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Frühere Zuchtjahre von 2019 zurück bis 2015

Zuchtjahr 2019

Wegen der Umzug und Haussanierun,g in der ersten Jahreshälfe 2019, kann ich leider erst wieder ausführlich berichten, wenn wir die Arbeit erledigt haben.

Die Zuchttiere aus den Niederlanden machen mir viel Freude. Sie sind sehr zutraulich und die Jungtiere sind typvoll, gesund und einfach nur niedlich.

Im März habe ich die neue Garage bezogen. Ein richtig tolles Einstreu- und Futterlager ist dort eingezogen. Nun kann ich die Lieferungen viel besser einräumen und es ist wunderbar übersichtlich. Mein Mann hat die Garage mäuse- und rattensicher verputzt. Dennoch fülle ich immer jede Futtertüte um. Dafür verwende ich durchischtige Wanner die sich sehr gut stapeln lassen und deren Deckel dicht abschließen. Natürlich werden dort auch meine Transportboxen gelagert. So über die Jahre haben sich doch einige angesammelt.

Im April habe ich ein Gewächshaus bekommen. Leider hatten wir wegen des Umzugs bisher keine Zeit die Scheiben ein zu bauen. Im Sommer sollen dort Tomaten wachsen. In der kälteren Jahreszeit wird es ein Freilauf für die Kaninchen. Es ist 8,3 qm groß und wird über einen Tunnel mit einem Stall verbunden (…so der Plan)!

Dieses liebevoll gemalte Bild habe ich von zwei Kaninchenbesitzern geschenkt bekommen. Es hat leider etwas gedauert, bis ich es geschafft habe es hier zu verewigen. Vielen Dank für das tolle Bild!

Urlaub ist ja immer ein wenig kompliziert. Ich habe ja nicht nur die Kaninchen, sondern auch meinen Garten und meine Pflanzen. Deswegen habe ich mir eine Schülerin für die Sommermonate gesucht und sie natürlich bei der Knappschaft angemeldet. So konnte ich dieses Jahr in Juni und im Juli für eine Woche in Urlaub fahren und diesmal war keine einzige Topfpflanze vertrocknet. Bisher hat meine Familie während meines Urlaubs immer alles versorgt. Leider ist dann aber die ein oder andere Pflanze auf der Strecke geblieben. Marie hat sich zu einer tollen Vertretung entwickelt die selbstständig und umsichtig meinen Garten und meine Tiere versorgt.

Die sehr heißen Tage im Juli halten an. Im Gefrierschrank habe ich eine Schublade für die „Kaninchen- Eisbomben“ reserviert. Ich nehme dafür halb volle, 0,5 l PET Flaschen. Diese werden zu den Tiere in den Stall gelegt und Abends wieder eingesammelt. Aus Hygienegründen werden sie nach Verwendung abgespült und in Plastiktüten ins Eisfach gelegt. Ebenfalls lasse ich den ganzen Tag den Rasensprenger vor den Ställen laufen. Das Brunnenwasser ist schön kalt, kostet nix und kühlt die Umgebung zumindest etwas ab. Zum Glück habe ich zur Zeit keine trächtigen Tiere.

Fast monatlich fahre ich zu der Tierarztpraxis, die meine Tiere medizinisch begleitet und versorgt. Diese Untersuchungs- und Impftermine fallen nicht nur für die Zuchttiere und Nachzuchten an, sondern auch für jedes Jungtier welches in meiner Zucht geboren wird.

Zweimal im Jahr begrüße ich die Tierärztin aber auch mal bei mir. Wer eine Zucht betreut, muss sie auch kennen.
Wie schon beschrieben, werden alle Tiere untersucht. Dabei legt meine Tierärztin, Frau Dr. Nett, auch besonderen Wert auf die Kontrolle der Backenzähne, die ein Züchter nicht selbst begutachten kann.
Neben der Untersuchung wird natürlich auch geimpft.
Mittlerweile ist eine regelmäßige Impfung für Kaninchen in unserer Region ein lebenswichtiger Faktor.

Im August ging in der Region die RHD2 – Seuche wieder um. Viele Tiere, deren Auffrischimpfung zu lange her war, waren diesmal unter den Opfern. Aber auch Tiere, die nur einmalig geimpft waren, sind gestorben.
Auch wenn eine Impfboosterung nicht vorgeschrieben ist, rate ich dringend dazu, diese dennoch durchführen zu lassen.

Im Sommer kam Unsicherheit auf ob es bald noch alle Impfstoffe in der gewohnten Form geben wird.
Cunivac hat leider die Produktion eingestellt. Ich hoffe es gibt bald einen neuen Anbieter von Einzelimpfstoffen, denn Kombiimpfstoffe versuche ich zu vermeiden.

Das Jahresende kam diesmal viel zu schnell und ehe ich allen Besuchern ein Gutes 2020 wünschen konnte, war das neue Jahr schon angebrochen.

Zuchtjahr 2018

Einen kleinen Ramler habe ich von einer Züchterin aus Tietz übernommen. Der Kleine hat am 14.02.2018 seine erste Impfung erhalten und wurde vom Tierarzt untersucht.
Es folgen noch zwei weitere Arzttermine bevor er in die Zucht aufgenommen wird. Ende Gebruar wurde es dann richtig kalt. Fast eine Woche lang waren es minus 9 GradC. Dank der Fußbodenheizung in den Wurfkisten sind alle Jungtiere gut durch diese Zeit gekommen.

Wenn man draußen nicht viel machen kann, fängt man an zu planen und dies wird meistens teuer.
Zwei neue Außengehege gehören zu meiner Planung und ich freue mich, wenn es wärmer wird und ich die zusätzlich die schon vorhandenen Freiläufe auffrischen kann. Als nächstes plane ich noch zwei Stallhäuser selbst zu bauen, als Schlafmöglichkeit für die Tiere in den Wiesenfreiläufen.

Was ist schlimmer? Die Hitze im Sommer oder die Kälte im Winter?

Ist es im Winter teilweise zu kalt um Zwergkaninchen im Garten zu halten?
Da es sich um heimische Tiere handelt, sie nicht in exotischen Gebieten aufgewachsen sind, haben sie mit Kälte erst einmal wenig Probleme. Natürlich muss der Stall wetterfest, sauber und trocken sein. Extra Isolierungen sind teuer und unnötig, denn die Kälte kommt durch die Gittertür und diese darf auf keinen Fall zugehangen werden. Die Tiere müssen nicht vor der kalten Luft geschützt werden.
Durch das Zuhängen der Tür, steigt der Azetongehalt in der Luft und die Tiere vertragen dies nicht gut. Also sauber, trocken, viel Stoh in einer geschützten Kammer und frische Luft, und die Tiere schaffen es sehr gut durch die kalte Zeit.

Viel frisches Gemüse und zweimal täglich frisches Wasser anbieten, dann haben die Tiere genug Flüssigkeit, falls die Tränken eingefrohren sind.
Dies ist dann auch schon der unangenehme Teil bei dem Thema „Kaninchenzucht“ und „Winter“. Zweimal täglich Wassernäpfe säubern und neu Auffüllen bei ca. 15 Ställen, da fallem einem die Finger ab. Ganz gruselig.

