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Frühere Zuchtjahre von 2009 zurück bis 2005

Zuchtjahr 2009

Das Jahr 2009 beginnt mit eisigem Frost. Meine neue Aufgabe, zweimal täglich: Tränken auftauen. Meine Familie freut sich zwischendurch wenn die Dusche mal frei ist. Am Außenstall waren es in der Nacht vom 6.1 auf den 7.1.2009 minus 13,5 Grad.

Am 6. Januar habe ich meinen Zuchtkollegen in der Nähe von Eindhoven besucht. Zurück gekommen bin ich mit wunderschönen Rammlern. Ich hatte geplant nach Utrecht zur Kleintierexpo zu fahren um gute NHD Rammler zu bekommen. Das kann ich mir jetzt zum Glück sparen.

 

Am 11. Januar war wieder Landesschau in Rheinberg. Leider hatte ich nur kurz Zeit da ich an diesem Tag noch arbeiten musste. Also bin ich sehr früh gefahren, habe mir die Tiere angeschaut und Zubehör gekauft. Es lohnt sich wirklich auf solch eine große Schau zu fahren. Allein die Farben der Kaninchen mal live zu sehen ist super.

Heute am 17.01.2009 lag sogar etwas Frühlingsluft in meinem Garten. Ich habe die Chance genutzt um die Ställe gründlich zu reinigen. Habe Jungtiere die langsam geschlechtsreif werden getrennt und nochmals sämtliche Tränken und Näpfe gespült. Da ich einen doppelten Besatz für Tränken und Futternäpfe habe war dies ziemlich viel Arbeit.

Von Ende Januar bis zum 21. Februar war ich mit unserem jüngsten Sohn zur Kur in Monschau. In dieser Zeit hat sich mein Mann um die Kaninchen gekümmert. Er hat dies super gemacht. Ohne seine Hilfe hätte ich nicht fahren können. Jetzt bin ich erholt und ausgeruht und freue mich schon darauf in den nächsten Tagen neue Fotos von den Jungtieren zu machen.

Im März habe ich mich entschlossen die letzten Farbenzwerge abzugeben.
Nun habe ich meinen gesamten Bestand auf rein gezogene NHDs umgestellt. Der Niederländische NHD – Club (Nederlandse Hangoor Dwergen Club) hat mich als Mitglied aufgenommen.

Eine Häsin, (Joon, thüringerfarben) die im letzten Jahr geboren wurde, hat ihren ersten Wurf bekommen. Leider hat sie kein richtige Nest gebaut und ich musste den Wurf einer anderen Häsin unterschieben. Es ist immer wichtig unerfahrene und erfahrene Häsinen zeitgleich decken zu lassen. Somit hat man eine Amme wenn es nicht gut klappt.
Es ist sehr kalt im März und ich hoffe ich kann die Heizungen bald abbauen.

Im April ist dann kein Aprilwetter mehr sondern fast schon Sommer. Wann bitte war Frühling?
Da es im März so kalt war habe ich mit dem nächsten Würfen gewartet. Ich habe in dieser Zeit den Bestand impfen lassen und die Häsinen wurden erst wieder Ende März gedeckt.

Es sind zwei Häsinen dabei die zum ersten mal Junge erwarten.

Anfang Mai war es dann soweit, 24 Jungtiere wurden geboren. Ich bin mit der Arbeit gar nicht mehr nachgekommen. Ich habe einige der Nachzuchten behalten, dafür gehen drei NHD Damen in den Ruhestand.

Auch Zuchtkolleginnen haben Jungtiere übernommen bzw. mit mir getauscht. Ein solches wunderschönes „Tauschobjekt“ ist Violet. Ein Häsin von der ich mir im nächsten Jahr viel verspreche.

Im Juni habe ich mich entschlossen weitere Zuchttiere abzugeben. Ich werde auf 4.8 reduzieren müssen. Wieviel Nachzuchten ich behalten werde muss ich noch schauen, bis jetzt sind es 1.4 Jungtiere. Für die zweite Jahreshälfte plane ich nur noch wenige Würfe, denn die bisherigen Nachzuchten sind sehr schön.

Am 25. Juli 09 wurde der 100.000 Besucher auf meiner Internetseite gezählt!
Wie ich aus verschiedenen Gesprächen erfahren habe sind einige davon sehr regelmäßige Besucher. Genau diese Besucher grüße ich jetzt hier.
Herzlichen Dank!

Ende Juli habe ich erfahren das Bert Gerrits aus Eindhoven am 13.7.09 verstorben ist. Ich habe ihn im Januar getroffen als ich mir den Zuchtrammler Tipps (NHD 1.0 madagascar /thüringer) aus seiner Zucht aussuchen durfte. Damals hatte ich die Gelegenheit eine über Jahre aufgebaute, hervoragende NHD – Zucht anzuschauen. Die Nachricht von seinem Tod hat mich bewegt.

