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Frühere Zuchtjahre von 2014 zurück bis 2010

Zuchtjahr 2014

Morgen, am 11.01.2014 fahre ich zur Kaninchenschau nach Rheinberg.

Es geht schon um 6.30 Uhr morgens los, denn um 9.30 Uhr muss ich auf einer Fortbildung zum Thema Tierzucht in Neuss sein.

Die Fortbildung der ViVe Stadtgruppe Neuss war außerodentlich interessant. Auch wenn hauptsächlich Reptilienzüchter anwesend waren, so habe ich viel gelernt. Es gibt eben Sachverhalte über die jeder Hobbyzüchter bescheid wissen sollte.
Unter anderem hat eine Tierärztin vom Veterinäramt einen sehr interessanten Vortrag gehalten.

Ende Januar ist die Winterzuchtpause fast beendet.
Es ist wirklich ein Glück, dass das Wetter an einem Samstag so schön ist, deswegen habe ich das „große Programm“ durchgezogen:

Ställe ausmisten,
Spinnweben entfernen (ja das sieht man morgen schon nicht mehr, ich weiss es),
Nistkammern auswaschen,
Tränken und Näpfe durch die Spülmaschine jagen,
Tränken reparierten,
Stroh in die getrockneten Nistkästen füllen,
den zweiten Tränkensatz trocknen und sauber wegpacken,
Heulager ausfegen und die
Tränkenwasserkanne schrubben.

Da ich einen doppelten Satz Tränken habe, reicht es aus, wenn ich einmal im Monat die Tränken in der Spülmaschine säubere. Zwischendruch wird bei Bedarf mit der Hand gespült.

Das Geheimnis gesunder Tiere ist eine gute Stallhygiene.

Es gibt bei mir mehrere Stufen der Stallsäuberung:
Zweimal pro Woche wird die Kotecke sauber geschaufelt und neues Streu aufgefüllt.
Alle 14 Tage werden die Ställe grundgereinigt.
Ich desinfiziere nie. Ich fege nur jede Box aus. Wenn in den Kotecken nasser Schmutz klebt, verwende ich etwas Spülmittel zum auswaschen. Dies geht, dank der Kotwannen, ohne großen Aufwand.
Bei dieser Gelegenheit werden die Tränken ausgetauscht und die Nistkästen bekommen frisches Stroh.
Die einzigen Medikamente, die meine Tiere in den letzten Jahren brauchten, waren prophylaktisch: Panakur und RHD- und Myxomatose – Impfmittel.

Ich expimentiere auch nicht mit Nahrungsergänzungsmitteln oder ähnlichem rum. Ich füttere ein gutes, ausgewogenens Standardfutter, Heu und zwischendurch Möhren, Äpfel, Kohlrabiblätter, Fenchel, Sellerie oder Giersch.

Im letzten Sommer habe ich unsere beiden Zwerghühner abgegeben. Ein Nachbar bat mich, das Gackern der Hühner zu verhindern. Nach längerem hin und her habe ich mich entschieden, den Tierchen ein neues Zuhause zu suchen.

Wir wohnen im ländlichen Außenbereich und rechtlich hätte ich die Hühner behalten dürfen. Eine freundliche Stimmung in der Nachbarschaft ist wichtig.

Naja, der Hühnerstall wird erstmal zurückgebaut. Ich werde mir ein kleines, offenes Gewächshaus an dieses sonnige Plätzchen bauen.

Die geplante großzügige Kaninchenbox ist leider nicht möglich, da der Platz nicht ausreicht, um eine leichte Reinigung der Boxen zu ermöglichen.

Nach einigen Unterbrechungen geht der Umbau weiter. Heute ist Sonntag und ich werde nur schrauben, die Sägearbeiten wären zu laut. Gestern habe ich also das Holz vorgesägt und hoffentlich habe ich kein Teil vergessen.

Im Mai erreicht das Zuchtjahr seinen Höhepunkt. Es liegen einige sehr schöne Jungtiere in den Nestern mit ganz tollen Farben.

Auch eine kleine separatorfarbene satin Häsin hat ihren ersten Wurf bekommen. Wie viele andere Züchter, bevorzuge ich etwas größere Zuchthäsinen von kleinen Müttern. Jetzt war es mal wieder an der Zeit eine kleine Häsin zu behalten. Nach der alten Regel: „Ausstellungstiere sind keine guten Zuchttiere“, habe ich es jetzt aber mal versucht. Im ersten Wurf hat sie vier Jungtiere geboren. Sie macht das ganz toll. Es gab überhaupt keine Schwierigkeiten, tolles Nest, gute Geburt und die Jungen haben immer pralle Bäuche.

Meine Zuchtfreundin Marion aus Abstgmünd kam nochmal zu Besuch. Es macht Spaß mit anderen Züchtern zusammen zu sitzen, Tee zu trinken, Erdbeerkuchen zu futtern und über die Zucht zu quatschen.

Wenn eine Familie sich Tiere anschaffen möchte geht es zuerst um die Art: Hund, Katze, Maus….

Nun lauten die Standartfragen:
Stall kaufen oder selbst bauen?
Welchen und wieviel Platz können wir den Tieren bieten?
Wieviel Tiere sollen es sein?
Welche Rasse wollen wir halten bzw. welche Eigenschaften sollen die Tierchen rassebedingt mitbringen?
Woher bekommen wir zutrauliche und möglichst gesunde Tiere?
Wer kümmert sich um die Tiere wenn wir nicht da sind?