Noch gruseliger und gefährlich: Sommerhitze!
Mehrere Tage 38 Grad im Schatten, kein Wind und die Ställe sind so aufgeheizt, dass die Tiere dort so nicht bleiben können. Ein Segen sind Wiesenkäfige, welche natürlich in Anzahl und (Schatten-) Platz nur schwer aufzustellen sind. Keller und Garage sind dann Orte der Zuflucht. Dort können die Tiere natürlich nicht 24h/Tag bleiben.
Also werden sie hin und her getragen. Nachts in die Ställe und zwischen 10 und 17 Uhr in die Zuflucht.
Auf geschlossene Kartons und Transportboxen sollte man für den Notaufenthalt verzichten, denn die sind einfach zu klein. Große Umzugskartons sind oben allerdings offen. Dummerweise hällt elbst ein Gitter, welches aufgelegt wird, manchen Rammler nicht davon ab, um zu einer Zippe zu gelangen. Zufallswürfe sind manchmal interessant, aber bitte nicht bei solcher Hitze!

Mit Wasser gefüllte, eingefrohrene Pet – Flaschen helfen für eine kurze Zeit als Kälteakku im Stall. Allerdings braucht eine Zucht ca. 10 Flaschen, besser zweimal täglich, also 20 Flaschen, pro Tag! Leider ist das Gefrierfach im Sommer sehr angesagt und auch diese Möglichkeit ist eine gute Lösung, allerdings kompliziert wenn es über ein- bis zwei Wochen gehen muss.

Sommerhitze ist auch der Hauptgrund, weshalb bei den meisten Zuchten von Juni bis August nicht verpaart wird.
Die Antwort lautet:
Sommer ist viel schlimmer! Unsere Tiere nehmen keinen Schaden in der Kälte, aber bei Hitze wird es lebensgefährlich. Einen Sommer mit max. 30 Grad finde ich am schönsten.

Aber heute gehe ich, am diesem 18. März im Schneetreiben, mit frohem Mut runter in die Kälte und hole mir eingefrohrene Finger!

Kaum ist das Wetter etwas besser, müssen die Wannen der Schlafkammern gereinigt werden. Ich hab da ein einen kleinen Vorrat an Wannen. Im Winter möchte ich nicht auch noch diese Dinger säubern müssen. Der Stapel ist im Winter recht hoch geworden.
Wenn man die Wannen gut verkeilt, dann geht die Reinigung recht schnell. Wenn ich allerdings nicht aufpasse, fliegen die Dinger mit Schwung durch die Gegend…

Der Frühling kommt warm und trocken und die Kaninchen lieben den Freilauf in den Wiesenkäfigen.

Von unserer Tierarztpraxis wird jeden Monat ein fester Impfttag für die RHD2 Impfungen angeboten. Meistens ist es ein Mittwoch.

Die Impfpässe die der Tierarzt anbietet, sind nicht besonders großzügig gestaltet. Bei den Impfungen fehlt ein Feld für die Untersuchungen. Ebenso fehlen Informationen zur Haltung und Pflege von Kaninchen.

 

Ich züchte ja nicht allein. Also haben wir beim Züchtertreffen die Idee entwickelt eigene Impfpässe drucken zu lassen. Kann ja nicht schwer sein.

Der Gedanke wurde aufgenommen und ein ungefähres Layout besprochen. Der erste Druck ging voll daneben. Zum Glück war es -geteilt durch die Züchter- nicht so arg teuer.

Beim zweiten Versuch hat es funktioniert. Wir sind sogar recht stolz darauf, den er ist schön geworden. Innen mit viel Platz für die Impfungen und auf der Rückseite finden sich wichtige Informationen für Kaninchenfreunde.

Im Juni/Juli wurde es sehr warm und trocken. Nachts kühlte es immer schön ab, so hatten die Kaninchen es sehr angenehm. Jetzt Ende Juli soll in der kommenden Woche eine Hitzewelle mit bis zu 37 Grad kommen. Solch eine Hitzewelle hatten wir länger nicht und ich bereite mich vor.
1. Das Eisfach ist mit 0,5l Wasserflaschen gefüllt die als Kälteakkus dienen werden. Ich lege sie zu den Tieren in den Stall und friere sie jeden Abend wieder ein.

2. Vier weitere Sonnenschirme (und ich werde noch zwei weitere Schirme für die Wiesenkäfige kaufen) sorgen für Schatten. Jetzt schaut es in meinem Garten nach „Kaninchen Beach Resort“ aus.
3. Der Rasensprenger kühlt unter den Bäumen die Luft. Wenn Bäume viel Wasser haben, dann arbeiten sie wie Klimaanlangen. Ein Laubbaum kann durch Verdunstung die Temparatur in seinem Umfeld um 2-8 Grad senken. Zum Glück befindet sich ein alter Brunnen auf unserem Grundstück.



Der Herbst kommt mit sonnigem Wetter und schönem Licht. Die Ställe sind nun gekärchert und die Schlafkammern mit frischem Stroh vollgepackt, denn Nachts kann es kalt werden. Die Damen benehmen sich als ob es Frühling ist, fast jede ist hitzig. So schön der warem Oktober auch ist, man darf sich nicht drauf verlassen, dass es so bleibt und deswegen gehe ich ab Ende Oktober in die Zuchtpause bis zum Frühling.

Mitte Oktober habe ich zwei Jungtiere aus anderen Zuchten übernommen. Einen Kerl (ML) in havanna und ein NHD Mädel in sallander. Keine Zucht kann auf fremde Linien verzichten und ich achte auch darauf, meine Grundfarben nicht zu verlieren. Diese sind havanna und blau. Ich werde in Zukunft keine WO (Weissohr) mehr ziehen. Die Ohren gefallen mir nicht so gut und auf der Suche nach Jungtieren habe ich gemerkt, wie schwer es ist, gute einfarbige Tiere zu bekommen.

Am 21.11.2018 haben wir ein weiteres Züchtertreffen in Düsseldorf veranstalltet. Chrissi von der Schwäbischen Alb hatte die weiteste Anfahrt und die „Rheinländer“ haben natürlich gerne ihre Zuchten gezeigt.
Die Themen Ernährung und Impfintervalle waren die Hauptthemen und die Zeit ging zu schnell vorbei. Ich freue mich auf das nächste Züchtertreffen.

Natürlich haben wir auch Tiere untereinander getauscht. Uns ist es wichtig, gute Tiere in andere Zuchten zu geben. Dies ist wie ein Bankschließfach für die eigenen Linien. Wenn mal etwas mit der eigenen Zucht passiert, kann man auf seine bewährten Linien bei befreundeten Züchtern zurück greifen. Natürlich ist es auch immer gut, eine Linie bei anderen Züchtern zu prüfen.

Mitte Dezember sind wir mit mehreren Zuchtfreunden in die Niederlande zur Gelderlandshow gefahren. Es ist die nationale Kleintierausstellung. Dort werden Hühner, Tauben, Wasservögel, Ratten, Mäuse und eben auch Kaninchen ausgestellt. Es wurden 144 NHD ausgestellt und wir hatten das Glück eine persönliche Unterichtseinheit „Bewertung NHD“, von einem erfahrenem Preisrichter zu erhalten.

Habe ich schon einmal erwähnt das ich „diesen Zusammenhalt“ und Europa liebe? Ich liebe Europa!