Im August habe ich keine Verpaarungen vorgenommen. Wegen den anstehenden Impfungen habe ich eine Zuchtpause eingelegt. Laut Impftsoff – Beipackzettel macht es zwar nicht aus wenn eine Häsin trächtig ist oder gerade Junge säugt, aber ich halte nichts davon in diese Zeit hinein zu impfen. Da ja alles geplant werden kann verhindere ich dies immer. Die Belastungen für meine Tiere -falls doch mal eine Impfreaktion sein sollte- sind mir zu groß.

Umfangreiche Umbauarbeiten an meinen Ställen haben mich Anfang September zur Stichsäge greifen lassen. Da ich einige Tiere aus der Zucht abgegeben habe sind nun die Boxen frei geworden. Ich habe jeweils zwei Boxen miteinander verbunden und teilweise noch Kammern angebaut. Somit hat jedes Tier jetzt eine Mindesstallgröße von 100 x 60. Die Maximalgröße besträgt 170 x 60 cm. Dadurch habe ich jetzt „nur“ noch 19 Boxen aber es ist eine ganz andere Qualität. Dies hat natürlich Auswirkungen auf die Möglichkeit Feriengäste aufzunehmen, denn die ist jetzt arg begrenzt. Ich habe dadurch auch meine Notfall- und Karantäneboxen von 6 auf 3 reduziert.

Von Zeit zu Zeit machen mir handwerklich Aktivitäten sehr viel Spaß und da ich, bei diesem schönen Spätsommerwetter, gar nicht aufhören kann zu werkeln wird der Stall im Garten angestrichen.

Auf meiner letzten Gartenreise in England (diesmal war es East Anglia) habe ich darauf geachtet wie schön mit lackierten Elementen im Garten gearbeitet werden kann. Als Mutter von drei Kindern kann ich natürlich so viel Fläche nicht auf einmal pinseln, also wird alles in meiner geduldigen „Stop and Go“ – Manier etwas dauern. Nebenan zeigen Bilder den Fortschritt, jeweils nach fünf Tagen.

Im Oktober bin ich mit meiner Zuchfreundin Marion Otto in die Niederlande gefahren. Dort haben wir uns zwei Zuchten angeschaut.
Wir waren bei Piet van Beers. Er hat sich sehr viel Zeit genommen und uns seine Zucht ausführlich gezeigt. Es entstand eine offene und herzlich Diskussion über die NHD Zucht in den Niederlanden. Dies war natürlich interessant und sehr lehrreich. Es zeigte sich deutlich wo der Unterschied zwischen unseren NHD und denen der Niederländer liegt. Für mich habe ich folgende wichtigen Informationen gewonnen:

1.) In Deutschland sind NHD oft zu leicht im Gewicht und zu lang im Rücken. Ein kurzer, runder Rücken und dann ein Gewicht von 1.400 – 1.600g sind anzustreben.
2.) Der Brustbereich muss breiter werden. Ebenso muss die hintere Partie breiter ausfallen (wenn man von oben auf den Rücken schaut).

Der ganze Ausflug hat 12 Stunden gedauert und ist mit einem Kurs in Sachen NHD zu vergleichen.

Das Wetter im Dezember erinnert an den Anfang des Jahres: Kälte und Schnee. Zum Glück liegen keine Jungtiere in den Nestern denn die jahreszeitliche Zuchtpause hat schon Anfang September begonnen.

Alle Tränken sind eingefrohren. Dafür bekommen die Tiere reichlich Äpfel, Möhren und Rote Beete. Damit ist eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme gewährleistet. Die ersten Strohballen sind schon verbraucht. Bei minus -13 wird immer nur sauberes Stroh obenauf gelegt, wenn es taut wird dann der Stall komplett gemistet.

Die Stille die der Schneefall verursacht lässt mich nachdenklich auf das Jahr zurück blicken. Es hat sich einiges geändert, die Ställe sind wesentlich größer geworden. Die Nachzuchten aus diesem Jahr sind vielversprechend.

Das Jahr 2010 wird bestimmt interessant und ich freue mich darauf.

Doch vorher feiern wir das Weihnachtsfest und ich Grüße alle Besucher.

„Ehre sei Gott in der Höhe und
Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.“

Eure Sabine Kühl

Zuchtjahr 2008

Am 12. Januar 2008 fing das Züchter-Jahr mit dem Besuch der Landesschau in Rheinberg an. Dort habe ich mich mit einem Zuchtkollegen aus den Niederlanden getroffen. Wie schon im Sommer besprochen, habe ich zwei sehr schöne Häsinnen von ihm bekommen. Ich nenne sie Luna und Kitty und freue mich sehr über die beiden. Es sind zwei sehr schöne Farbenzwerge weisgrannen havanna.