Diese Fragen sollten beantwortet sein BEVOR ein Tier gekauft wird! Ein guter Züchter spricht die Fragen auch vor Abgabe der Tiere an.

Solch ein Vorgespräch kann beim ersten Besuch bis zu einer Stunde dauern. Werden Tiere ausgesucht und einige Tage später abgeholt, ist ein weiteres, ausführliches Gespräch über Tierverhalten, Gesundheit und Fürsorge selbstverständlich.

Schon seit langer Zeit hätte ich gerne ein Waschbecken im Garten. Als ich das Gartenhaus vor zwei Jahren in ein Teehaus umgebaut habe, kam der Gedanke auf.

Es sollte natürlich nicht irgendein Waschbecken sein. Es sollte ein altes Becken sein, so ein altes Werkstattbecken schwebte mir vor. Ganz unerwartet habe ich nun von Freunden ein Becken geschenkt bekommen. Es ist aber nicht irgend ein Werkstattbecken. Es ist ein Traumbecken von 1961! Ein fettes Dankeschön an unseren Käpten!

nfang August habe ich einen Züchter in der Nähe von Antwerpen besucht. Dort habe ich einen jungen Rammler in havanna otter und eine ausgewachsene Häsin (havanna weiss /geb. 2/2013) bekommen.

Direkt am nächsten Tag habe ich die beiden meinem Tierarzt vorgestellt. Die Backenzähne stehen sehr gut und die Tiere machen einen gesunden Eindruck.

Laut Züchter ist die Häsin eine gute Mutter, die ohne Probleme bereits einmal im April Junge großgezogen hat. Der Grund der Abgabe ist ein Fehler in der Fellzeichnung. Nun, damit kann ich leben.

Nun bin ich gespannt ob ich mit den Tieren Glück habe. Ich werde berichten.

Beide Tiere werden jetzt 3 Monate in Quarantäne gehalten und sollen meine Zucht im nächsten Jahr bereichern. Bei Tieren, aus Zuchten die ich überhaupt nicht kenne, ist eine Quarantänehaltung obligat.

Es ist nicht leicht Züchter zu finden die 100 Prozent ehrlich sind und es sich leisten, vernünftig und verantwortungsvoll, Tiere weiter zu geben. Es gibt immer mal wieder Tiere die nicht zur Zucht geeigent sind. Dies muss nicht immer etwas gesundheitliches sein. Es kann auch schlicht das Alter sein oder bestimmte Verhaltensweisen. Eine Häsin die älter als vier Jahre ist, soll z.B. meiner Meinung nach, lieber ein schönes Streichelleben haben.

Manchen Züchter geben aber wissentlich ungeeigenete Tiere in andere Zuchten und sind nicht ehrlich wenn man nach „Problemen in der Vorgeschichte“ fragt. Sie sind halt einfach froh das Tier los zu sein.

Dies ist extrem ärgerlich und der Hauptgrund warum ich nur mit sehr wenigen Züchtern einen sehr guten, weil verantwortungsvollen, Kontakt pflege.

Es ist auch einer der Gründe warum ich meine Zuchthäsinnen gerne selber ziehe.
Rammler -und ganz selten auch Mädels- übernehme ich auch lieber als Jungtiere und ziehe sie selbst auf.

Seit Jahren habe ich keine ausgewachsene Zuchthäsin aus einer mir fremden Zucht übernommen. Meine früheren Erfahrungen waren einfach nicht die besten.
Von fünf ausgewachsenen Zuchttieren hatten vier irgendein Problem. Die Eine nahm nicht auf, die Andere kümmerte sich nicht um die Jungen.
Ganz gemein sind Krankheiten, die von manchen Züchtern mit Medikamenten unterdrückt werden, davon hatte ich auch zwei.
Frei nach dem Motto: Wer gibt schon eine gute Zuchthäsin ab?

Völlig außer Acht gelassen sind dabei Probleme mit der Vererbung von Krankheiten. Da gibt es einiges, z.B. Zahnfehlstellungen, Spaltbildungen (Spaltpenis) oder Probleme mit der Nickhaut am Auge usw..
Manches hat für einige Züchter nicht unbedingt einen Krankheitswert und wurde lange Zeit bei Schauen auch nur mit einem Punktabzug gewertet!
Es kann auch nicht immer geklärt werden ob etwas spontan aufgetaucht ist oder regelmäßig Probleme bereitet hat.
Da liegt es in der Verantwortung des Züchters seine Linien zu beobachten, Tiere manchmal aus der Zucht zu nehmen und bei einer Abgabe an eine andere Zucht ehrlich zu sein.

Diese Ehrlichkeit erfordert einigen Mut. Denn ein Shitstorm im Internet von manchen „Teilzeitzüchtern“ ist schrecklich und kommt recht häufig vor.
Dadurch wird Vertrauen zerstörrt. Sogar mehr noch, als durch die Abgabe eines Tieres, welches sich vieleicht als „nicht – zuchttauglich“ erwiesen hat.

