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2021

Das Jahr 2021 beginnt im Lockdown. Ende 2020 habe ich mein Futterlager aufgefüllt. Die Regale mit den Futterwannen in der Garage sind so voll wie nie.
Ein wenig Sorge bereitet mir der Heupreis. Als ich vor 19 Jahren mit der Zucht anfing, lag der Preis für einen Ballen bei 2,50 Euro. Dafür habe ich 15 kg sehr gutes Heu bekommen. Nun liegt der Preis für die beste Qualität bei 18 Euro pro 12kg Ballen. Dies ist schon ein deutlicher Posten, da ich ca. 2 Ballen pro Monat brauche. Man kann an vielen Stellen sparen, aber nicht am Heu.

Es gibt aber auch wichtigeres als den Heupreis.
Die Ausbrecherquote! Im Dezember/Januar halte ich eine Gruppe meiner Tiere im Gewächshaus. Natürlich gibt es eine Ausbuddelsperre. Theoretisch.
Wenn ich mal nicht mitbuddel -also alles wieder zu mache- dann habe ich am nächsten morgen meine Kaninchen auf der Terrasse sitzen und keinen Oregano mehr in meinen Töpfen.
Also muss ich für das Überleben meines Oreganos morgens und abendes mitmachen. Die Tiere haben da anscheinend auch Spaß dran, denn sie freuen sich immer über die Möhren die es zur Ablenkung gibt.

Zwischen diesen Bildern liegen ungefähr 12 Stunden.
Es gibt einen wunderbaren Nebeneffekt: Vom Nebengrundstück versucht ein kleinwüchsiger Bambus mein Gewächshaus zu erorbern. Meine Tomaten haben zwar nicht gelitten, aber es ist schon blöd, wenn man den unbeliebten Wurzelgast nicht tiefgründig entfernt bekommt. Nun, die tiefgründige Entfernung habe ich jetzt outgesourct. Meine Kaninchen dürften nach ca. 8 Wochen Gewächshausbuddelei auch die letzte Faser Bambus gefunden haben.
Im Boden beim Zugang zum Gewächshaus habe ich ein Stück Zaun gelegt, damit die gebuddelten Löcher nicht einbrechen wenn ich ins Haus gehe.

Im Februar wird es richtig kalt. Jede Tränke und jeder Wassernapf friert im Laufe des Tages innerhalb kurzer Zeit ein. Meine Lösung: noch mehr Gemüse.
Fenchel, Gurke und Möhre enthalten Flüssigkeit und ergänzen die zweimal tägliche Wassergabe zwischendurch. Drei solcher Fenchelkisten, 25 Salatgurken und 3 kg Möhren sind in den zehn Tagen gefuttert worden. Normalerweise komme ich damit drei Wochen aus.

Anfang März laufen die ersten Renovierungen der Sommerfreigehege. Im Winter hat jedes Tier mindestens zwei Boxen. Eine Haltung im Freilauf ist im Winter (November bis incl. Februar) schwierig. Ich habe es versucht, aber wenn die Tiere, nach längeren Regenfällen ständig Feuchtigkeit in den Stall schleppen, dann ist das Stallklima auf die Dauer zu feucht. Die Tiere werden dann krank. Im Gewächshaus hat es gut funktioniert. Das brauche ich jetzt aber für meine Gemüseaussaat.
Im Frühling und Sommer regnet es auch, aber es ist wärmer und durch die Sonne und den milderen Wind trocknet alles schneller ab.
Heute ist der erste Freilauf aktiviert worden und es hat Spaß gemacht den Tiere zuzuschauen wie sie alles erkundet haben.
Am 6. März war der Schreiner für das Aufmaß der neuen Stallanlage hier. Ich plane sechs neue Boxen, die alle miteinander verbunden sind. Eine Box wird 150 x 80 cm groß sein. Eine Einheit besteht dann aus 300 x 80 cm. Natürlich mit großem Sitzbrett. Dafür werden vier Stalltürme von Breker weichen. Die Ställe von Breker haben mir in den letzten Jahren gute Dienste geleistet. Die Ställe waren bisher an den Vorgaben vom ZDRK orientiert. Jetzt plane ich alles etwas größer.

Dieses Jungtier wurde am 9. November bei einer Nestkontrolle fotografiert. Mir war damals schon klar, dass ich es behalten werde, egal welches Geschlecht es sein sollte.
Es ist ein Mädel und ich habe sie Annie getauft. Sie ist, wie ihre Großmutter und Mutter, ein sehr zutrauliches Tier.
Es ist das erste Tier mit blauen Augen in meiner Zucht. Beide Eltern haben keine blauen Augen.

Tiere mit blauen Augen (BA) schauen immer etwas grummelig. Deswegen mag ich BA nicht so gern, aber die Fellzeichnung gefällt mir sehr gut. Mal sehen wie sie sich weiter entwickelt. Dieses Bild ist vom 9. März.

Ich werde oft nach meinem Impfschema gefragt. Schon bevor die Kapazitäten der europäischen Imfpstoffproduktion knapp wurden, haben die Hersteller von Impfstoffen für Kaninchen ihre Empfehlungen bzgl. Auffrischung teilweise geändert. Plötzlich wurden die Impfabstände von sechs auf neun Monate, und kurze Zeit später auf 12 Monate geändert.
Dies ist absolut nachvollziehbar und sicherlich notwendig. Allerdings stellt sich dann natürlich die Frage: Auf welcher Grundlage wurde jahrelang die 6 – Monatsimpfung empfohlen?
Nun ja, für mich schaut es ein wenig so aus, als ob man jetzt die Zeiträume auch einfach auswürfeln könnte.

Nach Rücksprache mit meiner Tierärztin, die eine große Kompetenz im Fachbereich Kaninchen hat,  habe ich mich für folgendes Impfschema entschieden:
Erstimpfung: 4-8 Lw. gegen RHD2 und Myxomatose
Zweitimpfung: 12-16 Lw. gegen RHD1/Myxo und RHD2.
Aufrischimpfung: alle 6-7 Monate gegen RHD1/RHD2 und Myxomatose.
Ich versuche möglichst Einzelimpfstoffe zu bekommen. Dies ist leider bei RHD1 zur Zeit nicht möglich.

 

Transportboxen:
Dies ist meine liebste Transportbox. Sie ist preisgrünstig, groß genug für Kaninchen und sicher. Besonders gut finde ich, dass die Tiere herausgehoben werden und nicht (wenn die Öffnung an der Seite ist) herausgezogen werden müssen. Ich habe diese Boxen auch aus Holz mit zwei getrennten Kammern. Dies ist für Züchter sehr praktisch.
Ebenso eignet sich eine großer Karton. Für den Umbau zu einer Transportbox habe ich immer einige Drahtreste in der Größe 15 x 15 cm hier bereit liegen. Sehr schnell wird ein Drahtfenster von außen auf den Karton geklebt und man muss keine unnützen Löcher in den Karton stechen, die eh nie genug Luftzirkulation bringen.