Im sehr kalten Februar habe ich am Laptop (vorm Kaminofen) gesessen und in Excel eine Datenbank angelegt. Ich bin teilweise ziemlich verzweifelt, weil ich so etwas vorher noch nie gemacht habe. Aber es funktioniert. Nun kann ich zu jedem Tier das bei mir gezogen wurde (oder wird) auf Knopfdruck einen Stammbaum abrufen.
Kleinere Excel-Probleme habe ich mit meiner unschlagbaren PC-Bauernschläue kompensiert und ein Fachmann lacht sich wahrscheinlich schlapp. Egal, es zählt der Ausdruck und der stimmt erstaunlicherweise.

Die ersten Würfe liegen im Februar in den Nestern und ich bin sehr stolz auf meinen Kaninchendamen. Sie machen es alle sehr gut. Auch Delilah hat ihren ersten Wurf großgezogen und macht es toll. Ich brauche nur regelmäßig die dicken Bäuche der Babys zu kontrollieren.
Im Frühling wurden so viele Kaninchen geboren, dass ich schon Mitte Mai vier Häsinnen für das Zuchtjahr 2009 ausgesucht habe. Die Nachzuchten sind einfach wunderschön. Delilah hat eine sehr schöne Satin-Häsin in blau von Otto II bekommen. Marion Otto hat mir Aragon, einen tollen NHD in sallander ausgeliehen. Gleichzeitig konnte ich eine meiner Häsinnen von ihrem Joda decken lassen. Vielen Dank.

Das Hagelunwetter Ende Mai hat zwar mein Auto demoliert, das Dach vom Stall hat zum Glück nichts abbekommen. Das Unwetter ist von Süd-Ost gekommen, und da steht nunmal unser Wohnhaus vor dem Stall. Ansonsten wäre das Dach ziemlich gelöchert gewesen, so wie die Rollladen unserer Nachbarn.
Meine Mitgliedschaft im Kaninchenzuchtverein Anfang Juni habe ich aufgegeben. Die Erwartungen des Vereins kann ich zeitlich nicht erfüllen und mein schlechtes Gewissen gegenüber dem Verein wurde immer größer.
Ich werde nur wenige Farbenzwerge behalten. An dem Farbschlag weisgrannen weiter zu arbeiten und im Verein aktiv zu sein muss leider etwas verschoben werden. Die vielen Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte mit meinen Söhnen lassen mir leider nicht die Zeit.

Ich werde auch einige NHD-Zuchttiere abgeben. Mit der Zucht ganz aufhören werde ich nicht, 50% der Ställe bleiben besetzt.
Im Juni habe ich Besuch aus den Niederlanden bekommen. Ein befreundeter Züchter hat sich einige von meinen Farbenzwergen für seine Zucht ausgesucht. Anstelle von Blumen hat er mir eine wunderschöne kleine NHD Häsin mitgebracht. Ich werde Sie Vita nennen, nach der englischen Schriftstellerin Vita Sackville-West. Zum Glück ist da noch ein Ställchen frei…

Marcy hat im Ende Juni wunderschöne Babys von Joda bekommen. Zwei Häsinnen werde ich behalten. Ich werde sie Jackie und Joon nennen.

Im September habe ich drei Häsinnen aus anderen Zuchten dazu genommen. Andie (blau-weiss VST Schecke) Sally (sallander VST) aus der Zucht von Marion Otto und Lizzie (separator) aus der Zucht von Damian Otte. Somit gehe ich mit 3.10 Nachzuchten aus diesem Jahr in den Winter. Es sind alles wunderschöne und sehr liebe Tiere. Dieses Jahr habe ich schon jetzt mein Zuchtziel erreicht: Ich wollte meine Linie ausdünnen und mehr auf die Körperform bei den Tieren achten.
Dieses Jahr wird mein ganzer Bestand schon Ende September geimft, da einige Häsinnen Zuchtpause haben und bei so vielen Jungtieren möchte ich auch nicht unnötig warten.

In den Herbstferien habe ich eine so große Nachfrage nach Ferienpflegeplätzen, dass einige Kaninchen ihren eigenen Stall mitbringen müssen.

Der Oktober steht im Zeichen der Wintervorbereitung. Die Ställe erhalten ein Grundreinigung, die Heizplatten werden überprüft und repariert, Stroh wird großzügig verteilt. Ein einzelnes Jungtier ist in der ersten Woche gestorben, den anderen Würfen geht es trotz der späten Jahreszeit sehr gut.