Hier hilft nur ein Gedanke: Es ist mein Hobby. Ich muss nicht züchten. Ich muss meine Tiere nicht Jedem geben. Ich muss auch nicht ständig Tiere einkaufen. Jedes Tier findet ein gutes Zuhause. Ich muss Geduld haben und darf mir meine Ställe nicht voll packen.
Habe ich Bedenken mit einer Linie, bricht mir kein Zacken aus der Krone, es vorher zu sagen. Punkt!

Im September wurden die Meldungen über Myxomatoseerkrankungen im Rheinkreis Neuss immer häufiger. Meine Tiere sind im Juni untersucht und geimpft worden. Dennoch habe ich die zweite Imfpung im Jahr auf Mitte September vorgezogen. Sicher ist sicher:

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kaarst/kaninchen-virus-grassiert-in-kaarst-aid-1.4585833

Die Häsin mit dem „Zeichnungsfehler“ kann ich leider nicht in meine Zucht aufnehmen. Ich habe mich im August ausführlichst darüber ausgelassen, deswegen schreib ich jetzt hier nix mehr darüber.

Im Oktober ist es nochmal richtig warm geworden. Der Rammler ist vielversprechend. Nach drei Monaten beende ich jetzt die Quaratäne. Er wurde zweimal vom Tierarzt untersucht, geimpft, entwurmt und für den Winter hat er jetzt eine Freundin.

Den neuen Quaratänestall im ehemaligen Hühnerstall habe ich zurück gebaut. Das war nix. Zu eng um ihn gut reinigen zu können und wegen der Sonnenlage im Juli/August total unnütz.
Da der Akkuschrauber außergewöhnlich schön drehte, habe ich dann doch noch etwas feines gebaut: zwei übereinander liegende Kaninchenboxen haben jetzt ein Kaninchentreppenhaus!

Die Tiere lieben diese Treppe. Sie besteht aus vier Stufen. Die erste Stufe ist auf dem Bild nicht zu erkennen, sie wird durch die zweite Stufe verdeckt. Seitlich zu diesem Treppenhaus gehen die Durchgänge zu den Boxen ab. Leider ist das Bild nicht so schön geworden, ich werde versuchen ein besseres zu machen….wenn es trocken ist. Es regnet die ganze Zeit.

So richtig kalt wurde im November und Dezember nicht mehr und mir bleiben eingefrorene Tränker erspart. Für die Tiere ist dieses milde Winterwetter natürlich auch schön, sie toben durch den Garten und fressen die Blätter die von den Bäumen fallen.

Ich gehe mit neun Häsinnen, zwei Böckchen, sechs Jungtieren und zwei Gästen ins neue Jahr.

In 2014 hatte ich Glück mit meiner Zucht.

Zusätzliches Glück ist es, dass die Myxomatosewelle im Sommer meine Tiere nicht getroffen hat und ich wurde nicht von den wilden Bienen unter meinem Kaninchenstall gestochen.

Jetzt fehlt noch ein weihnachtlicher Spruch und wegen der sich deutlich entwickelnden Fremdenfeindlichkeit in Deutschland, muss ich -zum ersten Mal auf meiner Seite- politisch werden:

Vergesst die Gastfreundschaft nicht;
denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen,
Engel beherbergt“ (Hebr 13,2).

Alles Gute für 2015!

Eure Sabine Kühl

Zuchtjahr 2013

Der erste Wurf im Jahr wurde am 06 Januar geboren.
Phoebie hat drei Junge bekommen. Leider lag heute eins tod in der Ecke.
Da es ihr erster Wurf ist, gehe ich ständig und schaue ob alles in Ordnung ist.

Sie hat ein ganz dickes Nest gebaut, das ist schonmal gut.
Sie zickt aber ziemlich rum, das ist nicht gut.

Das muss sich ändern, denn eine Häsin soll zutraulich sein.
Im ersten Lebensjahr einer Häsin akzeptiere ich noch ein gewisses Maß an Unruhe. Zum Glück werden die Damen im Alter meistens ruhiger.

Es hat sich gelohnt die 59. Landsschau in Rheinberg zu besuchen. Diesmal war meine Zuchtfreundin Antje mit dabei.
Fast hätten wir unsere Zuchten auf Helle Großsilber umgestellt.
Wenn diese Tiere einen anschauen, fängt man an, von den eigenen Sorgen zu erzählen.
Haben wir natürlich auch gemacht. Leider haben sie nur zurück geschaut und nicht wirklich geantwortet.
Aber sie haben uns verstanden, ganz bestimmt.

Vollgepackt mit einem neuen Satz Tränken, neuen Näpfen, aktuellen Katalogen und allerhand Kräuter- und Zusatzfutter sind wir nach knapp drei Stunden zurück gefahren.

Ich möchte hier einmal von meinen Erfahrungen mit dem Thema Heu berichten. Ohne Heu kann man keine Kaninchen halten oder züchten. Das Heu aus der Tierhandlung ist toll aber leider zu teuer. Ich brauche für ca. 20 Tiere einen Ballen Heu für zehn Tage.