Auf der Gelderlandshow wurden nur sehr wenige Tiere zum Verkauf angeboten. Dennoch war die Entscheindung schwer, denn die Qualität war durchweg sehr hoch. Mit Hilfe des Preisrichters und einer anregenden Disskusion untereinander haben wir für drei Zuchten dann aber Tiere gefunden und sind glücklich und inspiriert nach Hause gefahren.

Die Tiere waren gegen RHD2 bereits geimpft, leider jedoch ohne Impfbuch. Deswegen stand in der Folgewoche direkt ein Tierarzttermin an. Impfung gegen RHD1 + 2 und Myxomatose, Schleimhaut- und Zahnkontrolle sind bei Neuzugägen selbstverständlich und nun beginnt eine längere Quarantänezeit. Im Frühjahr wird nochmals vom meiner Tierärztin untersucht und dann schauen wir mal wie sich die Tiere in der Zucht machen.

Ein erfolgreiches Zuchtjahr 2018 hat mir viel Freude gemacht. Ich habe eine Ausstellung und drei Züchtertreffen besucht.

Ich freue mich auf das Jahr 2019, auf die Besucher meiner Seite und meiner Zucht vor Ort!

Allen wünsche ich gut ins neue Jahr zu kommen und -wichtig- auch wieder raus!

Ihre Sabine Kühl

Zuchtjahr 2017

Das Zuchjahr beginnt eisig und verfrohren. Ich habe die Ställe im vorderen Unterstand mit einer Plane vor dem Wind geschützt. Die Überwachungskameras musste dadurch neu ausgerichtet werden, denn die vielen Alarmmeldungen durch die Bewegungen der Folie ließen mich nicht mehr schlafen. Mein technisch begabter Sohn hat eine super Lösung gefunden.

Ich hatte völlig vergessen von der Einrichtung der ersten Überwachungskamera zu berichten. Diese ist im letzte Sommer erfolgt und hat sich wirklich bewährt:
Als ich bei der Arbeit einen Alarm mitgeteilt bekomme und Zeit hatte auf das Foto zu schauen, sehe ich doch glatt meine Joon wie sie lustig durch den Garten wandert. Da mein Arbeitsplatz um die Ecke ist und mein Chef lachend sagte, dass dies wahrlich ein Notfall ist, bin ich kurz los geflitz und habe die Ausbrecherin eingefangen.

Mit der App auf meinem Telefon kann ich die Anlage ausschalten wenn wir im Garten sind oder Besuch kommt.
Am 09. Januar fällt schon der erste Wurf. Und eine Woche später der Zweite.
Da ich nicht sicher bin, welche Häsinnen aufgenommen haben, sind bei diesem Wetter alle Heizplatten vorsorglich im Einsatz.

Mit den ersten warmen Tagen Ende Februar wird alles ordentlich aufgeräumt. Im Winter sammelt sich ganz schön viel an, gerade nach einer längeren Frostperiode. Die Heizplatten werden gesäubert und weggepackt.
Im Winter tausche ich die Näpfe/Tränken manchmal nur aus und spare mir das spülen bei der Kälte. Der Berg an schmutzigem Zubehör ist dann sehr schnell unangenehm hoch.
Aber auch wenn Teile nur im Regal liegen, müssen sie regelmäßig gespült werden
Wenn man so lange züchtet, muss nach einigen Jahren auch vieles ausgetauscht werden. Letztes Jahr hatte ich schon einige Kotwannen ausgetauscht. Dieses Jahr sind es die Tränken.

Ein Apfelbaum musste auf dem Nachbargrundstück gefällt werden, er hatte einen Pilz im Stamm und drohte umzukippen. Der Baum wurde erstmal liegengelassen, damit ich ihn abernten kann. Kaninchen lieben Apfelbaumäste und meine haben jetzt den ganzen Frühling was zu tun.

Der große Vorteil liegt auch darin, dass der Stall weniger angenagt wird.

Anfang April habe ich schon Jungtiere abzugeben. Wobei sich dies etwas schwierig gestalltet, denn zum ersten mal passen fast alle Jungtiere in meine Zucht und ich behalte mehr als sonst zu dieser frühen Jahreszeit.

Wie jedes Jahr findet am ersten richtig warmen Wochenende die Grundreinigung der Zuchtanlage statt. Dies war dieses Jahr schon am 09. April.

Dabei habe ich auch das Außengehege abgebaut und nun überlege ich, ein etwas größeres, neues Gehege zu bauen. Ansonsten gibt es dieses Jahr nix für mich zu bauen.

Der Mai 2017 geht in meine Zuchtgeschichte ein….noch zu keinem Zeitpunkt meiner Zucht hatte ich jemals so viele Jungtiere gleichzeitig.
Jede Häsin hat aufgenommen und ohne Probleme ihre Jungen geboren. Sie kümmern sich alle vorbildlich um die Babys. Es sind drei Würfe mit mehr vier Babys dabei. Dies kommt sonst nicht so oft vor. Ich mag es auch nicht besonders gerne. Am liebsten sind mir die 3er und 4er Würfe, denn es ist weniger Streß für die Mütter und die Jungtiere gedeihen gleichmäßiger. Aber ich jammere gerade auf hohem Niveau, das lass ich mal lieber bleiben.

Häufige Frage: Wassernapf oder eine Nippeltränke?

Der Wassernapf entspricht dem natürlichen Angebot für Kaninchen. Die Nachteile vom Wassernapf treten im Sommer auf. Da er schnell verschmutzt ist die Wasserverfügbarkeit nicht absolut garantiert. Er kann auch umkippen und wenn viel getrunken wird, muss er eine ensprechende Größe haben und nimmt dann im Stall einiges an Platz weg.
Die Nippeltränke hängt meistens außen an der Tür und die Tiere müssen erst lernen daraus zu trinken. Ob ein Tier dadurch im Alter Wirbelsäulenprobleme bekommen kann, kann ich nicht beurteilen.
Der Vorteil ist: Die Tränke nimmt keinen Platz im Stall weg und das Wasser bleibt über den Tag sauber.
Es können -gerade für Gruppen- ohne Probleme 2-3 Liter Wasser zur Verfügung gestellt werden.

Ein Nachteil ist allerdings: wenn es heiß wird, duschen manche Tiere. Sie lassen sich das Wasser über Stirn und Nasenrücken laufen und der Stall steht unter Wasser.
Ein auf diese Weise duschendes Tier sieht nicht besonders schön aus. Bei den „Dauerduschern“ dünnt sich das Fell aus und sie sehen regerecht krank aus.

Das Beste daran: Der unglückliche Blick und die Erklärungen der Züchter wenn man in einer anderen Zucht einen „Duscher“ erblickt.

Nicht alle Kaninchen lassen sich Wasser über die Rübe laufen, aber wenn sie es einmal raus haben, machen sie es jeden Sommer. Es spielt auch keine Rolle wie hoch oder niedrig die Tränke hängt. Diesen Tieren ist es völlig egal, die Hauptsache das Wasser läuft.

Für den Sommer habe ich zwei Dauerfreiläufe mit extra Stall – Häuschen eingerichtet. Die Tiere können Tag und Nacht draussen oder dinnen sein, wie es ihnen gefällt. So ist es möglich mehrere Tiere zusammen zu halten. Eine trächtige Häsin lasse ich aber nicht in der Gruppe, sie bekommt einen eigenen Rückzugsort um in Ruhe ihre Jungen auf zu ziehen.
Das Ter auf dem Bild ist nicht allein, ein weiteres sitzt im Häuschen und ein anderes ist gerade außerhalb des Geheges unterwegs. Mein ganzer Garten ist als Freilauf geeignet, jedoch mag ich keine Kaninchen in meinem Gemüsebeet. Die Freilaufgehege sind zum Schutz der Kaninchen auch von oben gesichert.