Jetzt im November ist es kalt und es schneit. Die Tiere bekommen zusätzlich Möhren und Äpfel. Der zweite Strohballen ist schon fast alle. Füttern und Versorgen der Tiere bei der Kälte ist genau so doof wie Ausmisten bei Affenhitze. Mir kann man es beim Thema Wetter und Temparaturen leider nur bedingt recht machen.
Ein Teil meiner Häsinnen ist von September bis Januar in der Zuchtpause. Die anderen Häsinnen bekommen von Dezember bis März keine Jungen. Mal sehen wie der Winter wird…

Ich wünsche allen Freunden und Besuchern tolle Weihnachtsgeschenke, ruhige Weihnachtstage und ein gesundes Jahr 2009. Eure Sabine Kühl

 

Zuchtjahr 2007

Der Januar ist bisher noch wärmer als der Dezember. Heute, beim Säubern der Ställe, haben die Vögel gesungen, die Geranien blühen und die jungen Rosentriebe haben Blattläuse. Die Erde riecht nach Frühling.
Bei mir im Garten waren es heute, am 7. Januar 2007, 11°C.
Der Besuch der Landesschau Rheinberg gehörte auch dieses Jahr zum Pflichtprogramm. Dort habe ich einen Züchter aus den Niederlanden kennen gelernt. Spontan bin ich der Einladung gefolgt und habe am nächsten Tag mit meiner Familie einen Ausflug in die Nähe von Eindhoven gemacht. Eine Zucht, die seit 40 Jahren auf Farbenzwerge weisgrannen spezialisiert ist, kann sich wirklich sehen lassen. Es war toll. Ich habe viel gelernt. Obwohl der niederländische und der deutsche Standard in manchen Dingen unterschiedlich sind, ergänzen sich Zuchttiere aus beiden Ländern hervorragend. Besonders gefiel mir die Farbe weisgrannen havanna (wgr.hav).

Diese Farbe ist bei uns recht selten. Eine Junghäsin und einen erfahrenen Bock durfte ich mitnehmen. Herzlichen Dank in die Niederlande!

Eine Woche später wurden die neuen Stallboxen geliefert. Ich habe mich kurzfristig entschlossen, den Holzstall mit drei Boxen zu erweitern, bevor mein Mann sich ernsthaft dagegen wehren könnte. Geplant war diese Erweiterung von Anfang an.
Bei den ersten Minusgraden in diesem Winter habe ich die wichtigste Bauetappe am späten Nachmittag des 23.1., total durchgefroren, überstanden. Meine Fingernägel haben es freilich nicht überstanden.
Nachdem die Stallelemente stehen, werden diese mit einer Plane abgedeckt und ich warte auf besseres Wetter.

Auf den Bildern ist die Kammer für die Nistboxen gut zu erkennen. Solz darauf, die zusätzlichen Bretter richtig berechnet und montiert zu haben, trete ich den Rückzug an. Ach ja, die Geranien sind erfroren, die Blattläuse an den Rosen nicht.
Eine liebe Züchterin, aus der Nähe von München, bietet mir Anfang Februar eine kleine nette Farbenzwerghäsin in havanna an. Ich habe Glück mit dem Transport und bekomme ein prächtiges Tier. Herzlichen Dank an Sabine B. aus W. Meine lustige Kollegin Ute mag es, wenn Tiere nach ihr benannt werden.
Da meine Kollegin Andrea eine Katze aus Spanien mit dem Namen Ute bekommen hat, ist es nur allzu logisch, meine Häsin aus Bayern auch Ute zu nennen. Ute wird sich freuen!

Jetzt im März tollen die wenige Wochen alten Jungetiere durch die Ställe. Leider sind zwei Jungtiere von Dottie im Alter von drei Wochen gestorben. Der Satinwurf von Engel wächst kräftig, und auch die kleine Häsin aus den Niederlanden hat ihre ersten drei Babys hervoragend betreut. Es sind drei Mädels, die mir natürlich sehr gelegen kommen.
Bis Mitte April haben fünf meiner Häsinnen Junge bekommen.
Ich werde aus drei Würfen jeweils ein Jungtier behalten. Davon 1.1 NHD Satinträger in blau (von verschiedenen Verpaarungen) und ein weisgrannen havanna Mädel. Die kleine Häsin aus Bayern hat zum zweiten mal tote Jungtiere bekommen. Ich habe eine Familie gefunden, die sich sehr gefreut hat, ein so liebes Tier zu bekommen.