In Kaarst ist es richtig schwer gutes Heu zu bekommen. Ein Ballen kostet zwischen 4-5 Euro.
Es gibt bei uns auch Bauern die verlangen 10 Euro.
Für Kaninchen muss das Heu trocken sein. Feuchtigkeit von der Ernte darf nicht mehr vorhanden sein. Gutes Heu erkennt man zuerst am Geruch. Aber auch Heu, das zuerst gut riecht, kann böse sein. Ich rede jetzt nicht von toten Ratten die in einem Ballen verschimmeln, sonder nur von Erde, Staub und Diesteln. Die nerven ebenfalls schrecklich. Dann gibt es noch die Ballen, die in der Scheune als Katzenkloh herhalten mussten. O.k. das riecht man, aber manche Bauern sind so dreist und verkaufen die zuerst. Immer wenn mir ein Ballen direkt ins Auto gelanden werden soll -wie nett-, ist manchmal im warsten Sinne des Wortes etwas faul. Manche Landwirte besprühen das Heu aus Brandschutzgründen mit einer Salzlake, dadurch ziehen die Ballen Feuchtigkeit und das Heu kann sich nicht so schnell entzünden. Für Kaninchen ist es dann nicht mehr zu verwenden.

Gestern auf meiner Einkaufstour hatte ich richtig Glück. Mein Heulager fasst zwei Ballen und ich freue mich, im Februar meine Tiere mit hervoragendem Heu zu beglücken.
Im letzten Jahr habe ich in zweimal einen Golfball gefunden, die sind zum Glück geschmacksneutral für den Ballen.

Der Frühling ist Mitte April dann doch noch gekommen. Ich hoffe er hällt sich etwas länger und der Sommer wartet, wie es die Höflichkeit jetzt verlangt.
Die Heizungen in den Nistkisten habe ich ausgeschaltet und es sind schon drei Würfe im neuen Zuchtjahr gefallen. Dieses Jahr möchte ich mich hauptsächlich um die klassischen Farben bei den Tieren kümmern. Blau ist eine echt schöne Farbe.

In einem Wurf von Mattie habe ich dann glatt ein chinchillafarbenes Jungtier gefunden. Da ich hauptsächlich mit den Linien aus gut durchgezüchteten Farben wie blau, isabell und thüringer arbeite, ist es natürlich toll, nach einigen Jahren dabei seltenere Farben zu erhalten. Mattie vererbt ihre Farbe nur selten weiter, eigentlich hat sie es noch nie getan! Da musste ich echt Geduld haben und bin belohnt worden. Wenn jetzt der Typ noch stimmt und alles gut geht, freue ich mich riesig. Ende April hat sich herausgestellt, dass die Schwester chinchilla satin ist. Das ist mal wieder ein gutes Beispiel, wie das Satinfell die Farbe verdunkelt.

Am 23. Mai wurden alle Tiere tierärztlich untersucht und gegen RHD und Myxomatose geimpft. Wegen Verdachstfällen im Rheinkreis Neuss habe ich -entgegen meiner Gewohnheit- diesmal alle Tiere ab der 6. Lw. impfen lassen. Sie haben es gut vertragen.

Ich freu mich immer wenn Dr. Wilmering vorbei kommt und ich ihm meine Tiere zeigen kann.

Nach einem spontanen Züchtertreffen mit Gurdrun und Marion habe ich wieder einiges von den Genetikfachfrauen gelernt. Ermutigt von Gudrun werde ich dieser „Erbformel-erstellen-Sache“ noch mal Aufmerksamkeit zuwenden und nach und nach die sicheren Erbformelanteile meiner Zuchttiere auf dieser Seite eintragen. Ich fange zuerst mit dem Zwergengen an. Bei Zuchttieren die diese Gen sicher tragen, wurde die Formel (Dw/dw) hinter der Farbnennung zugefügt.

Ende Mai habe ich mir einem weiteren Stall gebaut. Es ist ein Doppelstall und er ist nicht ganz so hoch. Da er ein Aluminiumdach hat, habe ich nun einen wunderbaren, schneckensicheren Anzuchtplatz für meine Aussaaten im Frühjahr. Einen alten Trixiestall werde ich nach dem Sommer entsorgen und somit habe ich dann alle Boxen auf Zuchtställe umgestellt. Sie sind am einfachsten zu reinigen.

Im Sommer habe ich einige schöne Würfe mit reizenden Häsinnen bekommen. Ich behalte immer lieber das ein oder andere Tier zuviel, dann hab ich später die Wahl welches in meinen Zuchtstamm aufgenommen wird.
In diesem Jahr habe ich auch einige Zuchthäsinnen in Rente geschickt. Kein Zuchttier bleibt länger als 3,5 Jahre in der Zucht. Meine Tiere sollen auch noch ein langes Streichelleben haben und wenn ich Nachfrgaen nach ausgewachsenen Tieren habe, gebe ich nach und nach die älteren Häsinnen in Streichelhände. Meistens wartet im neuen Zuhause ein Tier dessen Partnerin gestorben ist.

Im Juli hat mich meine Zuchtfreundin Melanie aus Baden Würtenberg mit ihrer Familie besucht. Es war ein schöner Tag und nach so häufigen Telefongesprächen ist es super, sich auch persönlich kennen zu lernen.

Ebenso habe ich mich über den Besuch von Frauke aus Niedersachen gefreud. Wir hatten sogar einige Abende zur Verfügung an denen wir, bis spät abends, über Kaninchen fachsimpeln konnten.

Im August hatten meine Tiere keine Würfe. In dieser Hitze ist es eine zu große Belastung für die Tiere.