Das regelmäßige Entwurmen ist eine unangenehme Sache. Die Tiere mögen das Zeug einfach nicht. Meine liebsten Mädels sind danach mind. eine Woche sauer auf mich. Jetzt habe ich den Tipp bekommen es mit Oreganöl zu versuchen. Ich habe also dieses Zeug beim Futterhändler bestellt und weiche ein paar Pelletts damit ein. Tja, die Tiere sind völlig gaga nach diesen Pellets. In sofern erstmal ein Punkt für mich.
Nach der ersten Woche fällt mir ein wesentlich glänzenderes Fell bei den Tieren auf. So sehr, dass man wirklich den Unterschied sieht. Die Jungtiere vertragen es sehr gut und es duftet jetzt im Stall. Bisher alles positiv.
Ich werde dies jetzt einmal im Monat für fünf Tage füttern und dann im Feburar eine Stuhlprobensammlung beim Tierarzt abgeben.
Ich werde im Frühjahr berichten.

Mitte November findet hier in Kaarst ein erstes Züchtertreffen statt. Es treffen sich sechs Züchterinnen die reine NHD Lienien ziehen und die schon länger eng zusammenarbeiten, sich aber teilweise nicht persöhnlich kennen. Mit ein wenig Glück schafft auch eine siebte Züchterin die etwas weitere Anreise. Sollte sie es nicht schaffen, schalten wir sie online dazu. Ich freue mich sehr auf dieses Wochenende und werde dann hier berichten.

Dieser Bericht wir dann die letzte Änderung in diesem Jahr auf meiner Internetseite sein.

Meine Internetseite ist nun 15 Jahre online. Ich habe die letzten 14 Jahre mit Dreamweaver gearbeitet und mir ist dieses Programm wunderbar vertraut. Jedoch kann ich die Seite nicht auf meinem neuen PC bearbeiten.
Deswegen wird sie nun auf Contentful und Next.js umgeschrieben. Nun muss ich einiges dazu lernen und habe mir für diese Umstellung mal wieder den Winter ausgesucht.

Großartige Veränderungen wird es auf der Seite nicht geben. Es wird nur eine zusätzliche Kategorie für die örtlichen Beobachtungen zu RHD2 und Informationen zu den Impfeungen dazu kommen.

Deswegen ist die Seite in der Zeit vom 01.11.2017 bis zum 01.02.2018 nicht so aktuell gepflegt wie es meine Leser in den letzten Jahren gewohnt waren.

Bei Anfragen zu Tieren bitte einfach eine email schreiben.

Ich wünsche einen schönen Winter!

Eure Sabine Kühl

01.11.2017

Zuchtjahr 2016

Das Zuchtjahr 2016 startet sehr gemächlich. Durch die Pensionierung meiner dreijährigen Damen im letzten Jahr, sind mehr als die Hälfte meiner Zuchttiere für dieses Jahr im Februar noch keine 8 Monate alt und somit noch nicht zuchtreif. Ich warte immer gerne 1-2 Monate länger als vorgeschrieben, habe dann aber auch Tiere, bei denen die Gefahr, dass etwas mit dem ersten Wurf schief geht, kaum noch besteht.

Über Karneval habe ich meine Zuchtfreundin Marion Opferkuch auf der Schwäbischen Alb besucht. An diese jährlichen Kurzurlaube im Februar könnte ich mich gewöhnen. Wir hatten aber auch ein tolles Hotel in Aalen und es war ein wunderbarer Besuch. Unsere Männer waren zwar bei unseren Zuchtgesprächen etwas außen vor, haben immer nur hingehört, wenn das „für und wider“ einer Vergrößerung der Stallanlage diskutiert wurde.

Marion hat mir zwei kleine Rammler überlassen. Einen blauen (Leo) und einen havanna weissen (Paulchen). Sie haben die Fahrt zu mir gut überstanden und haben sich als äußerst knuddelfest erwiesen.

Mitte März hatte ich den ersten Impftermin in diesem Jahr.

Am Abend vorher bemerkte ich, dass mein blau weisses Mantelscheckenmädel Wilma den rechten Fuß nicht aufsetzt.
Also ist sie direkt mit zum Tierarzt gefahren und wurde geröngt. Die Tierärztin vermutete ein Problem mit der Hüfte.

Sehr schnell wurde klar, dass das Bein gebrochen ist. Die einzige Erklärung, wie es dazu kommen konnte, ist folgende:
Zwei Abende vorher bin ich in der Dämmerung nochmal zu den Tiere gegangen und habe nach dem Wurf in der Nachbarbox geschaut. Dort war ein Jungtier mit einem tränenden Auge und ich wollte schauen ob es nochmal gesäubert werden muss. Ich hatte vergessen den Tieren eine akustische Warnung zu geben, denn wenn sie wissen, wer da kommt, bleibt alles ruhig. Tja und da hat Wilma einen riesen Schreck bekommen und ist in der Box umher gesprungen. Dabei muss sie sich das Bein gebrochen haben.
Ich hatte schon davon gehört das so etwas passieren kann, aber konnte es mir nie vorstellen.

Die Ärztin hat ihr eine Sedierung gegeben, Schmerzmittel und eine Schiene angebracht.

Nun sitzt Wilma in der kleinsten Box mit ausgebautem Sitzbrett und verschlossener Schlafkammer damit die nirgends hängen bleibt.

Sie bekommt in den nächsten Tagen noch regelmäßig ein Schmerzmittel.
Der Verband ist ein richtiger Mädchenverband. Lila mit Punkten! Ich hoffe sie akzeptiert den Verband und wird wieder gesund. Sie muss den Verband immerhin drei Wochen tragen.

Leider musste ich Wilma 14 Tage später einschläfern lassen. Ich dachte wirklich sie wird wieder gesund.

Es wurden jetzt alle Tiere geimpft und die Backenzähne wurden kontrolliert. Zum Glück gab es hierbei keine weiteren Überraschungen.

Jetzt im April habe ich einige Würfe in den Nestern. Ich würde mich ja gerne auf die Farbe chinchilla konzentrieren, aber ohne ein weiteres chinchillafarbenes Tier aus eine anderen Zucht komme ich jetzt nicht weiter. Deswegen habe ich Kontakt zu Züchtern aufgenommen die zur Zeit Jungtiere in den Nestern haben.

Es ist nicht ganz leicht eine Fahrt zu einem Züchter zu planen der einige 100km entfernt wohnt. Reserviert man die Tiere fest bevor man die Zucht gesehen hat? Zweimal fahren, 1 x zum anschauen und das zweite Mal zu abholen ist ganz schön anstrengend.

Also ziehe ich es vor dem Züchter zu vertrauen. Wenn mir gesagt wird, dass die Tiere gesund sind, nicht zu klein und nicht zu groß, dann fahr ich los.
Ob ein Tier wirklich in die Zucht passt stellt sich sowieso erst heraus wenn es ausgewachsen ist und die ersten Jungtiere beurteilt werden können.
Diese Garantie kann kein Züchter geben und dies würde ich selbst nie tun.