Bis zum Juni ging es gemächlich weiter. Eine erste Zuchtpause bei einigen Häsinnen wurde im April / Mai gemacht.
Im Juni haben Minna und Mona zusammen sieben Jungtiere geworfen, alle liegen in einem Nest. Das ist ein ganz niedlicher „Kaninchenberg“.
Engel hat drei Satinbabys, die schrecklich niedlich sind.
Dieser Sommer bereitet einer Kaninchenzucht wenig Probleme, denn es gibt kaum zu heißeTage. Für Häsinnen mit Jungtieren ist dies ja ideal, für die Ferien von Menschenkindern weniger unterhaltsam…
Dottie hat Mitte Juli sieben Junge bekommen. Der bisher größte Wurf bei einer NHD Häsin in meiner Zucht. Leider ist ein Junges schon nach wenigen Stunden gestorben.

Die anderen sind jetzt schon recht mobil und der ganze Wurf ist sehr farbenfroh ausgefallen: sallanderfarben, japaner in hell und dunkel. Dottie ist eine sehr gute Mutter, geduldig und fürsorglich geht es den Kleinen hervorragend.

Seit drei Wochen schauen regelmäßig unsere drei neuen „Gartenbewohner“ in die Stallboxen und lassen sich auch manchmal von meinem Zuchtrammler Caruso jagen. Es sind Agate, Trudie und Prillan, unsere Welsumer Zwerghühner. Manchmal brauche ich eine kleine Beschäftigung nebenbei.

Ende August hat mich wieder einmal der Akkuschrauber dazu gebracht, die Ställe weiter auszubauen. Drei vorhandene Boxen werden durch Nistkammern erweitert. Somit wurden diese Boxen von 60 x 60 cm auf 100 x 60 cm vergrößert.

In einem Wurf von Mona und Caruso ist eine Häsin gefallen, deren Farbe ich nicht bestimmen konnte. Mit Hilfe von Tanja Hach konnte ich dann 1 + 1 = 2 zusammenrechnen und dies ergab die Farbe blau marder. Sie ist recht selten und daher hatte ich nicht mit ihr gerechnet.

Mitte September hatte ich noch zwei Würfe bei den Weisgrannen havanna bevor die jährliche Zuchtpause anfing. Im September haben die Hühner angefangen Eier zu legen, nicht ins Nest, sondern irgendwo ins Blumenbeet. Mein tägliches Eiersuchen entspricht so gar nicht dieser Jahreszeit. Mein Akkuschrauber ist kaputt. Ich muss mir einen neuen zu Weihnachten wünschen.

Ende Oktober ist es nebelig und kalt. Die richtige Jahreszeit um eine Doppel – Runde Stroh auszugeben.
Alle Tiere wurden bis Ende Oktober geimpft. Dieses Jahr — wie üblich — gegen RHD und zum ersten Mal auch gegen Myxomatose.
Im Sommer sind einige Zuchten im Rheinland durch Myxomatose arg gebeutelt worden. Ich selbst hatte zum Glück keine Erkrankungen, und falls der Winter wieder so warm sein sollte, möchte ich meine Tiere vor der Übertragung dieser Krankheit durch Mücken schützen.

Ich behalte einige Jungtiere aus diesem Jahr:
0.2 Wgr. havanna und 1.4 NHD ST.
Von Marion Otto habe ich eine 0.1 NHD thüringer bekommen (Tochter von Tonks) und von Tanja Hach eine erfahrene Zuchthäsin in braun marderfarben.
Herzliche Dank Ihr Lieben.
Ich habe mir einen neuen Zuchtrammler dazu gekauft. Er ist braun marderfarben und ein schöner kleiner Kerl. Zwei weitere Hühner sind ebenfalls dazu gekommen. Sie sollen auf den Namen Coco (Zwerg-Welsumer) und Grete (Zwerg New Hampshire) hören.

Im Dezember habe ich noch einen Stall mit drei Boxen dazu bekommen. Die Boxen sind 70 x 60 cm groß und stehen jetzt in einer Ecke und warten auf den Frühling. Erst wenn der Garten trocken genug ist und sich mein Geschenkwunsch zu Weihnachten (einen neuen Akkuschrauber) erfüllt, kann ich wieder loslegen mit der Bauerei.

Die Hühner sollen dann auch ein eigenes Freigehege bekommen, der Rasen leidet doch sehr im Winter.
Bei den weisgrannen havanna Nachzuchten habe ich ein Tier mit einer weissen Pfote entdeckt. Ist mir bis jetzt absolut nicht aufgefallen. Leider habe ich jetzt ein Tier zu wenig für meine Zuchtplanung im nächsten Jahr.

Mitte Dezember haben mir die Heizplatten zwei Würfe gerettet. Es wurde sehr kalt. Heute, am 18.12., haben wir sogar Dauerfrost. Sogar die Heizplatte für die Hühnertränke wird bei den Kaninchen eingesetzt. Bei den Hühnern ist es warm genug. Wenn es so kalt bleibt, habe ich bald wieder jeden Tag die Tränken zum Auftauen in der Badewanne liegen.