Vor der Winterzuchtpause von November bis Januar haben im September / Oktober fast alle Häsinnen nochmal Baby bekommen. Die Ställe sind voll und ich werde mir auch aus diesen Würfen großzügig Jungtiere behalten. Ich hab doch recht viele Zuchttiere in Rente geschickt und muss schauen, dass ich fürs nächste Jahr etwas behalte.

Anfang November habe ich ausreichend Stroh verteilt und schleppe ständig Möhren in 20 kg Säcken an. Ist schon nett, wenn alle Tiere die Möhren knurpsen, ein richtiges Konzert.

Am 25. November ist der nächste Tierarztbesuch geplant. Die Tiere müssen geimpft werden und bei allen Tieren werden die Zähne kontrolliert. Ich wollte auch noch Frauke besuchen, mal sehen wann ich das alles schaffe.

Der Tierarztbesuch ist super gelaufen. Alle Nachzuchten wurde gegen RHD und Myxo geimpft. Die Anderen haben eine Myxo – Auffrischung erhalten. Ich bin sehr froh, dass alle Tiere die Backenzahnbeurteilung bestanden haben.
Es zahlt sich wirklich aus, konsequent auf die Backenzähne zu achten. Ich kann nur jedem Züchter dazu raten.
Noch eine Ladung extra Stroh für die Schlafkästen und alles ist fitt für den Winter.

Im Dezember habe ich Frauke in Göttingen besucht. Leider nicht nur wegen unserem gemeinsamen Hobby. Einer meiner Söhne war dort im Krankenhaus. Dank ihrer Gastfreundschaft musste in nicht ins Kloster!

Das Jahr 2013 war ein gutes Zuchtjahr.

Ganz besonders bedanke ich mich für die Freundschaft bei meinen Zuchtkolleginnen:

Antje L. aus Kaarst
Frauke F. aus Göttingen
Marion O. Niederkrüchten
Marion O. Abtsgemünd und
Tanja H. aus Potzbach

Mit Euch macht dieses Hobby noch viel mehr Spaß! Danke.

Alles Gute für 2014 und flauschige Weihnachten wünsche ich auch den Besuchern meiner Internetseite und auch hier einen herzlichen Dank für das Interesse an meiner Zucht.

Eure Sabine Kühl
24.12.2013

P.S.: Das Bild von unserem Kater Flomo im Weihnachstbaum hat Stan gemacht!

Zuchtjahr 2012

An den ersten richtig kalten Tagen im Jahr 2012 wird der erste Wurf geboren.
Dank einer 30 Watt Fußbodenheizung in der Wurfbox geht es den Kaninchenbabys bei minus 9 Grad Celsius prima.

Meine Nistkästen können von vorne geöffnet werden. Der Eingang liegt weiter im hinteren Bereich.
Auf diese Weise ist eine tägliche Nestkontrolle möglich, ohne das Nest auseinander nehmen zu müssen und dadurch die Mutter zu irritieren.
Ich hoffe es läuft weiter so gut.

Allerdings kann ich bei diesem Dauerfrost die Ställe nicht ausmisten, da die Kotecken steinhart sind. Das störrt mich sehr. Bei den Tränken habe ich einen doppelten Satz, diese können täglich aufgetaut werden. Aber die Kotwannen kann ich nicht auftauen. Bei dem Versuch eine Wanne mit „Kawumm“ zu reinigen ist eine Ecke herausgebrochen.
Das lass ich jetzt bleiben. Das ist zu teuer.

Viele Kaninchenhalter rufen jetzt an und fragen nach Schutzmaßnahmen für Ihre Tiere im Gartenstall. Grundsätzlich sollte der Stall sauer und trocken sein.

Im zweiten Wurf des Jahres waren die Jungtiere richtige Farbüberraschungen. Jetzt beginnt die schönste Zeit im Zuchtjahr. In meinem Schuppen haben Rotkelchen erfolgreich gebrütet und kaum sind die Jungen aus dem „Haus“ fangen die Eltern mit der zweiten Brut an. Mein Schuppen hat also das Prädikat „Rotkelchengeeignet“ bekommen.

Meine wilde Susanne Paisley hat auch angefangen zu brüten. Drei kleine Welsumerkücken sind Anfang Mai geschlüpft.

Mein NHD satin Rammler Eugen ist ein Spätzünder. Erst mit zehn Monaten hat er zum ersten Mal gedeckt. Durch die Zeitverzögerung hatte ich einen Engpass in meiner Zucht. Der aber Dank meiner supernetten Zuchkolleginnen, Marion vom Ellerschloß und Silke von den Sunny Bunnys, überhaupt nicht schlimm war. Marion hat mir Peet (marburger feh) geliehen und Silke hat mit Cody (separator weiss mantelschecke) ausgeholfen. Vielen Dank!

Anfang Juni hat Valesca von Cody Babys bekommen und ich habe in der Folgezeit eine wochenlange Farblehre gemacht. Ein wunderschöner kleiner Rammler in separator weiss Mantelschecke satin lag mit im Nest. Als das Fell besser zu erkennen war, ging der separatorfarbton doch eher in Richtung orange. Als die Augen geöffnet wurden, fehlte das für separator und orange (viele kennen es auch vom havanna und feh) typische Feuer in den Augen. Also doch ein rotes Tier?
Mit 12 Wochen habe ich das Böckchen dann mit zu einer Zuchtkollegin genommen um mit Ihr die Farbe zu diskutieren. Ich liebe solche Nachmittage. Außenstehende die uns vieleicht hören, denken bestimmt, wir haben nicht mehr alle Tassen im Regal!
Das Resultat: er ist thüringerfarben, hell und eindeutig.
Das ist das perfekte Beispiel für die Farbverfälschung vom Satinfell und die eigene Betriebsblindheit wenn es um die Beurteilung von Nachzuchten geht.
Das Bild rechts habe ich extra in der Sonne gemacht, damit die dunkel Färbung um die Nase herum besser auffällt.