Es macht sehr viel Spaß mit anderen Züchter zu sprechen, auch wenn man sich erst kennenlernen muss und mit einem Mix aus englisch, deutsch und niederländisch kommuniziert. Telefonieren ist da besonders lustig. Dies meint zumindest meine Familie. Tja, die Herren kennen auch nicht die Fachausdrücke in Kaninchenlatein.

Um die eigene Zucht zu schützen muss ein neues Tier natürlich in Quarantäne. Mindestens für drei Monate halte ich die Tiere getrennt und führe in dieser Zeit mit ihnen keine Verpaarung durch. In dieser Zeit sind mind. zwei Tierarztbesuche und natürlich die nötigen Imfpungen fällig.
Anfang Mai war es dann soweit die Kontakte durch Besuche kennen zu lernen.
Meine Zuchtfreundin Antje und ich hatten ein langes Wochenende geplant: An einem Donnerstag ging es zuerst nach Belgien zu Jill. Die kleine Hobbyzucht ist auf die Farben chinchilla und feh ausgerichtet.

Neben NHD konnte ich dort auch Franse hangoren bewundern. Die Zuchtanlange machte einen guten Eindruck und ich habe einen sieben Wochen alten chinchilla Bock übernommen. Mittlerweile ist er zweifach untersucht und geimpft. Er ist absolut Zuchttauglich und ich kann es kaum erwarten, noch vier Wochen und die Quarantäne ist geschafft. Er ist sehr zutraulich.
Am nächsten Tag ging es dann in die Niederlande. Der erste Tag stand aber meinem anderen Hobby zur Verfügung: Gärten! Zum Glück kann ich Antje regelmäßig zu solchen Abstechern überreden. Es war ein wunderschöner Tag auf dem Keukenhof

Nach dem Frühstück im Hotel ging es dann etwas weiter Richtung IJsselmeer. Dort haben wir Bianca besucht.
Sie hat eine wunderbare Zucht und es war ein richtig guter Tag. Eine Häsin in blau und einen Bock in havanna weiss durfte ich mitnehmen.
Die Zucht hat mir so gut gefallen, dass ich vier Wochen später in einer Tagestour nochmals hin gefahren bin. Diesmal hat mich Silke Mantwill begleitet. Ich habe mir eine chinchilla WO Häsin abgeholt, die nun das richtige Alter hatte um sie mit zu nehmen.
Auch für die Tiere von Bianca hat meine Tierärztin nur lobende Worte gefunden.

Mitte Juni häufen sich die RHD Meldungen.
Dies ist ja leider keine Überraschung.
Eine böse Nachricht ist leider, dass es im Juli in Deutschland keinen zugelassenen „Einzel RHD“ – Impfstoff mehr gibt.
Die noch bösere Nachricht: Es sterben jetzt wohl auch Tiere, die mit Einzelimfpsoff geimpft wurden.

In solchen Zeiten ist ein engagierter Tierarzt pures Gold wert.
Mein Tierarzt hat einen Antrag beim zuständigen Ministerium gestellt und durfte dann den Einzelimpfstoff aus Spanien per Kühltransport importieren. Das ist genau so kompliziert wie es klingt!
Ganz herzlichen Dank an Die Praxis Dr. Wilmering, besonders Frau Dr. Nett und das tolle Team!


Meine Tiere haben somit
zwei RHD – Einzelimpfungen (Cunivac RHD),
zwei Myxo – Impfungen (Cunivac Myxo) und
zwei RHD V2 Impfungen (Cunipravac RHD Variant).
Auch meine Jungtiere aus diesem Jahr wurden mit dem Impfstoff geboostert bzw. erstgeimpft.
Eine Boosterung nach der Erstimpfung ist dringend empfohlen.

Ich hoffe sehr, dass diese Impfarie die Tiere schützt.

Dies hier ist ein LINK der sehr ausführlich über RHD informiert!

Ende Juli kommen auch noch Myxomatose – Fälle im Rhein – Kreis – Neuss dazu. Bei den vielen Mücken in 2016 ist dies nicht verwunderlich. Nun, meine Tiere sind geimpft und bei der Myxo – Infektionswelle in 2014 hat sich der Impfstoff bewährt.

Alle zwei Wochen geht es jetzt zum Tierarzt damit die Jungtiere früh geimpft und drei Wochen später geboostert werden. Aufgrund dieser zusätzlichen Belastung und der aktuen RHD – Gefahr, werde ich nur wenige, ausgewählte Verpaarungen für den Herbst planen und viele Tiere behalten bzw. an Zuchtfreunde abgeben.

Das Jahr geht zuende und vor lauter Impfterminen beim Tierarzt hat diese Infoseite etwas gelitten.

Ich wusste immer, dass eine Infektion das Ende einer Zucht bedeuten kann.
Das es letztentlich die Impfkosten sein könnten, hätte ich nicht gedacht.
Meine Hoffnung liegt auf dem neuen -und hoffentlich bald erhältlichen- deutschen RHD 2 Impfstoff im nächsten Jahr.
Wenn der nicht kommt, dann wird es eng. Ach Quatsch, es ist schon jetzt eng.

Eine weitere Reduzierung der Zuchttiere ist nicht mehr zu vermeiden.

Alle meine Tiere wurden dieses Jahr mehrfach geimpft. Teilweise sind es bis zu acht Impfungen gewesen. Unglaublich? Hier ein Beispiel:

Leo, mein kleiner NHD Rammler in blau, geb. im Herbst 2015:
Januar 2016: RHD und Myxo (Erstimpfung)
März 2016: RHD und Myxo (Boosterung)
Juni 2016: RHD 2 (Erstimpfung)
August 2016: RHD 2 (Boosterung)
Oktober 2016: RHD und Myxo (Auffrischung)

Hat es sich gelohnt: Ja! Alle Tiere sind gesund.

Ich werde dieses Jahr niemandem „Frohe Weihnachten“ wünschen können.
„Wir müssen für die Menschheit beten, denn diese Weihnachtszeit – Kriegsverbrechen machen mir ein gesegnetes Weihnachtsfest in diesem Jahr unmöglich“

Bringt nix? Stimmt. Ich bin gezwungen zuzusehen.
Als politischer Mensch kann ich in diesem Fall nur den kleinsten, persöhnlichen Widerstand leisten: Nicht schweigen.

Ihre Sabine Kühl

Dezember 2016

Zuchtjahr 2015

Am 15.01.15 wurde es zum ersten mal schön warm.
11 Grad habe ich in meinem Garten gemessen.
Im laufe der letzten Woche habe ich einige Tiere paarweise zusammen laufen lassen und nach deren Verhalten kann der Frühling nicht mehr weit sein. Meine „Kaninchen – Jahreszeiten – Prognosen“ haben in den letzten Jahren immer zugetroffen, es muss nur noch etwas länger hell bleiben, dann beginnt die schönste Jahreszeit.

Der Winter hat den rechten Flügel meines Gartentörchens geschrottet. Somit steht der erste Akku – Schrauber – Einstaz fest, ich muss nur noch den „Spaß am Bauen“ irgendwo finden, dann gehts los. Hoffentlich habe ich noch diese Farbe, sie war extra angemischt. Das Bild ist im Frühling 2014 entstanden, da war meine Gartentorwelt noch in Ordnung. Den aktuellen Zustand wollt Ihr nicht sehen.