Ein gutes Zuchtjahr geht zuende. Ich wünsche allen Besuchern meiner Seite ein gutes Jahr 2008. ;ögen Eure Wünsche wahr werden. Eure Sabine Kühl

Zuchtjahr 2006

In diesem Januar habe ich vorgesorgt damit mir kein Wurf mehr erfriert. In vier Boxen habe ich Heizplatten installiert. Drei haben 18 Watt Heizleistung die vierte wird mit 30 Watt schon richtig schön warm. Auf den Platten habe ich Wurfkisten stehen. Ist auch toll wenn mal ein Tier krank ist, wärme tut immer gut. Ich bin sehr froh eine Möglichkeit gefunden zu haben Strom in meinen Stall zu legen. Das war das Hauptproblem, jetzt habe ich sogar Licht im Stall. Am 6. Februar hat Wanda (Fbzw. rot) den erster Wurf geboren. Zwei kleine rote Farbenzwerge. Hermine (Fbzw. Hav.) hat einen Tag später drei Junge bekommen, leider sind zwei direkt nach der Geburt gestorben. Aber dem dritten kleinen “Dickwanz” gehts prima, klar wenn seine erfahrene Mutter ein riesiges Nest baut und sich nur um ihn kümmert.

Minna und Mona sind zwei NHD – Schwestern (Bild rechts). Ich habe sie den Winter über zusammen gelassen und als sie gedeckt wurden wollte ich sie trennen. Aber beide haben nichts mehr gefressen. Natürlich habe ich sie wieder zusammen gesetzt. Mona hat
Ende Februar dann ihren ersten Wurf geboren. Drei Babys in einem schönen Nest. Zehn Tage später hat Minna in einer zweiten Wurfkiste drei Junge geboren, wovon eins leider gestorben ist. Beide Häsinnen kümmern sich um beide Würfe. Es ist fantastisch. Mit einer Heizplatte unter den beiden Wurfkisten war es für beide Würfe sehr schön warm und selbst die minus 9 Grad vom 13. März waren kein Problem.
Ich bin allerdings um 1 Uhr nachts auch zu den Ställen gegangen um zu schauen ob auch jeder seinen Hintern über einer Wärmquelle geparkt hat. Ich werde diese beiden unzertrennlichen Schwestern natürlich zusammen lassen.

Sie bekommen noch einen Durchbruch zu einer dritten Box und haben dann richtig viel Wohnraum.
Jetzt im April habe ich die Heizungen demontiert weil es ja wärmer wird. Die ersten richtig warmen Tage, mit bis zu 20 Grad, haben mich dazu gebracht einen Ventilator im Stall zu montieren der in ca. 30 Min. die gesamte Raumluft austauscht. Wenn erst einmal Strom im Stall liegt wird es erst richtig gut. Nachts und Mittags wird jetzt regelmäßig die Luft ausgetauscht.
Nun zu den Jungtieren: Mona hat im zweiten Wurf sechs Jungtiere bekommen. Alle bunt gemisch und sehr lebendig. Tonks wird neuerdings liebevoll “die Milchkuh von den Dickmoppeln” genannt. Ihre Jungen im zweiten Wurf sind kugelrund und natürlich verschlafen bis zum geht nicht mehr. Jetzt ist die schönste Zeit im Zuchtjahr. Ich habe zwei Dauerfreigehege neu gebaut mit Boxen. Blue hat es sofort getestet: ganze 48 Stunden hat sie gebraucht um mir die Schwachstelle im System frei – zu – buddeln (ich hatte eigentlich überall Maschendraht in ca. 20 cm Tiefe verlegt). Jetzt muss ich nochmal nacharbeiten….

Juli: es ist heiß.. man komme ich ins schwitzen beim ausmisten. Nur die Tränken auffüllen und ich bin schon platt.
Leider habe ich dieses Jahr kein Glück mit meinen Farbenzwergen havanna. Bisher nur drei Würfe. Jeder Wurf hatte ein Jungtier, bei einem war ein Zweites dabei und dies lag morgens tot in der falschen Ecke. Also kann ich dieses Jahr keine Zuchtgruppe stellen.
Alice hat leider zwei Todwürfe gehabt und eine andere Häsin ist gestorben (bevor es so heiß wurde). Nun gehe ich auf die Suche nach einer guten Häsin, mal sehen was ich finde. Im August habe ich zwei Tiere von Sabine Leve bekommen. Wunderschöne NHD satin. Leider ist mir der kleine Bock nach drei Wochen gestorben. Ich konnte keinen Grund für den plötzlichen Tod erkennen. Er war so ein lieber Kerl.

