2022

Der Winter 2021-22 ist nicht besonders kalt. Schon im Januar haben die Tiere auf Frühling umgestellt. So richtigen festen Frost hatten wir nicht. Ein paar eingefrohrene Tränken und der Winter war vorrüber.
Im Februar werden die ersten Jungtiere geboren. Normalerweise haben meine Tiere 2-3 Jungtiere pro Wurf. Jetzt waren es durchschnittlich 4-5 Babys pro Nest. Da sind einige Jungtiere in den neuen Ställen rumgeflitzt und es Spaß gemacht sie zu beobachten. Diese sehr großen Boxen brauchen nun doppelt so viel Einstreu. Weniger oder seltener saubermachen muss man den Stall leider nicht. Die Reinigungsintervalle werden von der Größe der Grundfläche nicht verändert.
Besonders freue ich micht darüber, dass die Jungtiere alle unterschiedliche Farben haben. Dadurch kann ich sie besser unterscheiden und bei der täglichen Kontrolle fällt niemand durchs Raster.
Manche Jungtiere sind zurückhaltender. Diese sind leichter zu betüddeln, wenn es nicht mehrere Zwillinge gibt. Bei gleichfarbigen Tieren könnte man tätowieren. Ich ziehe einen Punkt (mit einem Edding) im Ohr vor. Es gibt dieses Frühjar schwarze und rote Punkte um gleiche Tiere auseinander halten zu können. Alle zwei bis drei Tage müssen auch diese Punkte kontrolliert werden. Sind sie verschwunden, kann man die Tiere nicht mehr auseinander halten. Ab der ca. 7-8 Woche brauche ich keine Markierung mehr.
Dann kenne ich diese kleinen Unterschiede, die jedes Tier einzigartig macht.

Beschreibung

Im März habe ich beschlossen, alle Ställe zu erneuern. Es sollen extra große Boxen sein. Den ganzen Winter hatte ich Zeit zu überlegen. Dafür muss der letzte Stall im Garten weichen. Der neue Stall hat ebenfalls neun Kammern, die allerdings nur für sechs Einheiten eingeplant werden.
Die mittleren Kammern werden geteilt. Jedes Tier hat somit 120 cm x 70 cm Platz (incl. Schlafkammer).
Wenn mehrere Tiere zusammen gehalten werden, kann ich die mittleren Wannen gegen ein Wanne austauschen und die Zwischenwand (noch nicht zu sehen) herausnehmen. Dann entsteht eine Fläche von 240 cm x 70 cm.
Anfang Mai wurde dieser Stall zerlegt geliefert. Leider können wir nur in Etappen arbeiten, deswegen dauert es noch, bis ich den fertigem Stall hier zeigen kann.
Meine Tiere haben immer entweder eine Box mit Freigehege oder zwei Boxen zur Verfügung. Aus diesem Grund hat dieser Stall auch an jeder Seite eine kleine (Schlupf-)Tür nach draußen. Auf dem Bild kann man die Aufteilung mit diesen kleinen Türen gut erkennen.

Beschreibung

Anfang Juni umpflanze ich die Freigehege mit einjährigen Sommerblumen (Zinnia elegans), die ich im Gewächshaus vorgezogen habe. Sie wachsen über das Freigehege hinaus und blühen unermüdlich bis in den Oktober hinein. Bei der Tür des Geheges habe ich flache Glockenblumen (Campanula portenschlagiana) gepflanzt. Sie breiten sich so nett aus.

Beschreibung

Das zweite Foto habe ich Ende August aufgenommen. Die einjährigen Blumen sind so dicht gewachsen, dass sie eine natürliche Klimaanlage für die Umgebung bilden. Dieser natürliche Schatten ist für die Tiere sehr angenehm. Selbst der Rasen ist trotz der Trockenheit im Umfeld noch saftig grün. Ich gieße die Zinien mit ca. 10l jeden zweiten/dritten Tag wenn es nicht geregnet hat. Leider sind die Glockenblumen einem Ausbruch der Kaninchen-Gang zum Opfer gefallen.

Beschreibung

Hier ein Bild aus einem anderen Winkel: Die Blumen wachsen über das Gehege hinaus. Natürlich sind auch unzählige Insekten bei den Blüten unterwegs. Trotzt Wespennest in der Nähe, haben die Kaninchen keine Probleme mit den fliegenden Besuchern.

Beschreibung

Es hat wochenlang nicht geregnet. Hier in Kaarst gab es einmal Regen in der Zeit von Mai bis August. Als Regen bezeichne ich nur ergiebigen Regen, der den Pflanzen und Bäumen richtig nasse Füße bringt.
Bereits 2020 habe ich für meinen Obst- und Staudengarten ein Bewässerungssysthem verlegt. Somit kann ich gezielt wässern und Wasser sparen.
Wenn es sehr heiß ist, nutze ich eine Nebeldusche um gefährlichen Hitzestau zu vermeiden. Nicht nur Tieren hilft diese Luftbefeuchtung, die ich im alten Zierapfelbaum (Malus) installiert habe. Auch für uns Menschen ist diese natürliche Form der Abkühlung an heißen Tagen sehr angenehm. Die Idee habe ich aus Wien mitgebracht.

Alte Bäume sind natürlich die besten Klimaanlagen. Ich habe leider nur drei Bäume die aufgrund des Alters (ca. 25-28 Jahre) dafür geeignet sind.

Kaninchen brauchen Abkühlung da sie nicht schwitzen können. Sie haben keine Möglichkeit ihre Körpertemperatur zu regulieren. Ob es nun eine Nebeldusche oder eine Eisflasche ist, spielt keine Rolle. Sollte also kein Baum für die Tiere vorhanden sein, dann gibt es die obigen Möglichkeiten um die Kaninchen zu schützen.

Beschreibung