Ende August habe ich mich wieder mehr um die Kennzeichnungsliste auf meiner Seite gekümmert und konnte drei neue Züchter eintragen.
Ich trage dort jeden Züchter ein, egal welche Kaninchenrasse gezüchtet wird. Natürlich immer nur nach Rücksprache.
Nicht mehr bestehende Zuchten bleiben auf der Liste, da es eventuell noch Tiere mit dieser Kennung gibt.

Am 22. September war ich mit meiner Freundin Antje auf einer Hausmesse für Zuchtbedarf. Antje beginnt mit der Kaninchenzucht und brauchte Zuchtställe. So ein Autoanhänger ist echt toll, da passte zufällig noch ein 3er Stall – Schrank für mich mit hinein. Der Grundstall ist 60 x 60 cm und wird von mir auf 90 x 60 cm erweitert. Ich baue immer gerne Schlafkammern an die Boxen. Diese Kammern bekommen eine separate Tür und sind nicht ganz so hoch wie die großen Boxen. Auf dem Bild sind noch nicht alle Abteilungen eingebaut. Der Akkuschrauber war dann irgendwann leer, es fing an zu regnen und meine Kinder wollten Abendbrot haben.

Zwischen den Böden entstehen Fächer, dort können saubere Näpfe, Trinkflaschen und sonstige Zubehör gelagert werden. Im Winter packe ich manchmal nur Stroh hinein damit es als Isolierung dient. Diese drei zusätzlichen Boxen sind für meine Rammler, denn ich habe die Anzahl der Rammler deutlich erhöht.

Zur Zeit habe ich acht Rammler und zehn Häsinen.

Ach ja, ein neuer Wiesenkäfig in der Größe 1.40 x 1 m passte auch noch in den Anhänger. Normalerweise ist mein ganzer Garten ein einziger Auslauf, aber für Jungtiere mit Mami ist so ein Käfig schon etwas feines.

Am 25.10.2012 war der zweite Tierarztbesuch in diesem Jahr fällig. Allen Tieren wurden die Backenzähne kontrolliert und sie wurden gegen RHD und Myxomatose geimfpt. Ich freue mich sehr, einen Tierarzt zu haben der Hausbesuche macht.

Anfang November habe ich auch wieder die Ställe auf den Winter vorbereitet. Die Nistkisten wurden grundgereinigt und mit viel Stoh wieder aufgefüllt. Die Ställe wurden von außen abgewaschen, das Heulager wurde ausgefegt und aufgefüllt.

Ende Oktober fand der zweite Tierarztbesuch in diesem Jahr statt. Ich bin sehr froh einen sehr engagierten Tierarzt gefunden zu haben, den der Arzt kommt zu meinen Tieren raus.
Neben den regulären Imfpungen gegen RHD und Myxo wurden bei jedem Tier die Backenzähne kontrolliert.
Es muss ausdrücklich darauf hingewiesen werden: Es war schweinekalt.
Meine Erleichterung am Abend, es gut erledigt zu haben, wäre sonst nur halb nachvollziehbar.

Mitte November hatte ich Besuch von Frau Sarah Stief von der Neuss Grevenbroicher Zeitung.

Im Rahmen des NGZ Adventskalenders „Bürger öffnen ihre Türen“ wurde auch meine Zucht besucht.

Ein Bericht über meine Zucht erschien dann am Samstag, den 15. Dezember 2012.
Es ist ein sehr schöner Artikel.
Vielen Dank an Frau Stief und an die NGZ!

Pressespiegel: siehe Bild rechts!

Im Dezember wurde es dann kalt.
Ich dachte es wird kein harter Winter. Andererseits, ein Tag Schnee macht natürlich noch keinen Winter und acht Tage vor Weihnachten ist es richtig warm, die Sonne scheint und die Jungtiere treten zum Fototermin an…

Das Jahr 2012 war ein sehr schönes Jahr.
Es entsprach unserem Weihnachstfest:
Wir sind Alle satt geworden!

In der Hoffnung auf ein glückliches Jahr 2013 schließe ich diesen Bericht um im nächsten Jahr einfach weiter zu machen.

Alle guten Wünsche für die Besucher meiner Seite,
herzlichen Dank für die vielen Rückmeldungen,

Ihre Sabine Kühl
Kaarst, den 26.12.2012

Zuchtjahr 2011

Der erste Wurf in diesem Jahr wurde am 19. Februar geboren. Es ist eine reine Hollandimportverpaarung in isabell/isabell mantelschecke. Ich erhoffe mir aus dieser Verpaarung sehr typvolle Tiere, denn beide Eltern haben ihre guten Eigenschaften sehr gut weiter vererbt.

