehme Teil bei dem Thema "Kaninchenzucht" und "Winter". Zweimal täglich Wassernäpfe säubern und neu Auffüllen bei ca. 15 Ställen, da fallem einem die Finger ab. Ganz gruselig.

Noch gruseliger und gefährlich: Sommerhitze!
Mehrere Tage 38 Grad im Schatten, kein Wind und die Ställe sind so aufgeheizt, dass die Tiere dort so nicht bleiben können. Ein Segen sind Wiesenkäfige, welche natürlich in Anzahl und (Schatten-) Platz nur schwer aufzustellen sind. Keller und Garage sind dann Orte der Zuflucht. Dort können die Tiere natürlich nicht 24h/Tag bleiben.
Also werden sie hin und her getragen. Nachts in die Ställe und zwischen 10 und 17 Uhr in die Zuflucht.
Auf geschlossene Kartons und Transportboxen sollte man für den Notaufenthalt verzichten, denn die sind einfach zu klein. Große Umzugskartons sind oben allerdings offen. Dummerweise hällt elbst ein Gitter, welches aufgelegt wird, manchen Rammler nicht davon ab, um zu einer Zippe zu gelangen. Zufallswürfe sind manchmal interessant, aber bitte nicht bei solcher Hitze!


Mit Wasser gefüllte, eingefrohrene Pet - Flaschen helfen für eine kurze Zeit als Kälteakku im Stall. Allerdings braucht eine Zucht ca. 10 Flaschen, besser zweimal täglich, also 20 Flaschen, pro Tag! Leider ist das Gefrierfach im Sommer sehr angesagt und auch diese Möglichkeit ist eine gute Lösung, allerdings kompliziert wenn es über ein- bis zwei Wochen gehen muss.

Sommerhitze ist auch der Hauptgrund, weshalb bei den meisten Zuchten von Juni bis August nicht verpaart wird.
Die Antwort lautet:
Sommer ist viel schlimmer! Unsere Tiere nehmen keinen Schaden in der Kälte, aber bei Hitze wird es lebensgefährlich. Einen Sommer mit max. 30 Grad finde ich am schönsten.

Aber heute gehe ich, am diesem 18. März im Schneetreiben, mit frohem Mut runter in die Kälte und hole mir eingefrohrene Finger!

Kaum ist das Wetter etwas besser, müssen die Wannen der Schlafkammern gereinigt werden. Ich hab da ein einen kleinen Vorrat an Wannen. Im Winter möchte ich nicht auch noch diese Dinger säubern müssen. Der Stapel ist im Winter recht hoch geworden.
Wenn man die Wannen gut verkeilt, dann geht die Reinigung recht schnell.

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 
 

© 2003-2018 Sabine Kühl
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