Die Häsin heißt Engel und ist ebenfalls ausgesprochen lieb.
Das Kaninchenhaus im Garten mit den sechs Boxen habe ich ausrangiert weil es jetzt zu alt war und ich lieber alle Ställe auf Kotschubladen umstellen möchte.
Pünktlich zum Jahreszeitenwechsel sind die neuen Ställe fertig geworden. Sie sind ein Traum.
Alle sechs Boxen haben Kotschub-landen. Eine Box hat die Größe 1,80 x 0,60 m (dies ist unser Penthouse mit insgesamt drei Räumen). Die übrigen vier Boxen haben jeweils eine Größe von 0,70 x 0,60 m. Drei Boxen haben in der Mitte eine 0,30 x 0,50 m große Nestkammer die dank einer 18 Watt Wärmeplatte sogar eine Fußbodenheizung besitz. Diese Kammern haben eine eigene Tür damit die Nestkontrolle ohne großen Aufwand erfolgen kann.

Das warme Oktoberwetter lässt bei meinen Häsinnen Frühlingsgefühle aufkommen.
In den letzten vier Jahren habe ich immer ab September eine Zuchtpause von fünf Monaten eingelegt. Meine Häsinnen haben diesen Zeitraum bisher vorgegeben. Sie wurden nicht hitzig, also auch nicht gedeckt.
In diesem Jahr sind sie, zu so später Jahreszeit, sehr umtriebig. Der vorerst letzte Wurf wurde am 13.10. geboren, das ist der bisher späteste Wurf bei mir. Somit wurde der bisherige”Rekord” 30.09. im Jahr 2005 eingestellt. Sollten Minna und Dottie in der letzten Woche tatsächlich hitzig gewesen sein wird das Datum noch in diesem Jahr überboten…ich werde es abwarten.
In der Zwischenzeit bereite ich alles entgültig auf den Winter vor.
Die Außenställe habe ich schon im September winterfest gemacht, d.h. abgeschrubbt und neuen Rasen fürs nächste Jahr gesäht. Sie bleiben im Winter leer. Die Rammler die dort im Sommer buddeln werden im Winter in 60 x 60 cm Boxen auf Stroh gehalten. Das Stroh-, Heu und Futterlager ist aufgefüllt. Alle Tränken und Näpfe von den 15 Boxen, die im Winter nicht besetzt sind, wurden gespült und verpackt fürs nächste Jahr. Ich werde mit 6 Häsinnen und 3 Rammlern aus diesem Jahr durch den Winter gehen.

Im Winter bekomme ich noch zwei NHD Satin 1.1 von befreundeten Züchtern. Vieleicht finde ich noch das ein oder andere Tier auf einer Ausstellung.
Eine Farbenzwerg havanna Häsin ist mir auch noch versprochen. Somit wird es auch im Herbst / Winter nicht langweilig. Ich achte darauf im Winter nicht mehr als 12-15 Boxen zu belegen, denn die Stallpflege im Winter ist doppelte Arbeit wegen des vielen Strohs und der einfrierenden Tränken. Insgesamt habe ich 26 Boxen, davon 17 in einem Schuppen mit durchsichtigem Dach und 9 Boxen draussen im Garten, davon haben 3 Boxen ein angeschlossenes Freigehege. Der neue Stall hat Anfang November ein zusätzliches Vordach aus einer wetterfesten Plane bekommen.

Wahrscheinlich aus diesem Grund wurde meine Unachtsamkeit bestraft und Minna und Mona haben sich ein Kabel angeln können und es glatt durchgebissen. Somit hat ihnen der außergewöhnlich warme Winter das Leben gerettet, denn es war kein Strom angeschlossen.

Ein lehrreiches Zuchtjahr geht zu Ende und mit den besten Wünschen für 2007 und einem Gut Zucht bedanke ich mich bei allen die meine Internetseite besucht haben.
Herzliche Grüße
Sabine Kühl

Zuchtjahr 2005

Dieses Jahr sind mir mehrere Jungtiere, die bis Mitte März geboren wurden, erfroren. Es war unglaublich kalt. Ich habe die Mütter mit Ihren Würfen in den Ställen im Gartenhaus gehalten. Obwohl dort die Tränken nicht einfrieren, hatten die Neugeborenen keine Chance.
Ich kann in diesem Jahr nur mit Häsinnen, die in 2004 geboren wurden, züchten. Im letzten Jahr sind einige meiner besten Tiere an Kaninchenschnupfen erkrankt und ich musste sie töten lassen. Den restlichen Bestand habe ich impfen lassen und hoffe, damit meine Tiere ausreichend geschützt zu haben.
Die Häsinnen, die zum ersten mal Junge bekommen, müssen noch lernen diese zu versorgen. Manchmal sterben die ersten Würfe, weil die Mütter die Nester verwerfen. Dies ist dieses Jahr leider auch schon vorgekommen. Ende April ging es dann besser weiter. Drei Häsinnen haben insgesamt 13 Jungtiere bekommen. Die NHD Damen fressen Heu wie Geld und bekommen bald ihre ersten Babys.