Zwei Tage vor dem offiziellen Frühlingsanfang wurde dieses Fotos in meinem Blumenbeet aufgenommen. Die Sonne wärmt die Erde und alle Stauden treiben aus, sofern kein Kaninchen rumbuddelt…

Im April haben einige Häsinnen Junge in den Netsern, es ist sogar ein Wurf mit sechs Jungtiere dabei! Solch einen großen Wurf habe ich nur selten. Zum Glück habe ich genug freie Boxen. Da alle Boxen aus einer Reihe miteinander verbunden werden können, wird es nicht zu eng. Wenn die Jungen das Nest verlassen und schon mutig umher springen, öffne ich einfach eine weitere Box und verdoppel auf die Weise das Platzangebot.

Durch die verschiedenen Sitzbretter in den Boxen lernen die Jungtiere auch zu springen. Das Rauf- und Runterspringen ist wichtig für die Entwicklung der Muskulatur.
Es macht soviel Spaß die Jungtiere zu betreuen. Wenn ich die Box öffne kommen einige Jungen angerannt und wollen gestreichelt werden. Dies sind die schönsten Momente in einem Züchterleben.
Wie die Natur spielt, wird diesmal an der Verteilung der Geschlechter deutlich: alles Mädels! Himmel, die Männer gehen dabei total unter!

Auf dem Bild rechts ist deutlich der Fellglanz eines Jungtieres mit Satinfell zu erkennen. Dieses Fell ist in meiner Zucht sehr selten.
Meine reinen Hollandimporttiere (HI) tragen dieses Gen nicht. Ich gönne mir den Luxus einige Trägertiere zu halten und freue mich immer wieder wenn ein „Satin – Tierchen“ dabei ist.
Es sieht schon edel aus.
Manchmal ist die eigentliche Farbe schwer zu erkennen, den der Satinglanz verändert sie Ursprungsfarbe und macht sie etwas dunkler.
Ich dachte zuerst dieses Tierchen wäre separatorfarben, die Eltern könnten separator tragen (es steht noch nicht fest, die Großeltern tragen separator). Es fehlen jedoch die Feueraugen und der Bauch ist sehr hell. Die Fellfarbe ist also gelb.

Auf diesem Fotos rechts sind zwei Nachzuchten von Hollandimporttieren zu sehen. Sehr typvolle Tiere (auf diesem Bild sind die Tiere fünf Wochen alt). Die Ohren sind perfekt und die Köpfe sind rund. Die Tiere haben einen kurzen Rücken.
Mein Zuchtziel besteht darin, diesen Typ in satin bzw. in seltenen Farben zu ziehen. Vor allem die Farbe separator sallander ist mein Ziel. Dafür werde ich noch etwas länger brauchen.
Dies ist auch der Grund warum ich Tiere, die mich meinem Zuchtziel näher bringen, nicht bzw. nur sehr selten an fremde Zuchten abgebe. Es sind auf das Jahr gesehen einfach zuwenig Tiere, da meine Zucht sehr klein ist.
Ich arbeite nur mit wenigen Züchtern zusammen. Diese Züchter garantieren ein hohes Maß an Qualität und Verantwortung. Die Links zu diesen Zuchten finden Sie hier auf meiner Internetseite und der Rubrik „Links“.
Ich freue mich sehr, so gute Zuchfreunde zu haben.

Auf dem Bild rechts ist ein schöne Beispiel wie sehr sich die Farbe durch das Satinfell verändert.

Beide Tiere sind orange weisse Mantelschecken, einmal satin (das untere Tier) und einmal das normale Fell (das obere Tier). Das Satinfell lässt die Farben dunkler erscheinen und dass Fell glänzt wunderschön.

Ende September habe ich die Ställe Winterfest gemacht. Die Boxen wurden grundgereinigt (das kärchern übernimmt immer mein Mann) und es wurde ein zusätzlicher Ballen Stroh verteilt. Die Tiere sitzen im Winter in einer anderen Aufteilung bzw. in Gruppen zusammen. Wenn Die Zucht in 2012 wieder beginnt, werden die Tiere wieder auf die Sommerboxen verteilt.

Anfang November war der Tierarzt zum Impfen bei uns. Einige meiner Zuchttiere sind in Rente gegangen und ich freue mich immer wieder gute Hände zu finden die sich freuen.

Im Dezember habe ich meine Internetseite der Tiervermittlung zu Verfügung gestellt. Da ich selbst keine Tiere zur Weihnachtszeit abgebe ist dies vieleicht eine gute Alternative.

Wir haben zum Ende des Jahres

1.1 Katzen
0.7 Hühner
3.9 Kaninchen

Ich wünschen allen Besuchern meiner Internetseite ein gutes Jahr 2012.

Viele Grüße Eure

Sabine Kühl

Zuchtjahr 2010

Es ist so kalt, das fast alle Heizungen in den Nistkästen in Betrieb sind. Der Winter hält an und das Ausmisten der Ställe ist Knochenarbeit, denn das schmutzige Einstreu ist festgefroren.
Zum ersten Mal wurden bei mir Kaninchenbabys am 1. Januar geboren. Dottie hat einen Wurf mit vier Jungtieren bekommen.

Die Tiere bekommen im Winter besonders viel Möhren, Rote Beete und Äpfel. Die Tränken sind bei Dauerfrost keine Hilfe. Auf dem ersten Foto ist Bold, ein niedlicher Rammler in separator – weiss Mantelschecke. Hier kann man sehr gut die Färbung durch die Möhren erkennen. Rote Beete sieht auch toll aus, gab es aber nicht als das Foto gemacht wurde.