Nach dem Gartentor ist dann mitte Januar auch noch mein Zuchtprogramm zusammen gebrochen. O.k. es war eine EXEL Tabelle die ich als Datenbank missbraucht habe und ab einer gewissen Tierzahl in der Stamm – Liste hat es leider nicht mehr funktioniert. Nun wusel ich mich durch verschiedene Demo-Versionen von Zuchtprogrammen und prüfe mit welchem ich am besten zurecht komme.

Ich habe meine eigenen Ansprüche. Bei mir hat jedes Tier einen Namen. Da fallen dann schon die Programme raus, bei denen jedes Tier nur eine Nummer ist.
Ende Februar habe ich mich für dieses Programm entschieden:
http://www.exopet.de/wordpress/?cat=5

Ganz lieben Dank an Gundi Rudat die es mir empfohlen hat. Nach einem Wochenende am PC und der Eingabe von meinen Linien komme ich sehr gut damit zurecht. Wie bei jedem umfangreichen Programm verwendet man es erst nach einiger Zeit vollständig und ich freue mich darauf es nach und nach zu erobern.

Mitte Februar wurde die ersten Jungtiere geboren.
Mein neuer Rammler Rio aus Belgien ist der Vater von zwei Würfen und ich kann es kaum erwarten die Jungtiere zu bewerten. Bisher gefallen sie mir im Bezug auf die Vitalität sehr gut und wenn sie jetzt noch typvoll werden, dann fällt mir die Entscheidung, welche Tiere in der Zucht bleiben, bestimmt nicht leicht.

Dieser kleine Weissohrrammler bleibt mit seiner Schwester ist der Zucht. Es ist mein erstes WO – Zuchttier mit sehr guten Ohren. Zum Glück sind meine Linien breit aufgestellt und daher kann ich es mir erlauben, einen Rammler aus der eigenen Nachzucht zu behalten.

Alle Besucher meiner Zucht im März/April haben von dem Leben eines besonderen Jungtieres erfahren. Wegen den vielen Nachfragen erzähle ich hier nun:

Die Geschichte der kleinen Kampfmaus

Im März habe ich der Natur ist Handwerk gepfuscht und bin nicht sicher ob dies gut war. Eines Abends, bei der Stallkontrolle, hatte eine Häsin zwei Tage zu früh, ihre Jungen geboren ohne ein Nest gebaut zu haben.
Eines der Jungen war beretis gestorben und im anderen Jungtier war noch ein kleiner Funken leben. Es war stark unterkühlt und hat nur ganz leicht ein Beinchen bewegt. Ich habe das Tier aufgewärmt und ein Nest mit einer Wärmeplatte gebaut. Zwei Tage später lebte es immer noch und die Mutter bekam ein weiteres Tierchen. Das Zweite wuchs und entwickelte sich normal. Der kleine Eiszapfen bliebt klein und entwickelte Ödeme am Rücken und im Nacken. Ich habe leider nur ein verschwommenes Foto aus dieser Zeit.

Davon ausgehend, dass dieses Tierchen nicht lange überlebt, habe ich es gepflegt. Ein Leben, egal wie lange und unter welchen Voraussetztungen, muss gepflegt gelebt werden. Es hat mehrmals täglich Lympdrainagen erhalten, denn die Ödeme ließen sich gut verstreichen. Die Augen hat sie erst mit 14 Tagen geöffnet.
Tja, und nun hat die kleine Kampfmaus es bis hierher geschafft. Sie ist von der Mutter entwöhnt, hat keine Ödeme mehr, frisst unglaublich viel und ist extrem zutraulich. Sie hat ein ganz dickes, kurzes Winterfell und ist immer noch viel zu klein für ihr Alter. Aber die Entwicklung schreitet voran und ich wage ein wenig Hoffnung zu haben, dass diese kleine Maus nicht wegen mir überlebt hat, sondern weil es so sein sollte.
Die Kleine Kampfmaus hat sich bis Juni so gut entwickelt und ist so lebhaft, dass ich sie am 12. Juni abgeben konnte. Sie zieht zu einem jungen Rammler, der nicht mehr allein sein soll.

Hier ist noch eine Geschichte:

Die Geschichte vom alten Early:

Am 10.07.2008 wurden kleine Fabenzwergbabys geboren. Es ging ihnen super. Sie waren so fitt, dass sie viel umhergewuselt sind. Eines Abends habe ich einen kleinen Bock aus diesem Wurf kopfüber hängend in der Heuraufe gefunden. Das rechte Hinterbeinchen hatte sich verfangen und das Tier konnte sich selbst nicht befreien. Er hatte sich so doll verletzt, dass der Muskel ganz hart war und das Bein konnte nicht mehr richtig an den Körper gezogen werden. Die ersten Tage konnte er gar nicht laufen, nach zwei Wochen konnte er etwas humpeln.
Eine junge Frau besuchte meine Zucht, als Begleitung ihrer Schwester, die sich Kaninchen anschauen wollte. Sie entschloss sich dem kleinen Kerl ein zuhause zu geben und sich um ihn zu kümmern. Von da an war sein Name: Earl Grey.

Zu Weihnachen bekam ich eine erste Rückmeldung: es ging ihm gut, er konnte laufen! Regelmäßig zur Weihnachtszeit erreichte mich ein Brief von Early, handgeschrieben und mit guten Nachrichten.
Dank der Urlaube der Familie habe ich Earl Grey dann jährlich zur Betreuung wieder gesehen. Er war auch nicht mehr alleine, eine Häsin war dazu gekommen.

Über die Jahre hat Earl Grey sich von seiner schlimmen Verletzung vollständig erholt, er hoppelte wie jedes andere Kaninchen auch, vieleicht etwas schief, aber er hoppelte.
Am 19.05.2015 ist Early nun gestorben, geborgen und geliebt im Kreis seiner Menschen. Er wurde fast 7 Jahre alt.

Ich habe mehrere Dinge aus dieser Geschichte gelernt:

1. Heu für Jungtiere gehört auf den Boden der Box und nicht in die Heuraufe.
2. Jedes Tier findet ein zuhause.
3. Egal wie kalt es ist, egal wie Müde ich bin: Abends wird nochmal nach den Kaninchen geschaut.

Vielen Dank an Mona und Thomas mit Emma und Hugo,
schön das wir uns durch Early kennen gelernt haben.

Foto von Earlys Grab: M.L.P

So, nun sind hier zwei Geschichten erzählt und die aktuelle Entwicklung meiner Zucht geht total unter.

Ende Mai habe ich den Megaumbau im kleinen Stallbereich durchgezogen. Das Nest der wilden Bienen aus den Jahren 2013 und 2014 (unter dem Stall bei der Futtertonne) bliebt unbewohnt und somit konnte ich die Ställe umrücken. Die Bienen hatten sich übrigens in leeren Wallnußschalen eingenistet. Der Nußbaum steht nicht gerade in der Nähe dieser Ställe und die Bienen haben sie bestimmt nicht………. schon gut, keine weitere Geschichte.