Jetzt haben wir Juni und ein einzelnes Junges von einer NHD Häsin ohne Nest habe ich einer erfahrenen Farbenzwerg havanna Häsin (hat am gleichen Tag geworfen) untergeschoben. Zu oft habe ich erlebt, dass ein einzelnes Jungtier von einer unerfahrenen Häsin nicht gesäugt wurde.

Im Juli habe ich zum dritten Mal versucht, mit einer NHD-Häsin Junge zu ziehen. Zwei ihrer Würfe sind in der ersten Woche verhungert. Nach Rücksprache mit meinem Tierarzt wollten wir jetzt schauen, ob sie vielleicht zu wenig Milch hat. Vorsorglich habe ich eine andere, erfahrene Häsin zeitgleich decken lassen.
Die Jungen wurden geboren und sie hatte genug Milch, ging jedoch nicht zum Nest. Also habe ich zwei Junge der anderen Häsin untergeschoben. Die beiden Kräftigeren lege ich jetzt zweimal täglich an… bei der Mutter, nicht bei mir. Es klappt gut, die Jungen sind jetzt vier Tage alt und haben dicke Bäuche.

Auf den Fotos ist gut zu erkennen, wie ich die Jungen bei der Mutter anlege. Danach werden sie mit einem feuchten Tuch „abgeleckt“ und der Bauch wird massiert. Wenn ich richtig massiere, werde ich zum Dank angepinkelt. Dann tun sie das, was alle satten Babys machen: schlafen.
Anfang September sind die „Kleinen“ schon groß. Leider hat sich herausgestellt, dass das Anlegen doch nicht so leicht ist.
Wenn die Jungen überfüttert werden, können sie schwer krank werden. Nun hat einer Spreizbeine bekommen. Dies kommt von zuviel Muttermilch. Das wusste ich nicht. Falls ich nochmal Jungtiere anlegen muss, werden sie vor und nach jeder Mahlzeit gewogen. Ich bräuchte jetzt noch Angaben über die Gewichtszunahme von Jungtieren in den ersten 14 Lebentagen. Also… Kanichenzucht ist eine Wissenschaft.

Der kleine dicke Otto mit den Spreizbeinen hat ein tolles Zuhause bei einer Physiotherapeutin gefunden. Ich bin supefroh, jemanden gefunden zu haben, der sich auf ein behindertes Kaninchen einlässt.
Der andere NHD Wurf hat eine große Überraschung gebracht: Unter dem Dreierwurf ist ein Cashmere-Bock. Ich bin ganz platt. Ich hab noch nie etwas mit Cashmeretieren am Hut gehabt.
Jetzt muss ich erst einmal überlegen wie es weiter geht. Ursprünglich wollte ich ihn abgeben, aber er ist sehr schön. Ich behalte ihn und nenne ihn Frodo — wegen der Locken.
Im September habe ich zum ersten mal an einer Ausstellung teilgenommen. Leider waren meine Farbenzwerge havanna bei der ersten Ausstellung in Dormagen etwas zu leicht. Meine Zuchtgruppe erhielt 379,5 Punkte. Bei der Kreisschau in Krefeld hatten die Zwergkaninchen dann das Mindesgewicht erreicht.

Die Gruppe wurde dort mit 383,0 Punkten bewertet. Ich hatte bei beiden Ausstellungen die gleichen Tiere ausgestellt. Vier Geschwister aus einem Wurf (2.2).
Nachdem Ende September die Zuchtpause begonnen hatte, wurden alle Tiere vorsorglich entwurmt und die Ställe auf den Winter vorbereitet. Jetzt Ende Dezember ist die Zuchtpause fast vorbei, an wärmeren Tagen räumen die Häsinnen schon mal ihre Box um, eine hat eine Höhle eingerichtet. Daran merke ich immer, wie gut es den Häsinnen geht… und was die so vorhaben. Ein wenig Geduld müssen sie noch haben.

Ich möchte nicht, dass die jungen Zwergkaninchen erfrieren, und mein Badezimmer soll auch nicht zur Säuglingsstation werden weil es draußen plötzlich zu kalt ist.
Im nächsten Jahr werde ich diese „Geschichteseite“ fortführen. Es hat mir Spaß gemacht.
Ich möchte mich für die regelmäßigen Besuche und netten Rückmeldungen bedanken und wünsche allen Züchtern ein GUT ZUCHT für 2006, und allen Kaninchenfreunden wünsche ich Ausdauer beim Saubermachen der Ställe und viel Glück.
Gott segne uns alle und jeden besonders.

Frohe Weihnachten

 


Sabine Kühl