Dieses Jahr werde ich leider die Landsschau in Rheinberg nicht besuchen können. Es ist soviel Schnee gefallen das ich die weite Strecke nicht fahren möchte.

Am 6. Februar habe ich mir bei Peet van Geers in der Nähe von Tilburg einen sehr schönen isabellfarbenen Rammler abgeholt. Ich werde weiterhin die „alten“ Farben züchten. Sie gefallen mir so gut.
O.k. der Winter ist kalt und lang, das wissen wir ja jetzt.
Dann kommt so ein blöder Sturm und zieht die Dachpappe vom Kaninchenstall ab. Die Hühner waren zum Glück im Hühnerstall eingesperrt.
Hätten die das mitbekommen, sie hätten bestimmt die Eierlegerei eingestellt.
Das Dach wurde vom Fachmann repariert. Bei dem (jetzt mal wieder saukaltem) Wetter hatte ich keine Lust diese Billig-Dachpappe aus dem Baumarkt zu verarbeiten. Sieht schön aus, wenn man drauf achtet.

Die Häsinen sind alle Frühlingswild und ich bin froh, dass ich vor einigen Jahren Heizungen eingebaut habe. Zwei Böckchen sind schon im Fellwechsel und ich hoffe dies bedeutet: Frühling! Ich schau jeden Tag bei www.dwd.de nach, aber dadurch wird es auch nicht wärmer. Die sagen auch nix genaues dazu.

Na nun ist es im April doch noch wärmer geworden und meine Häsinen haben viele Junge bekommen. Maggie hat sogar acht Babys im Nest liegen. Ein Jungtier habe ich einer anderen Häsin untergeschoben und ich hoffe die sieben verbliebenen Tierchen bekommen genug Milch.
Am 15. Lebenstag des großen 8er Wurfes habe ich mich entschlossen bei einem der Babys (isabell weiss) zuzufüttern. Es ist kleiner und magerer als die anderen und auch nicht so aktiv.
Ich fütter mit Katzenmilch 2 x 1 ml pro Tag zu. Es nimmt die Milch gierig an. Leider ist es jedoch am nächsten Tag gestorben.

Die anderen Jungtiere entwickeln sich sehr schön.

Erstmals haben wir auch junge Kücken. Eine Hennen fing an zu brüten und am 17./18. April schlüpften 2 Kücken. Zwei Eier liegen noch im Nest, mal schauen ob es noch mehr werden. Da ich selbst keinen Hahn halten kann, habe ich mir Eier von einer Freundin geholt und sie der Henne untergeschoben. Das wird lustig, meine Zwerg – Australorpshenne zieht jetzt riesige Hühner groß (Rasse kenne ich nicht, muss ich nochmal nachfragen, wahrscheinlich Hybrid-Geflügel).

Am 2. Mai habe ich Dottie abgegeben, sie ist nun im Ruhestand. Sie hat ein wunderbares Zuhause gefunden und wird mit einem kastriertem Böckchen und ganz viel Platz leben.

Die Nachzuchten dieses Jahr sind besonders schön, ich kann mich gar nicht entscheiden wieviele ich behalten soll. Zur Zeit sind es erstmal 11 Jungtiere die bleiben werden. Der kalte Mai sorgt allerdings dafür das die Ohren nicht so schön fallen. Dabei gibt es doch schon genug Tiere mit „Winterohren“.

Um im Juli meine Tiere vor der Hizte zu schützen gab es jeden Tag zwischen 11 und 17 Uhr Auslauf satt. Unter einer großen Hortensie lässt es sich gut entspannnen.

Ende Juli haben wir ein wenig die Ställe umgebaut. Nun sind drei Boxen durch zusätzliche Nisträume noch größer geworden.

Wie viele andere Züchter auch, hatte auch ich Besuch vom Kreisveterinäramt. Es wurde nichts beanstandet. Einige Dinge, wie z.B. die Sitzbretter in jeder Box, die Nistkästen zwischen den Boxen, usw., haben der Amtstierärztin gefallen.

Bis September habe ich meinen Bestand für das nächste Zuchtjahr auf 4.9 Tiere reduziert.
Die Futterkosten sind dieses Jahr enorm. Noch gibt es keine Futtermöhren bei meinem Händler und ich kaufe täglich bei unserem Supermarkt für die Kaninchen Frischfutter ein.

Der Schnee und die Kälte fangen dieses Jahr schon sehr früh an zu nerven, obwohl….. es ja nichts lustigeres gibt, als Hühner die im Schnee unterwegs sind. Wenn die Küken hinter der Mutter versinken und immer wieder hopsen müssen um weiter zu kommen sieht das arg komisch aus. Manchmal hält der Schnee, manchmal bricht er halt ein. Aber im Stall, der sauber und trocken ist, wollen sie ja nicht bleiben.

Ich habe einfach allen Kaninchen die einzeln sitzen eine Heizplatte angemacht, die anderen müssen kuscheln damit es warm wird.

Ich wünsche allen Besuchern meiner Internetseite ruhige Festtage, einen guten Übergang ins neue Jahr und Viel Glück

Herzliche Grüße

Eure

Sabine Kühl