Zum Umbau habe ich natürlich die Ställe gekärchert und die Wannen gereinigt. Keine Angst, das Wasser aus den Wannnen wurde nicht in den Rasen gekippt. Es ist auch nur BIO – Spüli und kein Chemiereiniger. Mit einer längeren Einweichzeit, einer schicken Spülbürste und der Sonne bekommt man diese Wannen super sauber.
Einige Scharniere an den Türen müssen noch ausgetauscht werden, dann ist wieder alles wie neu. Drei Tage habe ich für die Aktion gebraucht und nun ist alles sehr schön geworden. Jetzt mag ich nicht mehr bauen…

Am 24. Mai habe ich einen kleinen thüringer Bock aus der Zucht von Silke Mantwill bekommen und dabei mit Antje Lichters ihre kleine -sehr feine- Zucht besucht.
Am 27.06.2015 hat Silke Mantwill mich besucht und einen jungen havanna sallander Bock für ihre Zucht mitgenommen. Trotz Bauarbeiten an meinem Stalldach, habe ich die Zeit gefunden, ihrem vier Monate alten Sohn zu knuddeln. An diesem Tag habe ich auch den neuen Kindergarten – Stall gestrichen. Lila eine mutige Farbe für einen Stall im Garten, aber mit dem Digitalis im Vordergrund und der weissen Hortensie daneben sieht es toll aus.

Bei dem warem Sommerwetter war der Stall nach 24h trocken und konnte bezogen werden. Die beiden Ebenen sind miteinander verbunden und der Stall wird nur für meine Zuchtreserve bzw. Zuchttieraufzucht verwendet.

Auf dem Bild ist Marcy (NHD 0.1 chinchilla) aus meiner Zuchtreserve zu sehen.
Zuchtreserve! Was für ein Wort.
Viele Züchter behalten keine eigenen Jungtiere. Sie kaufen Zuchttiere, züchten damit und geben alle Jungtiere ab.
Das erreichen eines Zuchtziels ist so nicht möglich.
Es gibt aber auch Züchter, die behalten Jungtiere um später mit selbst gezogenen Tieren die Zucht weiter zu führen.
Dabei gilt es, nur die guten Eigenschaften zu verstärken. Wer seine Linien kennt, kommt somit Jahr für Jahr ein Stück weiter. Es lohnt sich. Als erstes reduzieren sich die teilweise frustrierenden Erfahrungen mit Häsinnen (wenn sie vom Verhalten her schlechte Mütter sind).
Das Vertrauen in die eigenen Linien ist eine wichtige Voraussetzung.
Ohne die Begleitung eines Tierarztes ist es nicht möglich die eigenen Linien zu kennen. Deswegen wird jedes Tier mind. zweimal meinem Tierarzt vorgestellt bevor ich es in die Zucht nehme.

Die Tiere sollen ja nicht nur vom Verhalten her top sein, die Gesundheit ist genauso wichtig. Ich beurteile das Verhalten, der Tierarzt den Gesundheitszustand.
Ich ziehe mir meine Häsinnen zum großen Teil selbst. Böckchen nehme ich meistens aus anderen Zuchten dazu. Alle Jungtiere, die mich weiter bringen, d.h. deren Eigenschaften ich verstärkt in meiner Zucht finden möchte, behalte ich. Dies ist meine Zuchtreserve.

Nicht jedes Tier ist dann aber auch noch für die Zucht geeignet. Manche bleiben vieleicht zu klein. Eine Zucht sollte nicht auf Mini – Zwergkaninchen aufgebaut sein, dies ist der Gesundheit abträglich.
Manche entwickeln nicht die Kopf- und/oder Körperform die man gerne in der Zucht hätte. Manche haben einen tollen Kopf, aber nicht die richtige Farbe. Ach, eine Zuchtreserve ist nicht so leicht zusammen zu stellen.
Ich behalte immer lieber ein Tier zuviel als zuwenig. Ende Juni habe ich 3.7 Tiere in meiner Reserve, d.h. 3 Böckchen und 7 Mädels.

Am 14.08.2015 erreichte mich der ersten Anruf der auf eine Infektionswelle von RHD V2 hindeutete.
Das wusste ich natürlich an diesem Tag noch nicht.
Die mich erreichenden Informationen an den foglenden Tagen waren dann so gravierend, dass ich mich entschloss, alle Züchter mit denen ich Kontakt halte anzuschreiben.
Wenige Tage später habe ich Informationen an alle Streichelleute gemailt, derem Emailanschrift ich hatte.
Diese Infektionswelle hat in meinem Zuchjahr viel Raum eingenommen.
Ich bin im September/Oktober fast wöchentlich in die Tierarztpraxis gefahren um Tiere nachimpfen zu lassen. Bis so eine Zucht doppelt durchgeimpft ist vergehen schonmal 4-6 Wochen.
Natürlich wurden auch alle Jungtiere die noch in den Nestern lagen direckt geimpft. Durch diese Infektionswelle startete die Winterpause bereits im August.
Weitere Informationen zum Verlauf der Infektionswelle RHD V2 finden Sie unten im eingefärbten Bereich.

Hier geht es jetzt weiter mit meinem Zuchtjahr:
Durch die vorgezogende Zuchtpause habe ich natürlich frühzeitig entscheiden müssen welche Tiere einen „Rentenbescheid“ bekommen.
Ich gebe meine Zuchttiere zwischen dem dritten und vierten Lebensjahr in Streichelhände. Da sie meistens sehr zutraulich sind und immer zu einem übrig gebielebem Einzeltier ziehen, verlaufen solche Zusammenführungen meistens unproblematisch. Ich bin froh, wenn meine Tiere dann noch eine schöne Zeit als Sreicheltier, sozusagen „in Rente“ erleben.

Allerdings fällt es mir leichter Jungtiere abzugeben. Meine Damen und Herren sind mir ans Herz gewachsen. Der eine lässt sich auf die Seite fallen wenn ich komme, denn so kann der Bauch besser gekrault werden. Ein Anderer dreht seinen Napf um wenn nix mehr drin ist. Ach, diese Vertrautheit ist einfach schön.

Zwei Rammler und vier Mädels haben diesen Herbst ein neues zuhause gefunden. Dadurch konnte ich eine größere Zuchtreserve behalten.

Während ich diese Zeilen schreibe erreicht mich Mitte November schon wieder eine Nachricht von RHD V2 – Verdachtsfällen……. s.u.

Der Dezember ist frühlingswarm und meine Häsinnen räumen ihre Ställe um. Bald geht es mit den ersten Würfen los.

An dieser Stelle möchte ich mich für die Besuche hier bedanken und wünsche Allen ein gutes Jahr 2016.
Ich hoffe sehr, dass die RHD – Welle vorüber ist und wir uns im nächsten Jahr darüber keine Sorgen machen müssen.

Herzliche Grüße

Eure Sabine

20.08.2015:
Ich möchte hier einige (meiner Meinung nach wichtige) Information zum Thema RHD V2 geben:

Da ich die Informationen durch Gespräche mit den betroffenen Haltern bekommen habe, gehe ich von einer hohen Glaubwürdigkeit aus, kann aber natürlich keine Verantwortung übernehmen! Sie sind nicht repräsentativ!

In den letzten Tagen, seit dem 14.8.2015, häufen sie Anrufe von Kaninchenbesitzern deren Zwergkaninchen plötzlich tot im Stall liegen.

Die Tiere sind unterschiedlich alt gewesen.
Alle Tiere lebten in „Streichelhaltung“.

Alle Tiere haben in den Stunden vorher keinen besonders kranken Eindruck gemacht (lediglich 1. Tier war ruhiger und hat weniger gefressen).
Teilweise ist das zweite Tier im Bestand innerhalb von 1-3 Tagen, ebenfalls symptomlos, gestorben.
Für alle Halter war der Tod der/des Tiere(s) überraschend.
Alle Tiere haben „wie schlafend, mit gestreckten Hinterbeinen“ im Stall gelegen.

Kein Tier hatte eindeutige Zeichen einer Blutung oder Verletzung.
Kein Tier war besonderer Hitze oder anderen außergewöhnlichen Belastungen ausgesetzt.
Alle Tiere lebten in Außenhaltung.

Die Tiere waren gegen RHD und Myxomatose geimpft.
Die jüngeren Tiere hatten diese Imfpung 1 x in diesem Jahr erhalten.
Die älteren Tiere hatten z.T. keinen aktuellen oder lückenlosen Impfschutz.

Nach eigener Recherche habe ich folgende Internetseiten gefunden und möchte auf diese Informationen aufmerksam machen:

und

Kleintier – Notstation

Ich schließe mich der Empfehlung zur mehrfachen, halbjährlichen Imfpungen an.

Tiere aus meinem Bestand, die in 2015 zum ersten Mal geimpft wurden, werden kurzfrstig eine zweite Impfung erhalten. Meine anderen Tiere wurden schon mehrfach und sehr regelmäßig geimpft. Dort sehe ich keinen Handlungsbedarf.
Grundsätzlich muss mit solchen Informationen pragmatisch umgegangen werden und ich möchte keine Panik verbreiten.
Sollte es sich jedoch um das RHDV2 Virus handeln und sollten die RHDV2 – Medlungen in NRW stimmen, so könnte rechtzeitiges und häufiges Impfen jetzt sehr wichtig sein!

Die Schwierigkeit, aktuelle und zuverlässige Informationen zu diesem Thema im Internet zu finden, hat mich dazu veranlasst diese Informationen hier zu hinterlegen.

Nachtrag 22.08.2015:
Die Meldungen häufen sich weiter.
Auf weiteres gebe ich keine Tiere ab und nehme vorerst auch keine Tiere auf. Dies gilt sowohl für die Ferienpflege als auch für Zuchterweiterungen.
Ebenso werden in nächster Zeit keine Besuchstermine angeboten. Zum Schutz meiner Tiere schotte ich meine Zucht sofort konsequent ab. Ich habe genügend freie Ställe um alle Jungtiere auf weiteres zu behalten (35 Stallboxen bei 18 Zuchttieren).

Nachtrag 26.08.2015
Seit vier Tagen habe ich von keinem weiteren Fall gehört. Ich habe meine Zucht für 14 Tage unter Quaratäne gestellt (berechnet ab dem ersten Tag an dem keine Anrufe mehr kommen). Dies ist beim jetzigen Informationsstand der 5. September 2015.

Nachtrag 28.08.2015:
Mittlerweile haben alle meine Tiere (die in den letzten 12 Monaten nur einmal gegen RHD geimpft wurden) eine zweite Boosterimpfung mit dem Einzelimpfstoff erhalten. Ich habe meine Kaninchen schon immer mit dem Einzelimpfstoff impfen lassen.

Nachtrag 03.09.2015:
Seit dem 01.09.2015 haben sich zwei weitere Familien mit plötzlichen Todesfällen von einem oder beider Kaninchen bei mit gemeldet. Diesmal waren alle Fälle außerhalb des Rheinkreises Neuss, in Richtung Düsseldorf / Leverkusen. Signifikant ist der schnelle und scheinbar symptomlose Verlauf. Bei einem zweiten Tier einer Familie wurde einzig eine erhöhte Temparatur vom Tierarzt festgestellt. Dieses Tier ist innerhalb von 24h dann ebenfalls verstorben. Bei einer Familie waren beide Tiere zweimal (mit 4 Wochen Abstand) mit dem Kombiimpfstoff Nobivac RHD/Myxo geimpft. Ich bin ratlos.

Hier noch ein weiterer Link bzgl. Impfung und Impfstoff:

http://www.heimtierpraxis-berlin.de/kaninchen.php

Nachtrag 18.09.2015:
Leider hat die scheinbare Ruhe in den letzten zwei Wochen getrügt.
Seit Anfang der Woche gibt es weitere Todesfälle. Ich habe diese Meldung über eine Züchterin bekommen. Alle betroffenen Tiere aus dieser Woche wurden ebenfalls mit Gemüse /Grünfutter gefüttert. Ein Besitzer hat sein Tier im Institut in Krefeld wohl obduzieren lassen. Dabei bestätigte sich der Verdacht auf RHD V2. Das Tier hatte wohl eine gelblich verfärbte Leber und eine randvolle Blase. Ich möchte nochmal erwähnen: dies hier ist eine reine Datensammlung, sie ist nicht repräsentativ und ich habe keine Möglichkeit diese Angaben zu überprüfen. Bereits Ende August hatte ich alle Familien, die Tiere von mir haben, so weit möglich per email angeschrieben und auf diese Problematik hingewiesen. Somit hatten diese die Möglichkeit zur Boosterimpfung. Die vielen positiven Rückmeldungen und der enge Kontakt mit den Besitzern zeigt mir, dass ein offener und pragmatischer Umgang mit solch einer schlimmen Seuche wichtig ist. Das Gebiet der Meldungen hat sich in den Süden des Rhein Kreises Neuss verschoben.

Nachtrag 06.10.2015:
Nun kommen die Meldungen aus dem Raum Köln / Hürth / Bonn.
Auch dort hat es Streicheltiere von mehreren Familien getroffen.
Ich bekomme schon länger auch Anrufe und Emails von Familien, deren Tiere aus anderen Zuchten stammen.

Nachtrag 06.11.2015:
Nachdem ich Mitte August von der Infektionswelle erfahren habe, habe ich unverzüglich eine Zuchtpause. d.h.keine weiteren Verpaarungen, begonnen. Dies war nicht schwer, denn der Herbst stand vor der Tür und meine jährliche Zuchtpause, die sowieso immer im Oktober beginnt, wurde also nur vorgezogen. Ob es schon Grund zur Entwarnung vor dem RHD V2 Virus gibt, kann ich nicht sagen, aber die Lage schein sich entspannt zu haben. Ich hoffe es so sehr.

Nachtrag 20.11.2015:
Es geht wieder los. Nun gibt es Verdachtsfälle aus Meerbusch. Diesmal haben zwei Familien jeweils eines der verstorbenen Tiere zur Obduktion gegeben. Der jeweilige Befund steht noch aus. Ich werde berichten.
Ich bin den Familien sehr dankbar. Es ist sehr hilfreich ein Verdachtstier untersuchen zu lassen. Nur so werden die Impfstoffhersteller aktiv und nehmen den Kampf auf (sofern die bisherigen Impfstoffe nicht ausreichend schützen).

Nachtrag 25.12.2015:
Die Obduktionsbefunde von zwei Tieren aus zwei verschiedenen Familien sind da. Es ist jeweils RHD als Todesursache nachgewiesen worden. Die Tiere waren geimpft. Ein Tier wurde im August 2015 mit einem Kombiimpfstoff gegen RHD und Myxo geimpft. Das andere Tier wurde im Oktober 2015, ebenfalls mit diesem Impfstoff, geimpft. Ich bin sehr froh, dass meine Tiere immer mit den Einzelimpfstoffen geimpft wurden.